Psychische Erkrankungen in Videos thematisieren?

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    • Psychische Erkrankungen in Videos thematisieren?

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      Hi!
      Aufgrund meines Studiums (Medizin) und meinen Wahlfächern im Bereich "Kinder- und Jugendpsychiatrie", interessiert mich die Thematik. Zuletzt bin ich auf Youtube über diverse Kanäle/Videos gestoßen, die genau das thematisieren > Depressionen / psychische Erkrankungen.

      Dabei hab ich mich gefragt, ob sich das nicht irgendwie negativ auf die Berufschancen auswirken wird? Die wenigsten werden durch Youtube vermutlich ihren Lebensunterhalt verdienen - alle anderen werden nebenbei eine Ausbildung machen, oder studieren. Denke mir nur, dass das doch unter Umständen schwierig wird, wenn der potenzielle Chef Videos von den Personen im Netz sieht, auf denen selbige ihre psychischen Erkrankungen entblößen.

      Wie seht ihr das?
      Mein Kanal: Soup?
    • Es mag im Vorfeld problematisch sein, hängt aber wahrscheinlich auch stark vom Unternehmen und Vorgesetzten ab. Je nachdem wie schwer Deine Erkrankung und Deine Belastbarkeit eingeschränkt ist, sollte Dein Chef das evtl schon wissen. Allerdings würde ich das auch nicht unbedingt im Vorstellungsgespräch thematisieren oder komplett öffentlich machen. Wenn man allerdings merkt, dass der Job die Belastungsgrenze oder was auch immer überschreitet, sollte man schon mal darüber reden, bevor man sich kaputt macht und komplett ausfällt. Das trifft aber eigentlich auf jede Art von Erkrankung zu. Ist aber ein schwieriges Thema, da die richtige Balance zu finden.
    • Naja, dazu müsste der potenzielle Chef ja erstmal von dem Channel wissen bzw. die Person wird ja hoffentlich nicht unter ihrem/seinen richtigen Namen einen Kanal erstellen. Sicher kann der Chef auch zufällig drauf stoßen, aber dazu müsste er ja auch genau nach sowas suchen, sonst wird ihm sowas ja auch eher selten vorgeschlagen. möglich is das natürlich schon, aber hmm... wenn es ein potenziell neuer chef ist, dann wird der die person wohl direkt ablehnen. ist es der aktuelle chef, wirds wohl davon abhängen, ob die betreffende Person vielleicht viele Fehltage hat durch krankheit usw.

      So oder so, ich finde in der heutigen Gesellschaft wird generell nicht gut mit Erkrankungen umgegangen. Mit Psychischen noch schlechter, weil sie eben schwer zu verstehen sind, wenn man nicht selbst betroffen ist. Und in der Arbeitswelt ist es noch schlimmer. Also ich denke es gibt vielleicht das eine Prozent an verständnisvollen Chefs, die solch einer Person dennoch eine Chance geben würden, aber 99% würden es wohl nicht tun.
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      ja klar, wenn sabine mustermann ihren channel auch so benennt und fb und twitter etc. es überall hin streut, dann schon. dann ist sabine mustermann aber auch ein bisschen dämlich lol klar kann man immer gefunden werden, aber es ist ja unwahrscheinlicher, dass der chef einen yt channel findet, der psycho99 heißt, wenn seine bewerberin sabine mustermann heißt.

      Es wäre natürlich auch möglich, dass der chef nach psychischen störungen googelt und zufällig diese person findet, die bei ihm arbeitet oder arbeiten wird. zufälle gibts immer. ich hab das ja auch nicht ausgeschlossen.
    • Soweit ich weiß dürfen die Chefs oder Personalleiter einen nicht aktiv im Netz verfolgen und darauf dann eine Entscheidung fällen. Ist das noch aktuell? Und weiterhin: Ab welchem Grad müssen psychische Krankheiten angegeben werden bei einer Bewerbung? Je nach beruflicher Tätigkeit kann das ja nicht nur einen selber, sondern auch andere in Gefahr bringen.
    • Was sie dürfen und was sie tun sind zwei verschiedene Dinge. Mein Chef hat mir mal erzählt, dass er einen bekannten bei der Polizei nach mir gefragt hat, bevor er mich eingestellt hat. Mal abgesehen davon, dass dieser Bekannte solche infos auch nicht rausgeben dürfte, war es hier beiden seiten offensichtlich egal. und aus welchem grund man dann abgelehnt wird, das sagen die natürlich nicht ehrlich. Ist doch genauso wie mit Frauen ab ende 20, die werde auch oft abgelehnt, weil sie ja in kürze ein dutzend kinder werfen könnten. Da sagen die personaler auch nicht zur bewerberin, "ja, sie könnten ja einen braten in der röhre haben, lieber nicht." da denkt man sich dann halt was aus.
    • NoSkillGrill schrieb:

      Mein Chef hat mir mal erzählt, dass er einen bekannten bei der Polizei nach mir gefragt hat, bevor er mich eingestellt hat.
      Und du hast ihn sowie den Beamten danach hoffentlich angezeigt? Natürlich sind das zwei paar Schuhe, aber wenn sollte man es nicht publik machen. So doof kann eigentlich keiner sein - bis auf dein Chef :D


      NoSkillGrill schrieb:

      da denkt man sich dann halt was aus
      Klar, aber wie gesagt, man sollte dann nicht irgendwann sagen das man doch eher was anderes im Hintergrund gemacht hat :)
    • lol nee, ich kannte den namen von dem bekannten ja nicht und hätte ja auch keine beweise. nur weil mein chef das gesagt hat...kA ob das ausreichen würde. wäre dann ja eh aussage gegen aussage, hat sonst ja keiner mitbekommen.

      und ja, die intelligenz ist hier fraglich lol ein cleverer chef würde das halt nicht verraten, wenn er irgendwo hintergrundinfos gesammelt hätte und ich sag mal, "seriöse" firmen würden sich dann halt einen "legalen" grund überlegen. weiß ja niemand, ob die firma den bewerber gegooglet hat.
    • Ich spreche in meinen Videos recht offen über mein Depressionsproblem und befürchte keinerlei negative Auswirkungen. Ok, als Selbstständiger muss ich mir keine Gedanken machen, ob eine Bewerbung dadurch fehlschlägt. Ich würde aber auch mit/für niemandem/n arbeiten wollen, der mit meiner zeitweiligen Kondition ein Problem hat. Ein Kunde (Auftragskomposition/-produktion von Musik für Werbung) hat mich mal drauf angesprochen, weil er ein entsprechendes Video gesehen hat, und hat eher Respekt dafür ausgedrückt, daß ich eben nicht darüber schweige.
    • Ich denke Let's Plays sind da so oder so noch der sicherste Ort um über sowas zu reden. Ich meine, selbst wenn mein potenzieller Chef meinen Kanal findet: wird er sich wirklich Haufenweise 40-minütige Videos angucken, bevor er dann mal eine Stelle findet an der ich über sowas spreche? Hm, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich.

      NieR, Persona, Danganronpa, Drakengard und mehr...

    • alionsonny schrieb:

      Ich spreche in meinen Videos recht offen über mein Depressionsproblem und befürchte keinerlei negative Auswirkungen. Ok, als Selbstständiger muss ich mir keine Gedanken machen, ob eine Bewerbung dadurch fehlschlägt. Ich würde aber auch mit/für niemandem/n arbeiten wollen, der mit meiner zeitweiligen Kondition ein Problem hat. Ein Kunde (Auftragskomposition/-produktion von Musik für Werbung) hat mich mal drauf angesprochen, weil er ein entsprechendes Video gesehen hat, und hat eher Respekt dafür ausgedrückt, daß ich eben nicht darüber schweige.
      Prinzipiell sehe ich das auch so, aber dafür muss man auch in einer einigermaßen komfortablen Situation sein. Wenn man aber keine Wahl hat und den Job braucht, überlegt man sich es evtl doch...
    • Soup? schrieb:


      Denke mir nur, dass das doch unter Umständen schwierig wird, wenn der potenzielle Chef Videos von den Personen im Netz sieht, auf denen selbige ihre psychischen Erkrankungen entblößen.
      Geht deinen Chef nix an, solange deine EInschränkung(en) dich nicht bei deiner Arbeit behindern. Sollten diese jedoch das potential haben es zu tun, wäre es evtl. sinnvoll (eigenes Ermessen) das mit dem Chef zu klären. Oder zumindest (sofern vorhanden) mit eurem Personaler um zu checken, ob es da Probleme geben könnte.

