Wie sieht die Art.13-Postapokalypse für DICH aus?

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    • Wie sieht die Art.13-Postapokalypse für DICH aus?

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      Hallo :)

      Mal angenommen, es kommt mit dem leidigen Thema Artikel 13 hart auf hart. Schonmal dran gedacht, wie es euch dann seelisch so geht?
      Die Frage richtet sich NICHT an die, die finanziell drinhängen, sondern die Hobby - Let's Player.
      Was wird euch fehlen oder auch nicht?
      Ich geh mal mit meinen Punkten voran.

      Pro:
      - ich werde mehr Zeit (für mich) haben
      - ich kann wieder ohne den "Druck" spielen: beispielsweise wie ich eine Folge aufbaue, wo sie endet, kann komplett mein eigenes Timing gehen etc., ich kann Games durcheinander spielen, mal dies, mal das, wann, wieviel, alles egal
      - ich muss mir weniger Gedanken um den ganzen Technikkram machen! :P

      Kontra:
      - es wird mir tatsächlich fehlen, beim Spielen meine Gedanken laut zu formulieren und zu einer (imaginären) Community zu sprechen. Ich werde mich wieder allein fühlen.
      - das Let's Playen ist zu meinem "Tagebuch" geworden, ich könnte jederzeit drauf zurückblicken. Das fehlt ab dann wieder.
      (- ich werde nie mehr erleben, wie ich die 1Mio knacke ;) )
      Wollen wir zusammen zocken?

      Let's Play Together!

      (solange es existiert, ist das Thema immer aktuell bei mir, also gerne melden :) )
    • Naja, ich finde man kann das nicht beantworten derzeit. Wenn es kommt weiß keiner wie die genauen Gesetze dazu aussehen werden - vor allem weiß niemand wie was umgesetzt werden soll. Also selbst wenn die das beschließen geht erst mal alles so weiter wie bislang. Und dann bin ich auf die Lösungen gespannt die man sich überlegen wird. Würde jetzt also noch keine Untergangsszenarien heraufbeschwören.
    • Ich gehe davon aus, das gerade die Let's Plays von den Änderungen nicht groß betroffen sein werden. Vielleicht muss man sich jetzt wieder zu jedem Spiel eine Einverständniserklärung vom Publisher holen, bevor man Videos machen kann oder streamen, aber mittlerweile sind ja die meisten Publishern mit den Let's Plays einverstanden.

      Daher glaube ich nicht, dass die uns großartig Steine in den Weg legen werden. Lizensierte Musik könnte wieder ein größeres Problem werden, aber mittlerweile gibt es ja einige Spiele, die mehr oder weniger zuverlässig lizensierte Musik auf Wunsch deaktivieren beim Spielen.Vielleicht wird das dann weiter ausgebaut. Deswegen, um Let's Plays mache ich mir tatsächlich keine großen Sorgen. Das wird schon irgendwie weiter klappen.
      AKTUELLE PROJEKTE
      12 Uhr: Batman - Arkham Knight [BLIND]
      15 Uhr: The Outer Worlds [BLIND]
      18 Uhr: Lula 3D

      Folge der Ziege
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      Game8 schrieb:

      Naja, ich finde man kann das nicht beantworten derzeit. Wenn es kommt weiß keiner wie die genauen Gesetze dazu aussehen werden - vor allem weiß niemand wie was umgesetzt werden soll. Also selbst wenn die das beschließen geht erst mal alles so weiter wie bislang. Und dann bin ich auf die Lösungen gespannt die man sich überlegen wird. Würde jetzt also noch keine Untergangsszenarien heraufbeschwören.
      Das sehe ich ebenso!
      Uploadfilter gabs schon immer seitens Youtube, - selbst wenn urheberrechtlich geschützte Musik im Hintergrund läuft.
      Der Rest ist "Angstmache"!
    • DavidVanScouten schrieb:

