Warum geben so viele LPer einfach auf?

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    • Hacuna im Lichterwald schrieb:

      Zum Einen könnte es daran liegen, dass (aber das habe ich nicht überprüft) evtl. mehr sehr junge Menschen Youtube-LPs gucken im Verhältnis zu Erwachsenen. Und die sind selbst (viell. auch hormonell bedingt xD) eher aufgedreht und langweilen sich schnell, habe noch keine Geduld gelernt, weil zu wenig Lebensjahre u.s.w und stehen halt mehr auf laut, schrill, schnell, viel Infos und Action in wenig Zeit. Und auf der anderen Seite stehen die erwachsenen Zuschauer bis Rentner, die es ruhiger mögen, aber vielleicht nicht so vertraut mit den Suchmöglichkeiten auf YT sind, oder einfach nicht so viele sind, sodass dieses Publikum eben immer geringer ausfällt auf das jeweilige Video.
      Letztendlich ist das Internet gerade für Leute ab 40, 50+ noch immer meist eher eine unbekannte Größe, oder eine, die durch die schiere Menge an Optionen überfrachtet. Ich finde das immer faszinierend, wenn ich mit Leuten dieser Altersgruppe spreche und ihnen erstmal erklären muss, dass YouTube beispielsweise mehr ist als Bibis Beauty Palace und die Krasavice. Dass man dort Sprachlerntutorials und Heimwerkertutorials findet, die wirklich was taugen - ich habe durch Fliesenlegertutorials Fliesen legen gelernt ^^ - und dass gerade auch künstlerische Betätigung nicht zu knapp vorhanden ist. Und wenn Leute die Möglichkeiten nur nach herausragenden Skandalnudeln oder eben sehr bekannten Gesichtern beurteilen - und verurteilen - bleibt da wenig Raum, sich an etwas anderes heranzutrauen. Zwischen der Generation, die mit Social Media und YT aufgewachsen ist und den Leuten davor klafft immer noch eine enorme Lücke und damit fehlen viele mögliche Zuschauer, die eben nicht auf Kreischen und Fluchen stehen.

      Hacuna im Lichterwald schrieb:

      . LPs sind bekannt, aber es gibt zu viele. Man muss sich abheben oder geduldig sein. Und mit geduldig sind nicht mehr "nur" 5 Jahre gemeint (was auch schon lang ist), sondern ich denke das beläuft sich mittlerweile auf mind. 10 Jahre, dass man eine nennenswerte Größe erreichen kann, wenn man nichts Besonderes ist.
      Im Grunde sind Let's Plays wie alle anderen Möglichkeiten künstlerischen Schaffens ein Marathonlauf. In der Musik, beim Schreiben, beim Illustrieren und so weiter gibt es durch das Internet einerseits viel mehr Zugang zu neuen technischen Möglichkeiten, neuen Lern-Möglichkeiten, neuen Orten, um das zu präsentieren, was man im Schweiße des Angesichts produziert hat. Gleichzeitig aber ist die Konkurrenzsituation ebenfalls sehr viel größer geworden. Konnte man vor sieben bis zehn Jahren als Jungautor mangels viel Vergleichbaren noch relativ schnell Leser und Fans finden, gibt es heute ein riesiges Angebot anderer, die auch schreiben, die auch veröffentlichen, die auch Fans suchen - die Menge der bezahlenden Leser schrumpft aber laut den Zahlen des Buchhandels. Ist dasselbe wie hier, nur eben in grün ;)
      Und ohne bereits bekannte Leute, die einen pushen - in der Buchbranche Beziehungen zu populären Verlagen, etc. - bleibt einem Newcomer nur der lange Weg, der nur mit viel Ausdauer und innerer Motivation gegangen werden kann. Sobald man sich nur von äußerer Bestätigung abhängig macht für die eigene Motivation, wird das nix.

      alionsonny schrieb:

      Die "gechillten Leute" schaffen es eher dran zu bleiben und nicht aufzugeben. Nach meiner Erfahrung hat das aber etwas damit zu tun, daß "gechillte Leute" nicht von Ungefähr gechillt sind. Die haben meist schon einiges hinter sich und wissen sich Grenzen und Ziele zu setzen. Gechillt sein will gelernt sein und ist meist Folge eines rauhen und ziemlich schmerzhaften Lernprozesses. Meistens reden sie aber nicht viel darüber und deshalb denken die meisten, sie wären schon so auf die Welt gekommen
      Da sagst du was wahres. Ich ertrage diese ganzen Kreisch-, Dauerfluch-, Sichkünstlichaufreg-Letsplays überhaupt nicht, Menschen mit einem solchen Verhalten finde ich auch im realen Leben sehr unangenehm; die meide ich aus Erfahrung. Vermutlich ist die Zielgruppe für chilligere Letsplayer auch gerade dort zu finden, wo Menschen sind, die diesen "Lebensverdienst" erkennen und anerkennen - und eben damit auch zu schätzen wissen. Natürlich könnte man mit Gebrüll und Fluchen und Sich-Aufregen vermutlich deutlich mehr (und vermutlich auch jüngere) Zuschauer ansprechen, aber das will ich gar nicht. Ich freue mich, dass ich entspannte Zuschauer habe, die auch ein sehr ruhiges Letsplay eines Spieles, bei dem nicht viel Action abgeht, zu schätzen wissen. Da macht mir das Aufnehmen gleich doppelten Spaß, weil das was ist, das ich indirekt mit denjenigen teilen kann, bei denen ich weiss, dass sie Bock drauf haben.

      Hacuna im Lichterwald schrieb:

      Jetzt bin ich an dem Punkt, wo ich noch rätsele, wie das Ganze möglichst gut zu bewerkstelligen ist, aber es sich nicht mehr alles darum dreht.
      Ich würde mal wetten, dass das eine Frage ist, die für die meisten akut bleibt, die sich ein bisschen länger als zwei Monate mit YouTube beschäftigen und regelmäßig uploaden. In meinem ersten Jahr YT war das teilweise ein riesiges Problem für mich, weil ich viel ausprobiert hatte, aber meine Routine lange nicht gefunden. Dann ist auch mal mehr Zeit draufgegangen, und für mich als Freelancer bedeutet das auch, dass es unbezahlte Zeit ist, die irgendwo im luftleeren Raum endet - da musste ich irgendwann sehr deutlich die Bremse reintreten, um nicht in eine Ecke zu gelangen, in der ich zwar sehr viel arbeite, aber kein Geld reinbringe.
      Inzwischen habe ich mir meine festen Zeiten zusammengesucht, die sich rings um alles andere herumgruppieren - schreibe ich beispielsweise einen Artikel, kann ich nebenher ohne Probleme vorbereitete Elemente zu einem Video zusammenbasteln und das rendern lassen. Ohne ein hohes Maß an Planung funktioniert das für mich nicht wirklich, ebenso Disziplin.