      Ich hatte, als ich noch Selbstständig war, einen MA, der war mal eine Zeit in der Klapse. War mir egal, hat seine Arbeit trotzdem ohne größere Probleme gemacht. Mir war es egal. Nur ist die Firma dann aufgelöst worden.

      Man sollte nicht vergessen: ein AG muss eine mögliche Kündigung immer noch begründen, sonst gibts vom Arbeitsgericht Schwierigkeiten. Das Problem ist nur: man bekommt einen MA schon los, wenn es sein muss :/
    • 1. Da man einen Nickname verwendet, sinkt die Wahrscheinlichkeit ins Bodenlose das gerade Mitarbeiter oder Chefs dich im Netz finden. Funktioniert aber auch nur, wenn man es nicht herum Posaunt wer man ist im Netz.
      Die Wahrscheinlichkeit gefunden zu werden von Mitarbeitern oder Chefs oder generell Leuten in deiner Umgebung erhöht sich indem man z.B. Facecams nutzt und sich somit selbst präsentiert, gefühlt tausend mal erwähnt in welcher Gegend man wohnt oder seinen Nickname entblößt indem man seinen richtigen Namen mehrmals irgendwie erwähnt.

      2. Gefunden zu werden kann aber auch gut sein. Dann kommt es aber auch drauf an wie man sich im Netz gibt. Erwachsen, Kindlich, etc.
      Gibt ja auch Mitarbeiter und Chefs denen sowas nicht im geringsten stört, selbst wenn man das denen sagen sollte wer man im Netz ist.
      Bürgt natürlich immer ein Risiko. Kommt drauf an wie diese Leute dazu eingestellt sind.


      Das waren jetzt 2 Punkte bei denen man eventuell bei der Firma mit einer Bewerbung nicht eingestellt werden könnte.


      3. Kennen dich deine Mitarbeiter, Chefs recht gut und wissen das Sie sich auf dich verlassen können auf Arbeit, werden die dich selbst wenn sie deine Internetpräsenz kennen nicht raus schmeißen. Eine Gefahr kann nur entstehen, wenn der entsprechende Content den du im Netz ablieferst deine Firma / Unternehmen gefährdet bzw. anstößig erscheint.
      z.B. würde nicht passen: Im Netz zeigst du z.B. auf YT wie man aus Pappe irgendwelche Waffen baust, dann würde der Job als Kindererzieher irgendwie gefährdet sein, da man den Kindern ja bei einer Bastelstunde zeigen könnte wie man Waffen baut.
      Klingt doof, aber kann dann so ausgelegt. werden.

      Man kann auch als Therapeut oder Psychologe gerne im Netz Let's Play's machen, ABER man sollte sich dann auch so geben wie ein vernünftiger Erwachsener und nicht wie ein Kind der alle zehn Sekunden irgendwie Flucht, Einschläft beim Erzählen, andere Beleidigt etc. Also halt nicht so als würde man denken das man als Psychologe selbst einen Psychologen braucht. Weil dann würde man sein eigenen Berufszweig verfehlen.
      Will damit jetzt nicht sagen das man diese Eigenarten gar nicht machen darf, sondern sollte darüber soweit es geht erhaben sein. Und gerade als Psychologe ist man ja Gedanklich etwas weiter.;D


      Und selbst der 3te Punkt hier muss auch erst mal dem Unternehmen wo man arbeitet bewusst sein. Und diese müssten sich echt dann auch mit einen auseinandersetzen dann. Macht in der Regel aber keiner, weil kaum einer Zeit damit verschwenden wird. Wenn, dann hat man gewiss einen auf der Arbeit der einen los werden will und förmlich im Netz nach so etwas sucht um einen fertig zu machen. Dann sind solche Dinge auch für den Job gefährlich.


      In der Regel interessiert es aber keine Sau, weil keiner explizit im Netz nach einen sucht. Und selbst wenn, keiner den Nick kennt und sich selbst wenn keiner so viel Zeit investiert um Stellen zu suchen um deinen Job zu gefährden. Es sind aber immer gewisse Risiken die man sich im Netz baut dabei. Man muss schon einen echten Hater haben auf seiner Arbeit der nix auslässt einen das Leben zur Hölle zu machen.
      Die Wahrscheinlichkeit sollte aber so äußerst gering sein, das es praktisch nie auftreten sollte. Da hat man eher das Glück vom Blitz getroffen zu werden oder mit dem Flugzeug ab zu stürzen ;D
    • Soup? schrieb:

      Zuletzt bin ich auf Youtube über diverse Kanäle/Videos gestoßen, die genau das thematisieren > Depressionen / psychische Erkrankungen.