      Uploadfilter gabs schon immer seitens Youtube, - selbst wenn urheberrechtlich geschützte Musik im Hintergrund läuft.
      Der Rest ist "Angstmache"!
      Youtube hat keine Upload-Filter. Du kannst erstmal alles hochladen. Ob es dann als urheberrechtliche Musik vom Content-ID-System erkannt wird, ist wieder eine andere Sache. Aber ich kann urheberrechtlich geschütztes Material hochladen. Ein Uploadfilter würde das gar nicht zulassen und es schon vor dem Upload sperren.
      Und Angstmache würde ich das nicht nennen, wenn potentielle Zensurmechanismen geschaffen werden, die dann missbraucht werden können. Das Content-ID-System wird heute schon mit falschen Copyright-Claims dafür verwendet, Kritiken und Meinungen über Produkte zu unterdrücken. Der Upload-Filter würde solche Dinge schon im Keim ersticken, so dass niemand was davon mitkriegen würde. Und Missbrauch ist bei der Masse an Uploads kaum zu bemerken (zumal du ja mit Upload-Filter nichtmal mehr das Video online hast, das deine Unschuld beweist)

      Und schaut man sich die anderen fixen Ideen der EU/ DE an (Terrorfilter, NetzDG), ist der Gedanke gar nicht so abwegig, dass diese Mechanismen auch von staatlicher Seite benutzt werden können, um Kritiker mundtot oder zumindest schwächer zu machen.
      Schau dir an, wie die EU-Pfeifen mit übler Nachrede und Lügen versucht haben, die Kritiker von Artikel 13 zu diskreditieren. Wer sagt denn, dass sowas dann zukünftig nicht als "Terror" gilt und dann gefiltert wird? In Frankreich setzt man jetzt Anti-Terror-Einheiten gegen Gelbwesten ein. Sowas sollte man immer im Hinterkopf behalten.
      Bei sowas ist die staatliche Nutzung sehr verlockend und die Sicherheitsbehörden sind bei sowas sehr schnell dabei. Schau dir die neuen Polizeigesetze an.
      Zensursula und Stasi 2.0 lassen grüßen.
    • Grundsätzlich stimme ich dir zu, bin aber trotzdem der Meinung das auch Gesetze an die jeweilige Zeit angepasst werden sollten. Wir können nicht weiterhin digital so schnell fortschreiten und Gesetze aus dem gefühlten frühen Mittelalter haben. Immer mehr Verbrechen finden online statt, da finde ich es zumindest nicht verkehrt wenn auch die Gesetzeshüter dort präsent sind und Rechte bekommen - in geregeltem Maße. Ich will nicht sagen das das Internet ein rechtsfreier Raum wäre, dem ist bei weitem nicht so, aber eben sowenig finde ich es gut das man im Grunde Online die Sau rauslassen kann und sich benehmen kann wie das letzte, sorry, Arschloch und dafür keine Konsequenzen fürchten muss. Und ich meine jetzt nicht das sich jemand irgendwo einen Account erstellt und jemandem sagt er sei ein Vollidiot.
      Wie machtlos die Gesetzgeber und die Kontrollbehörden online sind sieht man am wunderbarsten daran, wie wenig beeindruckt Konzerne sind die davon leben Daten zu sammeln. Weder die Politiker noch die technischen Mittel sind auch nur annähernd in der Lage mithalten zu können, zumindest in meinen Augen geht das nicht. Daher kommen ja solche Katastrophen wie Artikel 13, NetzDG und wie sie nicht alle heißen. Es fehlt nicht nur an Kompetenz, es fehlt vor allem an Mitteln und Know-How. Das dann, wenn sich ggf. neue Möglichkeiten mal auftun könnten Behörden wie die Polizei gerne was davon haben würden um irgendwie mal was ausrichten zu können ist in meinen Augen klar, die selber können ja nichts wirklich bestimmen, die nehmen das was sie kriegen können (leider kein Personal weil zu teuer...).
      Es bräuchte aber einen massiven Generationenwechsel in der Politik um mal umdenken zu können, aber bis der über natürliche Auslese stattgefunden hat, können wir nur noch über VPN ins Netz gehen um uns ne Pizza bestellen zu können. So lange das aber nicht passiert werden weiterhin große Firmen "bestimmen" was für uns das beste ist (also womit sie am meisten Geld machen können) da einfach ein Gegenpol fehlt der regelnd eingreift mit Wissen, und nicht mit blindem Aktionismus. Wie es in anderen Ländern im Detail ist kann ich nicht sagen, aber zumindest wir in Deutschland haben die Wende ins digitale was die Politik, die Behörden und die Staatsapparate betrifft nicht einfach nur verschlafen, wir haben vorher auch noch Schlaftabletten genommen damit wir bloß nicht an einem Punkt wach werden wo wir vielleicht noch etwas tun könnten. Und wie groß die Angst vor Veränderung ist hat man mit Artikel 13 und den eigentlich unabhängigen Sendern wie ARD & ZDF ja gesehen: Es wurde extrem lange totgeschwiegen das Leute auf die Straße gehen um gegen den Murks vorzugehen. Eine Patentlösung kann ich leider nicht anbieten, aber ich vermute die nächsten 10 - 15 Jahre werden ziemlich unterhaltsam.
    • dass man Gesetze fürs Internet braucht und den großen Konzernen nicht alles überlassen darf, ist klar. Im Grunde ist es wie abseits des Internets: Verbrechen müssen bestraft werden und bei Oligo- oder Monopolen sollte der Staat eingreifen um die Bürger zu schützen.
      Das ist aber der Knackpunkt mit den Internet-Gesetzen. Der Bürger wird hier nicht geschützt.
      DSGVO sollte den Bürger vor dem Datensammeln schützen, im Endeffekt hat es den kleinen Fischen geschadet und die großen (also die, für die das Gesetz gedacht war) sammeln sogar noch mehr als zuvor.
      Artikel 13 und Co sind für den Bürger (abseits der möglichen, massiven Einschränkungen des Internets) bedeutungslos, da es einfach nur ein Lobbygesetz gegen eine andere Lobby ist.