      Um es mal ganz platt zu sagen: ich mag die Games alle, die ich letsplaye, aber ich habe nicht immer dann genau Bock drauf, sie zu spielen, wenn mein innerer Terminplan einen freien Slot für Aufnahmezeit ansteuert. Da beiße ich dann die Zähne zusammen und trete mich innerlich, dann wird's auch wieder. Aber gerade diese Art Zähnezusammenbeißen ist was, an dem viele Leute ihren Knackpunkt erreichen dürften - wie bei jeder Art von Arbeit macht auch YT nicht immer Spaß.
      Ich wünsche dir, dass du da deine Balance findest :) ich habe zB gute Erfahrungen mit festen Tagen gemacht, an denen meine bessere Hälfte Vorrang hat, wir also auf jeden Fall was zusammen machen - und diese Tage halte ich beinhart ein, komme was wolle. Einzige Ausnahme bilden Arbeitsverpflichtungen wie ein Messebesuch oder ähnliches, wo sich der Termin durch äußere Faktoren nicht schieben lässt.
      Nerd-Gedanken: YouTube | Blog - schaut doch mal 'rein! ;)
    • alionsonny schrieb:

      @Hacuna im Lichterwald
      Habe jetzt einige Videos gesehen -> Seelenverwandte -> Schön Dich getroffen zu haben. Live STRONG and prosper

      @alionsonny Das ist etwas sehr schönes, wenn man Menschen findet, die einem sehr ähnlich sind! :)

      @Nerd-Gedanken Ich stimme dir in allen deinen letzten Ausführungen sehr zu! Ich möchte z.B. mich gar nicht in die Richtung "laut und auffällig" verändern, um mehr Zuschauer zu bekommen. Das könnte ich mit meinem Gewissen und meinem Wesen nicht vereinbaren, weil ich einfach nicht so bin, nie so war, nicht mal als Kind. Und - ich - mag - es - so. Und das sind auch genau die LPs, die ich mir bei anderen gerne angucke.
      Ja, was die Zeiteinteilung angeht, da mache ich es genau wie du, Wochenende steht komplett dem Partner, bzw. uns zur Verfügung, ebenso wie ein ab und zu wechselnder freier Tag in der Woche. Alle anderen Tage wird dann so aufgenommen und getan, dass es für die freien Tage reicht. Für Urlaube produziere ich vor, dass ich auch da i.d.R. die ganze Zeit für die Partnerschaft habe, da es sowieso schon schwer ist, gemeinsam Urlaub zu bekommen.

      Was mich mehr beschäftigt in Sachen "wie am besten mache ich das alles" ist die Frage nach dem Erfolg. Anfängliche Fragen "Was mache ich falsch? Warum passiert einfach keine nennenswerte Steigerung?" etc. haben sich mit vielen fiesen Gefühlen vermischt und ich muss mich immer wieder motivieren, nicht aufzugeben. Letztens habe ich einen Kommentar von jmd. bekommen, der mit YT aufgehört hat nach, glaube etwas über 1k Abos. Und er berichtete von seinen Frustrationen und fragte, was mich da am Laufen hält etc. Und obwohl ich da positives berichten konnte, denn sonst wär es längst fehlgeschlagen, hat mich das doch auch wieder nachdenklich gemacht. Dann kamen kurzzeitig gesundheitliche Probleme dazu und bäm! is man auch in der Negativ-Schleife drin, wenn man viel Zeit zum Grübeln und wenige zum Machen hat. Immer gefährlich, wenn man noch nicht seinen "inneren Buddha" gefunden hat. xD
      Was mir dann viel geholfen hat, is so ne Meditations-App, die recht gut gemacht ist. Hat mich oft runtergeholt von den falschen Wegen.

      Edit:
      Zu Obigen sei dazu gesagt, dass ich meine Motivationen, warum ich überhaupt LPs mache, oder auch gestreamt habe, schon ix mal durchgegangen bin, analysiert habe und teilweise über Bort geworfen habe.
      Aber letztlich ist das "Es macht Spaß und gibt mir dieses und jenes" zwar definitiv die Basis bei mir, aber man wünscht sich dennoch auch, dass die Arbeit von vielen gesehen und gewürdigt wird. D.h. dies ist einfach kein Hobby, welches allein von sich selbst bestehen kann. Es braucht die Energie von außen durch positives Feedback, Kontakte, soziales Miteinander, gerade weil man so unglaublich viel in Vorleistung gehen muss und reinsteckt!
      ~ Relaxing LPs (no asmr) ★ Youtube-Kanal ~

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hacuna im Lichterwald ()

    • Ich sehe YT als eine Möglichkeit, meinen Fähigkeitshorizont zu erweitern. Ich bin seit dieser Woche selbständig als Social Media Manager/Berater und dort braucht man (mittlerweile) auch Kenntnisse in Bildbearbeitung und idealerweise auch Videoerstellung und -schnitt. Da habe ich mir (damals schon im November letzten Jahres, als ich angefangen habe) gesagt: "Selbst wenn gar nichts dabei rauskommt, so hast Du immer noch unheimlich viel gelernt in Sachen Bild- und Videobearbeitung."

      Und die Kreativität fördert es ja auch, da ich ja auch die ganzen Texte selbst schreibe (für Social Media) und im Video frei spreche. Und mittlerweile mache ich mir auch Gedanken, was man sonst so für Formate machen kann um nicht "nur" beim LP zu bleiben.
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      Nerd-Gedanken schrieb:

      Letztendlich ist das Internet gerade für Leute ab 40, 50+ noch immer meist eher eine unbekannte Größe, oder eine, die durch die schiere Menge an Optionen überfrachtet. Ich finde das immer faszinierend, wenn ich mit Leuten dieser Altersgruppe spreche und ihnen erstmal erklären muss, dass YouTube beispielsweise mehr ist als Bibis Beauty Palace und die Krasavice. Dass man dort Sprachlerntutorials und Heimwerkertutorials findet, die wirklich was taugen - ich habe durch Fliesenlegertutorials Fliesen legen gelernt - und dass gerade auch künstlerische Betätigung nicht zu knapp vorhanden ist. Und wenn Leute die Möglichkeiten nur nach herausragenden Skandalnudeln oder eben sehr bekannten Gesichtern beurteilen - und verurteilen - bleibt da wenig Raum, sich an etwas anderes heranzutrauen. Zwischen der Generation, die mit Social Media und YT aufgewachsen ist und den Leuten davor klafft immer noch eine enorme Lücke und damit fehlen viele mögliche Zuschauer, die eben nicht auf Kreischen und Fluchen stehen.
      50+ habe ich in der Familie zu Hauf. Ich habe jetzt nach locker drei Jahren meinen Vater dazu gebracht, YouTube auch mal als Informationsquelle zu nutzen. Er hat ständig angerufen, "Kennst du das? Taugt das was? Hast du das schon mal gehört? Kann man das so kaufen?", und ich kenne halt auch nicht das ganze Internet oder Sortiment von irgendwelchen Baumärkten auswendig. Ihn dazu zu kriegen einfach auf YouTube mal den Produktnamen einzugeben und zu schauen, ob sich damit schon mal jemand beschäftigt hat - ein elend langer Prozess. Bis vor kurzem hat sich mein Vater für alle möglichen Fragen immer Foren gesucht, er hat eine Word-Datei mit mittlerweile fünf oder sechs Seiten wo einfach nur Logins und Links zu den einzelnen Foren drin stehen. Also gerade der Generation die mit dem Internet nicht groß wurde und durch lange Zeit nicht vorhandenes Interesse das Internet oder YouTube näher zu bringen ist teilweise echt Schwerstarbeit.
      Und ja, würde man diese Leute jetzt als Zuschauer auf YouTube dazubekommen, dann würde sich die Landschaft dort wohl ein wenig verändern. Ich glaube aber nicht, das wir als Lets Player davon groß etwas merken würden. Da fehlt der Generation meist einfach das Interesse und auch die Zeit. Die gehen lieber noch raus und machen was ehe sie sich stundenlang vor den PC setzen. So zumindest meine Erfahrung.