      Ich hab das bisher nur sehr vereinzelt mitbekommen und bin mir echt nicht sicher, wie ich generell dazu stehen soll. Früher hatte ich mal im Kommentarbereich angemerkt, dass ich das nicht für so ne gute Idee halte, sich so sehr im Netz, oder generell außerhalb des guten Bekanntenkreises zu offenbaren. Wenn man eh schon angeknackst ist, bin ich mir nicht sicher, ob man da über jeden Mistkommentar steht, der nicht das "virtuelle Avatar", sondern einem selbst betreffen.

      Andererseits kenne ich auch Videos wie das von Jay Jiggy, der da nie ein Geheimnis draus gemacht hat, dass er darunter leidet. Gut, ganz objektiv kann ich da nicht rangehen, weil ich ihn als Künstler schätze. Aber ich hing da in den 40 Minuten schon an den Lippen. Es war ... eine interessante Perspektive und ein Video, von dem manche in ähnlichen Situationen durchaus was haben können. Hach, schwer ...



      Soup? schrieb:

      Dabei hab ich mich gefragt, ob sich das nicht irgendwie negativ auf die Berufschancen auswirken wird? Die wenigsten werden durch Youtube vermutlich ihren Lebensunterhalt verdienen - alle anderen werden nebenbei eine Ausbildung machen, oder studieren. Denke mir nur, dass das doch unter Umständen schwierig wird, wenn der potenzielle Chef Videos von den Personen im Netz sieht, auf denen selbige ihre psychischen Erkrankungen entblößen.Wie seht ihr das?
      Möglich, aber unwahrscheinlich, wenn man klein ist, das Pseudonym nicht offensichtlich mit dir in Verbindung zu bringen ist und man die Impressumspflicht ignoriert (oder was anderes angeben kann).
      Java is to JavaScript what Fun is to Funeral
    • Es ist ganz einfach: Tretet im Netz niemals mit eurem richtigen Namen auf, dann könnt ihr auch nicht gefunden werden.

      Bezüglich Erkrankungen: Wenn die Erkrankung in irgendeiner Art und Weise einen Einfluss auf die Arbeit haben könnte, würde ich das immer proaktiv ansprechen. Ehrlichkeit währt am längsten.
      Mein Let's Play Channel

      Gute Musik gefällig? Hier gehts zu meinem Heavy Metal Channel. :evil:
    • Ich denke es ist ziemlich abhängig davon wo man sich bewirbt, was man hat und wie man es auf YouTube bringt. Denn so ernst psychische Krankheiten auch sind: Es gibt da auch viele Fälle, wo ich mich frage, warum die in ihrem Zustand auch noch richtig schlechte Videos hochladen. Wenn jemand damit aber wirklich gut und offen umgeht, kann das sicherlich auch wieder ein Pluspunkt sein, gerade weil heutzutage in einigen Bereichen "Menschen" gesucht werden.

      Und jetzt unabhängig ob man eine psychische Erkrankung hat: Wer einen Job im Online-Bereich sucht, muss seinen Kanal nicht zwingend geheim halten, sondern kann ihn auch als gute Referenz nutzen. Wenn ich sehe was auf Konferenzen im Onlinebereich an Wissen vermittelt wird, ist man als YouTuber auf einem ziemlich guten Wissensstand, bei dem was man sich selbst alles beibringt.
      RimWorld Mo | Mi | Fr | So 16 Uhr
      Two Point Hospital Di | Do | Sa 16 Uhr
      My Time at Portia Mo | Mi | Fr | So 17 Uhr
      Cities: Skylines Di | Do | Sa 17 Uhr
    • Ich habe gerade mal meinen echten Namen gegoogelt und keine Youtube-Videos gefunden (über tetsuo191 als Suchbegriff finde ich sie). Google kann intern meinen echten und den Nickname definitiv in Verbindung bringen. Offenbar haben sie sich in Mountain View genau über sowas Gedanken gemacht.

      Das trifft jetzt natürlich erstmal nur auf mich zu und hängt vermutlich auch von den Einstellungen des Google-Kontos ab bzw. wie man sich sonst im Netz verhält. Man sollte immer mal wieder den eigenen Namen googeln.
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