      Bezüglich der Aufnahmen oder des Spielens allgemein ist es bei mir so, das mein Kanal einfach Hobby ist. Alleine was spielen finde ich langweilig, wenn das Spiel also per se keinen Multiplayer bietet ist es für mich jetzt durch YouTube dennoch ganz interessant, weil ich es über den Umweg YouTube mit anderen teilen kann. Das hat einen neuen Reiz reingebracht der vorher nicht da war. Dazu kam das Interesse sowas einfach mal ausprobieren zu wollen. Genaue Vorstellungen hatte ich nie, ich habe auch am Anfang ziemlich planlos mein Equipment zusammengekauft weil ich einfach mal rumprobieren wollte. Ich kann da nur für mich sprechen, aber wäre ich da am Anfang schon mit einem großen Plan und viel Vorarbeit im Bezug auf Equipment wählen, Software kaufen, usw. ran gegangen, hätte es für mich den Reiz als Hobby sofort verloren. Ich persönlich bin jemand der sich in ein Hobby reinarbeitet, der erst mal schnuppert und bei gefallen dann weiter und weiter macht und sich auch verbessern oder besser aufstellen möchte. Anders wäre es gewesen wenn mein Ziel wäre damit z. B. auf lange Sicht Geld verdienen zu wollen oder zu sagen ich muss zwei Jahre nach Start mindestens 10.000 Abos haben. Dann hätte ich da viel mehr Energie und Zeit drin investiert, hätte vielleicht andere Dinge zurückgestellt wenn ich mir sicher gewesen wäre diese Ziele zu erreichen. Aber zum einen ist es eben als Hobby immer schon geplant gewesen und zum anderen bin ich Realist genug um schon direkt gewusst zu haben das ich für/auf YouTube absolut irrelevant sein werde und mit meiner doch eher ruhigen und gemütlichen Art in den Aufnahmen für 80 - 90% der Zuschauer die sich Lets Plays auf YouTube anschauen einfach eine langweilige Schlaftablette sein werde. Dazu kommt das ich in vielen Spielen ein einfacher Durchschnittsspieler bin. Es ist also vielleicht ganz unterhaltsam, aber es bricht der komplette Zweig derer weg die zuschauen, weil sie davon vielleicht noch etwas lernen können. Es gibt Spiele wo ich vieles vermitteln könnte und auch wirklich so gut bin das daraus für meinen Kanal Profit schlagen könnte, aber die nehme ich eigentlich kaum auf bzw. es sind oft Aufbaustrategie/Wirtschaftssimulationsspiele wofür der Zuschauer einen langen Atem braucht und die dann einfach nicht laufen - und da ich meine Videos nicht zu Highlightvideos cutte tut sich das kaum jemand an.

      Rein von den technischen Mitteln her fühle ich mich zeitgemäß und gut aufgestellt, aber durch meine Einstellung das es nur Hobby ist und ich mache was mir gefällt, wann es mir gefällt und wie es mir gefällt habe ich automatisch nicht nur die Handbremse von meinem Kanal angezogen sondern stehe zusätzlich noch mit gut Druck auf der normalen Bremse. Aber nicht das jemand meint ich beschwere mich jetzt, ich bin absolut im reinen mit mir und meinem Kanal. Ich kann nicht mehr Zeit aufbringen im Moment. Ich bin selbstständig und arbeite da viel, und meine Prioritäten sind so verteilt das ich nach der Arbeit lieber Zeit mit Familie und Freunden verbringe statt mir Pläne zu schmieden wann ich aufnehme und dann zum Beispiel meiner Partnerin sage "Du sorry, die nächsten zwei Stunden nehme ich auf, bitte störe mich nicht". Sowohl sie als auch ich haben berufsbedingt viel zu tun, weshalb gemeinsame Zeit ganz oben steht. Da sie deutlich früher schlafen gehen muss als ich bleiben mir somit die späteren Abendstunden zur Aufnahme. Da wiederum zocke ich dann gerne einfach mal so mit meinen Kumpels und nehme das auch nur in vielleicht 2 von 10 Fällen mal auf. Sobald ich sage ich würde gerne was aufnehmen ist die Stimmung nämlich anders, man redet über nichts privates mehr, ist eher höflich korrekt und halt etwas oberflächlicher. Ich kann das also mit den jeweiligen Partner gut nachvollziehen, wenn man sich zu sehr in YouTube verliert kann das extrem viel Zeit kosten, die Balance finden ist nicht immer einfach - vor allem dann nicht, wenn man es etwas professioneller betreiben möchte als z. B. ich es mache.

      Vielleicht ist es in 3-4 Jahren bei mir auch wieder anders, dann steht ein Umzug an da meine Partnerin bis dahin berufliche Weiterbildungen abgeschlossen hat, dann wird sich unser gesamter Alltag ändern. Wer weiß wie es dann ist. Vielleicht hänge ich das Hobby dann auch wieder an den Nagel. Ich habe viele Ideen und viele Dinge auf die ich Lust habe, die aber fast alle mein Arbeitsumfeld betreffen. Vermutlich wird das irgendwann dazu führen das ich mit YouTube aufhören werde um mehr Zeit zu haben. Das klingt schrecklich nach Workaholic :D Aber das was ich mache, macht mir unheimlich viel Spaß und begann vor 20 Jahren als Hobby. Damit konnte ich mich unabhängig machen und habe mir durch Fleiß lokal einen Ruf erarbeitet der es mir erlaubt, komplett auf Werbung zu verzichten. Sowas in der Art auf YouTube zu erreichen wäre ein Traum und würde wahrscheinlich unfassbar viel Spaß machen aber wenn ich das vergleiche glaube ich, dass bei einer solchen Zielsetzung YouTube ein viel härterer Job wäre als das was ich mir bislang aufgebaut habe. Ich würde auch nicht mit einem Gronkh tauschen wollen, der wird vermutlich und wenn er sich halbwegs clever angestellt hat finanziell ausgesorgt haben, aber ich finde den Preis dafür recht hoch. Er hat das große Glück mit Pan eine an der Seite zu haben die im Grunde das gleiche macht. Ich glaube bei einem Partner oder einer Partnerin mit anderen Interessen oder einfach einer anderen Erwartungshaltung an solche Sachen gäbe es, wie es @Hacuna im Lichterwald angedeutet hat, schnell mal Enttäuschungen oder schlimmeres. Andererseits wächst man bei YouTube ja quasi da rein wenn man plötzlich einen Hype um seine Person oder den Kanal generiert. Plötzlich läuft es und man wächst und wächst, dann ergeben sich neue Möglichkeiten, Einnahmequellen und so weiter - in manchen Fällen hat man sich das also vielleicht gar nicht so wirklich aussuchen können. Ich habe großen Respekt vor Leuten die dann den Schritt wagen und sagen YouTube ist meine Einnahmequelle und fokussieren sich darauf. Der Markt ist so groß und schnelllebig das sowas schnell nach hinten los gehen kann. Und dann sitzt man wenn man Pech hat hinterher alleine da: Kanal geht nicht mehr, Partner/in durch die ganze Arbeit womöglich vergrault und der Job fehlt auch. Schwierig alles. Ich jedenfalls hätte extrem große Angst davor mich von YouTube oder von mir aus auch Twitch (oder beidem in Kombination) abhängig zu machen. Da müsste ich schon monatlich so viel verdienen das ich innerhalb eines Jahres so viel zur Seite legen kann, um ein Jahr überbrücken zu können ohne Einschränkungen haben zu müssen falls es mal nicht mehr läuft und ich mir was neues aufbauen müsste. Da kommt man aber von heute auf morgen nicht mehr hin. Gut, zugegeben, sich selbstständig zu machen ist ein Himmelfahrtskommando mit ähnlicher Fallhöhe, aber da kann man zumindest wenn man sich etablieren konnte kalkulieren wie die Dinge laufen. Bei YouTube ist selbst das ziemlich unmöglich finde ich.

      Daher mein Fokus: Familie/Freunde - Arbeit - Hobbies/Freizeit. Ich lasse YouTube oder Aufnahmen sofort links liegen wenn jemand fragt ob er zu besuch kommen kann etc., da setze ich die Prioritäten dann schon recht strikt. YouTube rennt mir nicht weg, Freunde oder die Partnerin irgendwann schon wenn ich nicht aufpasse. Aber wie gesagt, die richtige Balance finden wenn man andere Herangehensweisen als meine verfolgt ist wahrscheinlich recht problematisch. Gerade wenn man sich in dem Thema völlig verliert.


      Nerd-Gedanken schrieb:

      In meinem ersten Jahr YT war das teilweise ein riesiges Problem für mich, weil ich viel ausprobiert hatte, aber meine Routine lange nicht gefunden.
      Ich experimentiere selbst heute noch :D Ich sauge immer Videos auf wo man bei anderen YouTubern mal hinter die Kulissen schauen kann, finde das extrem spannend. Ich würde auch nicht behaupten schon groß einen eigenen Stil zu haben, dafür ist das bei mir von Aufnahmesession zu Aufnahmesession zu unterschiedlich wie ich die Begrüßungen mache oder wie redselig ich bin. Letzteres wird bei mir auch vom Spiel beeinflusst, wenn ich mich konzentriere neige ich zum Schweigen, was mir dann nach ein paar Minuten auffällt und ich mich dann dafür entschuldige :D Also da ist insgesamt noch viel Luft nach oben, gefühlt befinde ich mich immer noch in der Ausprobier- und Testphase.
    • Hi,

      da ich jetzt den Großteil gelesen habe, dacht ich schreib auch mal was dazu.

      Ich habe vor ca 4 Jahren Angefangen (Wer mein erstes Videos anschaut ist selber schuld^^) und bis heute nur eine "Auszeit" genommen wegen Beruflicher Neuorientierung. Habe danach wieder angefangen mit LPs. Bis vor der Neuorientierung lief alles ok, Abos kamen rein (Viel durch meine Tutorials) und einige Views. Habe mich dann aber nach der Pause auch in sachen Spiele geändert, also von Simulatoren (EST2 usw) auf Survival usw. (Momentan Green Hell). Das hat nun zur Folge das auch meine Com nun halt nicht mehr da ist, Abos sind da aber kaum einer schaut rein.

      Somit haben dann viele/einige hier zwar weniger Abos als ich, dafür aber mit sicherheit mehr Views. Wenn ich auf 20-30 Komme mache ich Freudentänze. Wobei ich sagen muss das ich mir auch nicht mehr so viel Arbeit mache wie vorher. Habe damals auch alles mit SSM unf MeGui gemacht, was mir aber mit der Zeit viel Speicher und zu viel Zeit gefressen hat (30 min Video 2 Std zum Encoden und 1-1,5 Std zum Hochladen).

      Momentan überlege ich wieder den Aufwand von damals wieder auf zu nehmen, da die Videos einfach besser aussahen. Aber ich bin auch nicht an dem Punkt wo ich sage: Ich mache schluss. Ich kann irgendwie nicht, mir würde es fehlen die Videos zu machen und mir was dazu zu überlegen usw.

      Einer hat geschrieben das die Spiele mit Handlung wohl nicht gut rüber kommen. Da muss ich wohl voll und ganz Zustimmen. Ich Spiele momentan "Styx: Master of Shadows" und "Green Hell", Styx hat im schnitt um die 5 Views und Green Hell um die 20. Wobei ich momentan denke das ich es mit GH zu viel zeige. (Di-So 18h und Mi-Fr-So um 12 die Herausforderungen.)

      Grüße

      P.S.: Ja Signatur ist nicht Aktuell^^
    • Hallo zusammen,

      Dachte mir, ich gebe mal meine "2 Cents" dazu, auch auf die Gefahr hin, dass einiges von dem von mir geschriebenen hier schon in ähnlicher Form erwähnt wurde. :)
      Bei mir war es eigentlich ganz ähnlich wie hier bereits mehrfach erwähnt: Angefangen habe ich anno 2012 mit nem schlappen Laptop, ner Trial-Version von Debut und dem eingebauten Mikrofon ^^ . Ich habe anfangs dann nur alte Spiele (DOS, C64 usw.) aufgenommen, ohne dabei etwas Mühe in die Gestaltung zu legen. Will heißen: Die Dinger einfach wie wild hochgeladen, ohne irgendeine Nachpflege (Thumbnails, spezielle YT-Funktionen usw..). Als dann die ersten Views kamen, war ich natürlich extrem euphorisch, habe dann aber schnell den Kopf in den Sand gesteckt, als beispielsweise Kommentare und Abos ausblieben. So kam dann der Zeitpunkt, wo ich einfach keinen Bock mehr gehabt habe. Warum? Weil ich glaubte, die Welt wartet nur auf genau meine Videos. Ich hatte mir doch solche Mühe gegeben! ;)
      Doch seit kurzem (was heißt ein kurzer "Break" von ca. 5 Jahren) hat es mich wieder "erwischt" - Ich hatte angefangen mich tatsächlich auch mit der Materie "Let's Plays" auseinander zu setzen. Worte wie "Kanalpflege" oder die Tatsache, dass ich mich innerhalb einer Community bewege, bekamen erst jetzt langsam für mich einen Sinn und ich habe schnell gemerkt, dass Let's Plays und YouTube einfach keine Selbstgänger sind. In den letzten 4 Wochen habe ich bestimmt mehr Energie und Mühe in mein "neues altes" Hobby gelegt, als dies in den Jahren zuvor der Fall war. Und ich habe vor allem in diesen 4 Wochen mehr Resonanz bekommen, als in den Jahren zuvor. Ich muss natürlich immer noch viel lernen, aber wisst ihr was: Gerade das macht mir Spaß. Immer wieder schauen, wo kann ich mich verbessern? Was für einen Anspruch habe ich selber? Ich mochte es schon immer, kreativ zu sein und Sachen "mit meinen eigenen Händen" zu erschaffen - warum dann nicht dies in Form von Let's Plays tun? Versteht mich nicht falsch, ich habe hier nicht den Anspruch, in irgendeiner Form der Beste zu sein oder zu werden und halte meine Präsentation und meine Let's Plays auch nicht für das Maß aller Dinge. Aber über jeden Comment, jedes Abo freue ich mich wie ein Schneekönig. Dabei geht es nicht darum, besonders viel davon anzuhäufen. Wenn auch nur einer das mag, was ich hier (versuche) rüber zu bringen, dann ist das für mich einfach eine prima Bestätigung, dass das, was ich mache nicht soooo falsch sein kann :)
      Wie bereits angesprochen, ich bin noch lange nicht am Ziel, aber der Prozess des stetigen Lernens was das "Let's Playen" betrifft, macht mir extrem viel Spaß. Und das auch (und das soll jetzt wirklich kein diffuses "Fishing for compliments" werden :P ), weil es eine tolle Community gibt - diese hier. Denke, das kann ich auch als totaler "Newbie" hier schon sagen.

      Kurzum: Ich denke, viele geben auf, weil sie sich (krass gesagt) 10000 views mit ihrem ersten Let's Play erhoffen. Aber warum passiert dies? Weil sie sich nicht bemühen. Weil sie sich wahrscheinlich auch nicht mit der Materie beschäftigen. Und evtl. auch, weil viele das Thema "Let's Plays" mit einem Leistungsdruck in Verbindung setzen. Aber das darf es nicht sein - es muss platt gesagt Spaß machen und darf nicht in Arbeit ausarten. Nur so findet man seinen eigenen Stil, basierend auf der eigenen Kreativität und Lernfähigkeit. Und ganz wichtig - ich denke, viele sind nicht kritikfähig, sondern empfinden Verbesserungsvorschläge als Affront und reagieren wie ein beleidigter Künstler, dessen Werk nicht richtig geschätzt wird. Aber auch das ist meiner Meinung nach Grundlage einer Community.... :)

      Puh - jetzt ist das doch ein ganzer Roman geworden und ich habe ganz schön geschwurbelt. Bitte verzeiht mir, hier im hohen Norden sind heute mehr als 10°C und die Sonne scheint, ich komme eben vom Einkaufen zurück und riesige Osterhasen kreuzen meinen Weg. Da ist es doch kein Wunder, wenn ich solche Gehirnkapriolen hier an den Tag lege :D

      Also in diesem Sinne - Ganz liebe Grüße und frohe Ostern an alle hier.
      -Martyr
    • Hacuna im Lichterwald schrieb:

      Aber letztlich ist das "Es macht Spaß und gibt mir dieses und jenes" zwar definitiv die Basis bei mir, aber man wünscht sich dennoch auch, dass die Arbeit von vielen gesehen und gewürdigt wird. D.h. dies ist einfach kein Hobby, welches allein von sich selbst bestehen kann. Es braucht die Energie von außen durch positives Feedback, Kontakte, soziales Miteinander, gerade weil man so unglaublich viel in Vorleistung gehen muss und reinsteckt!
      Hmm ... ich muss sagen, diese Aussage sehe ich eher kritisch, weil es ein bisschen wirkt, als würdest du einen großen Teil deines Spaßes aus eben dem Feedback der Zuschauer holen. Meine Erfahrung auf dem Weg von 100 zu 1000 Abonnenten besagt allerdings, dass dieses Feedback in der Regel nicht kommt. Klar, es wird immer mal wieder Leute geben, die eine LP-Serie von vorn bis hinten kommentieren, weil sie das Spiel/den Spielstil/die Fails etc. mögen. Die größere Masse sind allerdings die Leute, die clicken und das war's. Die meisten vergeben nichtmal ein Like, wenn sie ein Video gesehen haben und Spaß damit hatten - ich habe auch einige Videos, die auf über tausend bis zehntausend Views kommen und deren Likeanzahl, obwohl es anscheinend oft und lange geschaut wird, absolut überschaubar bleibt.

      Das Feedback hält sich schlicht immer im Rahmen, das heisst, selbst wenn du gut laufende Videos hast, wird immer eine gewisse Lücke zwischen dem, was zurückkommt und dem, was du dir vielleicht erhoffst, bleiben. Und daraus entwickelt sich dann leicht eine Abwärtsspirale, die dich eher deprimiert als aufbaut - und das, obwohl dir Leute (siehe Alisonsonny) öffentlich erklären, wie gut sie deine Inhalte bzw deine Art finden. :)
      Vielleicht hilft es dir ja, auch für die innere Motivation, dir ein Game zu suchen, das du gemeinsam mit einem Freund/einer Freundin zockst und aufnimmst, denn dann kommt der Spaß schon durch das miteinander, und man freut sich automatisch auf die nächste Session schon des Spielens wegen, weniger wegen dem Hintergedanken an mögliches Feedback aus der Community - das Feedback durch den Mitspieler/die Mitspielerin ist dann unmittelbarer und direkter und du hast auf jeden Fall schon bei der Aufnahme selbst einen spürbaren Gewinn.

      Game8 schrieb:

      Aber zum einen ist es eben als Hobby immer schon geplant gewesen und zum anderen bin ich Realist genug um schon direkt gewusst zu haben das ich für/auf YouTube absolut irrelevant sein werde und mit meiner doch eher ruhigen und gemütlichen Art in den Aufnahmen für 80 - 90% der Zuschauer die sich Lets Plays auf YouTube anschauen einfach eine langweilige Schlaftablette sein werde. Dazu kommt das ich in vielen Spielen ein einfacher Durchschnittsspieler bin. Es ist also vielleicht ganz unterhaltsam, aber es bricht der komplette Zweig derer weg die zuschauen, weil sie davon vielleicht noch etwas lernen können.
      Es gibt glücklicherweise gar nicht wenige Leute, die genau das mögen - eine ruhige Art, eine gemütliche Aufnahme, den Durchschnittsspieler, der sich dann auch einfach mal durchbeisst, wenn es mal schwierig wird. Ich mache es ja auch nicht groß anders, und bei nicht wenigen Zuschauern bekomme ich nach und nach die Rückmeldung, dass sie gerade der Fails wegen gerne zuschauen und sich davon unterhalten lasse. Die Masse dieser Leute ist halt (noch) geringer als die der hypesüchtigen Kiddies, die man nur mit schnellen Schnitten, Geschrei und Gefluche bekommt, aber die würde ich auch gar nicht haben wollen.
      Und: Wenn du dich in einem Game wirklich gut auskennst, dann sind Tutorials zu Bossen, Problemstellungen etc. immer eine gute Sache - das erhöht die Findbarkeit des Channels ungemein. Meine meistgeclickten und meistgesehenen Videos sind Tutorials.

      Game8 schrieb:

      Ich jedenfalls hätte extrem große Angst davor mich von YouTube oder von mir aus auch Twitch (oder beidem in Kombination) abhängig zu machen. Da müsste ich schon monatlich so viel verdienen das ich innerhalb eines Jahres so viel zur Seite legen kann, um ein Jahr überbrücken zu können ohne Einschränkungen haben zu müssen falls es mal nicht mehr läuft und ich mir was neues aufbauen müsste.
      Diese Voraussicht bzw. diesen Planungsansatz haben die meisten 'ich will 10000 Abos in einem Jahr' Neu-Youtuber schlicht nicht, denke ich - da scheint der Gedanke vorzuherrschen, dass man einfach nur eine Riesenmenge Zuschauer bräuchte, und dann findet sich der Rest von selbst. Dass dann die Arbeit erst richtig anfängt, ist den meisten wohl gar nicht so bewusst. Letztendlich scheint mir dieser 'ich will von YouTube/Twitch" Hype vor allem von dem Gedanken bestimmt, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Geld zu verdienen und das funktioniert in keinem Geschäftsbereich :D ausser man ist von Beruf Sohn oder Tochter und die Eltern werfen einen mit Geld zu bis man quiekt.

      WoBra schrieb:

      Einer hat geschrieben das die Spiele mit Handlung wohl nicht gut rüber kommen. Da muss ich wohl voll und ganz Zustimmen. Ich Spiele momentan "Styx: Master of Shadows" und "Green Hell", Styx hat im schnitt um die 5 Views und Green Hell um die 20.
      Das ist glaube ich ein generelles Ding - storylastige Spiele haben meist vor allem einen Lösungsweg, den wollen viele Leute einfach selbst erleben und genießen, anstelle ihn bei anderen zu sehen. Gerade Survivalgames aber lassen dir viel Freiheit und da ist das Spiel dann von Spieler zu Spielerin total verschieden, die Leute scheitern an anderen Punkten oder stellen sich bei unterschiedlichen Sachen blöd an. Das ist immer wieder ein neuer Reiz beim Angucken - ich kenne Zuschauer, die sich zB Conan Exiles bei verschiedenen LPern angucken. Beim einen wegen des Baufokus, bei anderen wegen der harten Action und dem Skill, den dritten wegen der Fails - dasselbe Spiel, drei unterschiedliche Herangehensweisen, und alle haben ihre Berechtigung.
      Den meisten Erfolg auf meinem Channel hatte ich genau mit solchen 'play it your way' Games, nicht mit Storylastigem.

      Martyr7788 schrieb:

      Wie bereits angesprochen, ich bin noch lange nicht am Ziel, aber der Prozess des stetigen Lernens was das "Let's Playen" betrifft, macht mir extrem viel Spaß.
      Das kann ich nur unterschreiben - und das ist etwas, das mich auch nach zwei Jahren und diversen Durststrecken noch immer motiviert. Dieser Lernprozess gibt mir unglaublich viel. :)
      Nerd-Gedanken: YouTube | Blog - schaut doch mal 'rein! ;)
    • Mir ist schon klar, dass längst nicht alle Kommentare schreiben und ich erwarte auch nicht, dass jemand zu jedem Video Kommentare schreibt. Aber ohne Feedback oder eine Community wie hier würde ich wohl auch schnell das Interesse verlieren...
    • Erstmal danke an @Nerd-Gedanken für den Hinweis, dass ich evtl. zu viel Gewicht in die Reaktionen auf meine Videos lege. Das kann durchaus sein und ich werde mir Gedanken dazu machen.

      Dann möchte ich mal die Frage in die Runde werfen: Wenn der Spaß nur das Spielen wäre, müsste man es ja nicht veröffentlichen. Also was macht euch besonders Spaß am Let's Playen, was gibt euch dabei am meisten Mehrwert für euch selbst?
      @Nerd-Gedanken und @Martyr7788 erwähnten da für sich die Weiterentwicklung z.B.

      Auch wenn die Frage für mich selbst noch nicht gänzlich geklärt ist, so habe ich folgendes bei mir beobachtet:
      Wenn ich schlecht drauf bin, holt mich Aufnehmen aus meiner Negativ-Gedankenspirale, lenkt mich ab, macht mich wieder positiv. Nicht zuletzt natürlich, weil ich eigentlich ein positiver Mensch bin und entsprechend in den Videos spreche, aber der Prozess an sich gibt mir den nötigen Schubbser, dass es mir wieder besser geht. Ein weiterer Punkt ist, dass ich - bevor ich mit Streamen und LPs angefangen hatte - zwar schon lange Gamerin war, aber meine Orientierung in der Gaming-Welt etwas verloren hatte und an keinem Spiel mehr so richtig Freude fand. Durch's LPen kam das wieder, wenn auch in einer anderen Art. Jetzt macht auch privat Spielen wieder Spaß. Und auch ich kann bestätigen, dass die eigene Persönlichkeitsentwicklung mir ebenfalls ein wichtiger Punkt geworden ist. Ich hatte anfangs nicht geahnt, dass das so einen großen Stellenwert in diesem Bereich annehmen würde. Mittlerweile ist diese Entwicklung hier wesentlich größer als in anderen Bereichen meines Lebens. Und ich würde nicht mehr drauf verzichten wollen.
      ~ Relaxing LPs (no asmr) ★ Youtube-Kanal ~
    • Hacuna im Lichterwald schrieb:

      Wenn ich schlecht drauf bin, holt mich Aufnehmen aus meiner Negativ-Gedankenspirale, lenkt mich ab, macht mich wieder positiv.
      Da geb ich dir völlig Recht, Das geht mir ganz genau so. Schon verwunderlich, was man sich so von "der Seele labern" kann - betrifft zumindest mich :) . Finde, meistens werden es dann auch die besten Folgen...

      Hacuna im Lichterwald schrieb:

      Mittlerweile ist diese Entwicklung hier wesentlich größer als in anderen Bereichen meines Lebens. Und ich würde nicht mehr drauf verzichten wollen.
      Ganz genau! ;)
    • Hacuna im Lichterwald schrieb:

      Ich glaube sogar, die Frage nach der Motivation, bzw. dem "Was gibt es dir" ist essentiell für die Klärung der Frage
      "Warum geben so viele LPer einfach auf?"
      Denke ich auch. Die Frage ist aber auch: Was demotiviert mich? Ist es, konkret auf Let's Plays bezogen, der Mangel an Resonanz oder die Furcht vor schwindenden Abos? Wie auch immer, so etwas passiert immer aus einem Grund :) Und ich denke, dass solche Ängste unbegründet sind. Solange man sich selber treu bleibt, und den Leuten gegenüber authentisch auftritt, muss man sich auch keinen Kopf machen. Ich selber bin der absolute "Salaryman" und arbeite für ein Unternehmen, wo ich wahrscheinlich nur ein müdes Lächeln oder ein langgezogenes, grenzdebiles "ooookaaaay" ernten würde, würde ich erzählen, dass ich, platt gesagt, abends nach der Arbeit Games zocke und nen Text drüber laber und noch hoffe, dass mir dabei jemand zuhört ;) Aber gerade deswegen habe ich dieses Hobby ja auch, als Ausgleich zum täglichen Trott und auch um mir (und bestenfalls anderen) den täglichen, grauen Trott etwas bunter zu machen ^^ . Wo wir wieder bei der Frage nach der Motivation sind - hätte ich den Ausgeich der Let's Plays nicht, wäre ich definitiv ein gutes Stück unglücklicher. Vielleicht merken einige, dass eben die Let's Plays sie nicht ausfüllen. Aber für so ein Hobby kann man sich keinen Ausgleich suchen, nur um dieses aufrecht zu erhalten. Es erfordert Kreativität, Kritikfähigkeit und auch einen gewissen Einsatz. Ich finde, solange ich merke, dass ich diese Faktoren selber noch liefern kann, ist auch alles okay und falls irgendwann mal nicht - dann gehöre ich auch zu denen, die aufgeben. Aber aufgeben ist kacke. Fand ich schon immer... ;)
      Vor allem dürfen Let's Plays nicht zum Zwang werden, es soll das Reallife ergänzen und "aufhellen" - nicht dieses ersetzen.

      Sorry für den langen Text und ich hoffe das war jetzt nicht zu metaphysisch, aber wenn ich erst mal loslege :P
    • Ganz ehrlich? Ich finde, hier wird dem finanziellen Aspekt viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

      Ich hab mich vor ein paar Jahren als Let’s Player versucht, war damals auch hier im LPF unterwegs (weshalb ich immer noch ab und zu hier vorbeischaue) und habe damals natürlich immer brav betont, dass mein Kanal natüüürlich nur ein Hobby ist. ^^

      Insgeheim dachte ich anders. Ich habe Videos produziert, weil ich Geld verdienen wollte. Damals hatte ich meinen Job gekündigt und keine Lust, in meinem gelernten Beruf weiterzuarbeiten. So richtig ne Idee, was ich stattdessen machen könnte, hatte ich aber auch noch nicht. Also wuchs der Wunsch, Let’s Player zu werden. Also schwupps Kanal erstellt, mir hier ein paar Tipps geholt, ich hab sogar einen befreundeten Grafikdesigner darum gebeten, mir professionelle Thumbnails zu erstellen.

      Tja.

      Nach knapp sieben Monaten hatte ich keine 50 Abonnenten und eingesehen, dass es wirklich nichts bringt. Da half es dann auch nicht, mir einzureden, ich würde alles ja nur als Hobby machen. Für mich war es kein Hobby, sondern ein Geschäftsmodell und ich war einfach zu unerfahren und naiv, um von vornherein zu erkennen, wie mies dieses Geschäftsmodell tatsächlich ist.

      Nun kann man natürlich denken, dass ich da ein Einzelfall bin. Aber irgendwie glaube ich das nicht so recht. Schaut euch doch mal hier im Forum um. Da wird gebetsmühlenartig das Bild des Hobby-Let’s Players propagiert, aber wenn man einen kleineren Youtuber dann direkt fragt, ob er seine Videos monetarisieren würde, kommt sofort eine Antwort á la “Ja, ich hätte natürlich nichts dagegen, ein bisschen Geld damit zu verdienen”.

      Meiner Beobachtung und Erfahrung nach ist der Wunsch, mit Let’s Plays Geld zu verdienen bei sehr vielen sehr fest verankert ist. Und das Forum tut sich gewiss keinen Gefallen damit, nicht offen und vorurteilsfrei mit diesem Thema umzugehen.

      RealLiVe schrieb:

      Weil sie eingesehen haben, dass sie scheiße sind.

      Das kam bei mir auch noch dazu, auch wenn es lange gedauert hat, bis ich mir das eingestehen konnte.

      Ich bin halt kein geborener (oder gelernter) Entertainer. Natürlich fand ich mich damals, als ich mit dem Let’s Playen angefangen habe, großartig und genial und unterhaltsam usw. usf. Jetzt, mit ein bisschen Abstand kann ich sagen: Ich bin/war ein beschissener Let’s Player. Ich bin halt ne kleine Schlaftablette und es gibt keinen Grund, wieso jemand seine Zeit mit dem Anschauen meiner Videos verschwenden sollte. Heck, ich hab mir meine eigenen Videos ja nichtmal selbst angeguckt. :D

      Nerd-Gedanken schrieb:

      Meiner Ansicht nach scheitern die meisten an dem Moment, an dem aus "ohhh YouTube macht Spaß/Videos basteln macht Laune" zum ersten Mal richtig Arbeit wird. Man hat Stress im RL, weniger Zeit, das letsplayte Spiel macht vielleicht gerade nicht so viel Spaß oder man steckt in einer Durststrecke, man muss viel nebenher bearbeiten und merkt erstmalig bewusster, wie viel Zeit man in ein paar Videos reinsteckt - und bäm, ein Letsplayer weniger.

      alionsonny schrieb:

      @Nerd-Gedanken
      Da sagste was! Stress im RL und dann der Druck bloss trotzdem zu veröffentlichen oder gar aufzunehmen kann schon arg sein. Ich habe ja dieses kleine Depriproblem und wenn da mal wieder die dunklen Tage angesagt sind, ist es schon schwer dabei zu bleiben. Deshalb gab es auch schonmal kurzzeitige Ausfälle. Oder wenn die problematische Beziehung mal wieder bröckelt und die Freundin eine Nervattacke startet, möchte man auch am liebsten gar nichts machen. Ja, da kann man schon ans Aufgeben denken.

      Das ist im Übrigen etwas, das ich so überhaupt nicht verstehen kann. Auf der einen Seite verlangen alle, dass man Let’s Plays als Hobby macht. Auf der anderen Seite wird Druck aufgebaut, weil der Let’s Player sich gefälligst an seinen Uploadplan zu halten hat und für seine drei Abonnenten täglich neuen Content liefern muss. Projekte abzubrechen ist auch ganz böse. Wenn man sowas macht, dann nur mit einem triftigen Grund, der lang und breit in einem Infovideo erklärt werden soll.

      Neue Let’s Player sollen also ackern wie ein Großer, aber wehe sie hegen dabei Ambitionen, auch wirklich groß zu werden oder gar Geld damit zu verdienen. Und ihr wundert euch, dass Neulingen da die Lust vergeht? :D

      Hacuna im Lichterwald schrieb:

      Was mir bei diesem Part deines Posts direkt in den Kopf kam ist die scheinbare Tatsache (?), dass eben gerade die geschillteren, nicht aufgedrehten LPer es besonders schwer haben (und da zähle ich mich selbst mal dazu), während man sagen muss, dass die erfolgreichen LP wohl auch so ein Verhältnis von 1:2 haben bezügl. gechillt vs. aufgedreht u laut. Ich habe schon gedankliche Mutmaßungen darüber angestellt, wie das Ganze zustandekommt.
      Zum Einen könnte es daran liegen, dass (aber das habe ich nicht überprüft) evtl. mehr sehr junge Menschen Youtube-LPs gucken im Verhältnis zu Erwachsenen. Und die sind selbst (viell. auch hormonell bedingt xD) eher aufgedreht und langweilen sich schnell, habe noch keine Geduld gelernt, weil zu wenig Lebensjahre u.s.w und stehen halt mehr auf laut, schrill, schnell, viel Infos und Action in wenig Zeit. Und auf der anderen Seite stehen die erwachsenen Zuschauer bis Rentner, die es ruhiger mögen, aber vielleicht nicht so vertraut mit den Suchmöglichkeiten auf YT sind, oder einfach nicht so viele sind, sodass dieses Publikum eben immer geringer ausfällt auf das jeweilige Video.

      Heilige Scheiße, dass sich dieser Irrglaube immer noch hält. Nein, aufgedrehte Let’s Player sind nicht erfolgreicher, weil “Kiddies” den Markt bestimmten. Sie sind erfolgreicher, weil sie beim Zuschauer Emotionen wecken. Dabei ist es egal, ob diese Emotionen positiv oder negativ sind. Beides führt nämlich dazu, dass der Zuschauer sich eine Meinung über den Let’s Player bildet, die über "langweiliger Typ, nichts besonderes" hinausgeht. Auf die Masse gerechnet polarisieren aufgedrehte Youtuber, wodurch sie öfter ins Gespräch kommen und länger im Gedächtnis bleiben.

      Martyr7788 schrieb:

      Weil sie sich nicht bemühen. Weil sie sich wahrscheinlich auch nicht mit der Materie beschäftigen.

      Das ist doch aber auch schon wieder idealistischer Bullshit. Natürlich bemühen sich neue Let’s Player. Oder sind das Kaufen von besserem Equipment und aktuellen Spielen, das Basteln von Thumbnails, das Anlegen und Füttern von Social Media Accounts und in vielen Fällen auch das Schneiden und Editieren der Videos etwa keine nennenswerten Bemühungen?

      Gerade Neulinge bemühen sich, weil sie noch enthusiastisch sind und Hoffnungen haben. Das Problem ist eher, dass Erfolg und Bemühungen nicht immer in einem passenden Verhältnis zueinander stehen. Viele Neulinge stecken ihre Zeit in die oben genannten Dinge, statt sich ein individuelles und vor allem markantes Konzept zu überlegen, eine Nische zu finden und den Markt bzw. dessen Bedürfnisse zu analysieren. Die wenigsten von ihnen erkennen, dass konzeptloses Zocken und Labern heutzutage nicht mehr ausreichen.

      Ich hätte damals auch geschnittene Videos (oder gleich Streams) zu Hypegames und mit Tittencam machen können. Wäre nicht viel mehr technischer Aufwand gewesen, als “klassische” Let’s Plays zu machen. Aber ich hatte nunmal den naiven Glauben daran, dass ich als gechillter Let’s Player ohne Cuts und ohne Cam erfolgreich werden würde, wenn ich nur auf Aktivität und hübsche Thumbnails achte.

      Martyr7788 schrieb:

      Und evtl. auch, weil viele das Thema "Let's Plays" mit einem Leistungsdruck in Verbindung setzen. Aber das darf es nicht sein - es muss platt gesagt Spaß machen und darf nicht in Arbeit ausarten.

      Dir fällt aber schon auf, dass du dir damit selbst widersprichst? Auf der einen Seite bemühen sich Neulinge nicht genug, auf der anderen Seite soll das Let's Playen aber nicht in Arbeit ausarten?

      Martyr7788 schrieb:

      Aber aufgeben ist kacke. Fand ich schon immer... ;) Vor allem dürfen Let's Plays nicht zum Zwang werden, es soll das Reallife ergänzen und "aufhellen" - nicht dieses ersetzen.

      Hö? Also, auf der einen Seite ist Aufgeben kacke, auf der anderen Seite darf man sich aber nicht zum Weitermachen zwingen. Ja, was denn nun? Wenn ich keine Lust mehr habe, dann kann ich nur entweder aufgeben oder mich zum Weitermachen zwingen. Eine andere Möglichkeit habe ich de facto nicht.

      Davon abgesehen: Zu lange an etwas festzuhalten (und damit Frust und verschwendete Zeit/Energie zu riskieren) ist noch wesentlich beschissener als aufzugeben.
    • Hacuna im Lichterwald schrieb:



      Dann möchte ich mal die Frage in die Runde werfen: Wenn der Spaß nur das Spielen wäre, müsste man es ja nicht veröffentlichen. Also was macht euch besonders Spaß am Let's Playen, was gibt euch dabei am meisten Mehrwert für euch selbst?
      Ich komme gerade von der Arbeit. Darum antworte ich mal kurz und knapp. Der Mehrwert liegt für mich darin das ich die Spiele auch bis zum Ende durchspiele. Und Lets Plays helfen mir persönlich dabei dranzubleiben. Daher sind Views,Kommentare usw. zwar immer schön zu sehen, aber mir ist es fast völlig egal ob ich 5,15, oder 5000 Aufrufe habe. :)
    • Hacuna im Lichterwald schrieb:

      Dann möchte ich mal die Frage in die Runde werfen: Wenn der Spaß nur das Spielen wäre, müsste man es ja nicht veröffentlichen. Also was macht euch besonders Spaß am Let's Playen, was gibt euch dabei am meisten Mehrwert für euch selbst?
      Für mich ist der Kreativ-Faktor ein wichtiger Anteil. Eines meiner Hobbies ist zum Beispiel Impro-Theater. Da ich derzeit keine Gruppe habe und somit wenig dazu komme, gibt mir das Let's Playen eine gute Alternative, weil ich da auch auf das Spiel reagieren kann oder auch bei Spielen ohne Sprachausgabe selbst vertonen kann. Das könnte ich natürlich auch für mich alleine im stillen Kämmerlein machen, aber so macht es mehr Spaß.
      Durch die Qualitätskontrolle bei der ich jedes Video gucke, habe ich zusätzlich auch noch die Möglichkeit, meine Fehler zu finden und mich zu verbessern, was freie Rede und Mikrofonarbeit angehen.
      Wenn dann noch jemand zuguckt und das gut findet, was ich da treibe, ist das natürlich ein toller Bonus :)
    • Stinktier schrieb:



      aber wenn man einen kleineren Youtuber dann direkt fragt, ob er seine Videos monetarisieren würde, kommt sofort eine Antwort á la “Ja, ich hätte natürlich nichts dagegen, ein bisschen Geld damit zu verdienen”.
      Du übersiehst einen feinen Unterschied in der Syntax: "Die meisten hier (mich eingeschlossen) hätten nichts dagegen, ein paar Euro mit YT zu verdienen". Oder anders übersetzt "Wenn ich es könnte, dann würde ich meine Videos monetarisieren. Kann ich aber nicht, da mir Views/Abonnenten/sonstwas fehlen." Natürlich ist dieser Wunsch bei den meisten hier irgendwo im Hinterkopf, weil man dann Geld damit verdienen kann, was einem Spaß macht. Und das wollen doch eigentlich alle: Beim Geldverdienen auch noch Spaß haben.

      Auch wiederum die weitaus meisten hier sind aber nicht so unterwegs, wie Du es für Dich beschrieben hast. Bei Dir sah die Aussage so aus: "Ich muss mit meinen Videos Geld verdienen, da ich keine anderen Einnahmen habe und das jetzt zu meinem Geschäftsmodell gemacht habe." Das ist eine völlig andere Situation, die mit einem völlig anderen Druck und anderer Herangehensweise daherkommt.

      Und was die Professionalität angeht: Meiner Erfahrung nach möchte man gerade in seinen Hobbyprojekten so gute Arbeit abliefern wie möglich. Aus einer Kosten/Nutzen-Relation heraus ist der Aufwand für LPs (oder sehr vielen anderen Hobbies) jedenfalls nicht zu rechtfertigen, es sei denn, man ist von Beruf sowieso Video/Sound-Editor und muss das alles nicht mehr lernen.
    • Stinktier schrieb:

      Nun kann man natürlich denken, dass ich da ein Einzelfall bin. Aber irgendwie glaube ich das nicht so recht. Schaut euch doch mal hier im Forum um. Da wird gebetsmühlenartig das Bild des Hobby-Let’s Players propagiert, aber wenn man einen kleineren Youtuber dann direkt fragt, ob er seine Videos monetarisieren würde, kommt sofort eine Antwort á la “Ja, ich hätte natürlich nichts dagegen, ein bisschen Geld damit zu verdienen”.

      Meiner Beobachtung und Erfahrung nach ist der Wunsch, mit Let’s Plays Geld zu verdienen bei sehr vielen sehr fest verankert ist. Und das Forum tut sich gewiss keinen Gefallen damit, nicht offen und vorurteilsfrei mit diesem Thema umzugehen.
      Ich sehe hier verschiedene Meinungen und keine "Forum-Meinung". Es werden sich wohl kaum jemals alle Teilnehmer einer größeren Gruppe über alles einig sein.

      Geld zu verdienen ist generell im Menschen fest verankert. Wenn das mit einem Hobby funktioniert, wird kaum jemand Nein sagen.
      Es gibt etliche Fußballvereine im Amateurbereich als Beispiel, wo die Spieler nichts als Spaß verdienen, es bis ins hohe Alter aber weiter betreiben, trotz des kleinen Wunsches, falls möglich mal damit Geld zu verdienen.

      Auf der einen Seite sollen Let's Player "ehrbare" Hobbyleute sein, die gar nicht ans Geld verdienen denken dürfen.
      Auf der andern Seite sollen Let's Player bei dem Hobby rein nur ans Geld denken.

      Unnötige Pauschalisierung.

      Zudem wird hier sicher niemand zu einer Lebenseinstellung gedrängt. Die meisten berichten nur aus ihrer eigenen Erfahrung, so wie du es getan hast.
      Darf man nach deinem alten Forumnamen fragen? Hast du jetzt wieder mit Let's Plays angefangen?
      Ein guter Tag für ein Let's Play.
    • @Stinktier Es ist aber das eine zu denken, wenn ich durch mein Hobby noch ein paar Euros mitnehmen kann wär das natürlich cool, oder den Job aufzugeben und zu denken man könnte das instant mit YouTube wieder reinholen. Ich hol mal wieder meinen Lieblingsvergleich zur Musik raus, es gibt genügend Hobby Musiker, die einen normalen Job haben und am Wochenende Mal auf ner kleinen Bühne stehen und auch ein paar Euros verdienen. Es ist trotzdem ein Hobby. Berufsmusiker zu werden ist auch hartes Brot, Popstar zu werden sogar noch Glück oder Beziehung.

      Und der LetsPlayer der schneidet, rendert Thumbnails macht, bemüht sich natürlich. Ich hab aber auch schon viele Neue hier gesehen, mit hingerotztem Kanal, von denen man auch nach der Anmeldung nichts mehr gehört hat, die sich offensichtlich nur angemeldet haben in der Hoffnung ein paar Abos abzugreifen (was in einem Creator Forum eh 0 bringt :)) und die tollsten Ambitionen hatten, wo der Kanal auch nach 4 Wochen wieder dicht war. Ich denke solche waren eher gemeint, die denken sie könnten von heute auf morgen schnell was verdienen....

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