      Man hat in der Politk keine Ahnung von der Materie und versucht einfach, "alte" Vorgehensweisen auf das Internet anzuwenden. (super Beispiel ist da der Quatsch mit der Rundfunklizenz). Das funktioniert aber zum großen Teil einfach überhaupt nicht. Aber man macht es trotzdem und wundert sich dann über den Riesenhaufen Pferdemist, der dabei rumkommt.

      Und was mich persönlich sehr stört, ist, dass man im Internet unter Generalverdacht gestellt wird. Ob Vorratsdatenspeicherung, Mithören bei Whatsapp, Zugangserschwerungsgesetze, virtuelle Durchsuchung ohne Kenntnis, Terrorfilter... da fehlt teilweise die Kontrolle und die Rechtsstaatlichkeit. Massnahmen, die im "echten Leben" nur unter sehr speziellen Auflagen mit richterlichen Beschlüssen anzuwenden sind, werden teilweise im Internet so "nebenbei" versucht. Und das kann und darf nicht sein.
      Ich bin für eine effektive und ordentliche Strafverfolgung auch im Internet, weil es eben ein Teil der Gesellschaft ist, wie jeder andere, aber nicht auf Kosten der Bürgerrechte von normalen Usern.

      Wir brauchen Politiker, die affin mit dem Netz sind, es selbst benutzen (und nicht nur Mails schicken oder mal das Wetter googlen). Diese Art von Politikern kann dann auch Gesetze und Regeln ausarbeiten, die reglementieren, ohne gleich zu filtern, zu verbieten und zu beschränken. Zumal das im Internet sowieso nicht richtig funktioniert.

      Was ich an dieser Thematik eigentlich so traurig finde, ist, dass ich eigentlich kein "Gegner" unseres Staates oder der EU bin, in vielen Dingen teile ich deren Ansichten und bin auch über die meisten Gesetze und Regelungen eigentlich ziemlich froh. Aber in letzter Zeit hat sich meine Begeisterung für nationale und europäische Politik leider ins Gegenteil verkehrt. Die Politik der letzten Jahre hat meine Meinung leider massiv negativ beeinflusst (ich kann mittlerweile sogar Nichtwähler verstehen). Unsere Politik verschläft es entweder oder baut Scheiße.
      Und auch die EU sollte sich mal überlegen, wie man die Fans und Unterstützer behalten will, wenn man nur noch Politik für Unternehmen macht. Die jungen Leute sind die, die mehrheitlich für die EU sind (so wie ich eigentlich auch), aber mit Aktionen wie Artikel 13 und den ganzen Bullshit außenrum stößt man genau diese Befürworter vor den Kopf und macht so Platz für die alten, negativen Anti-EU-Pöbler.

      Und dann wundern sie sich über Politikverdrossenheit und Ablehnung. Sowas aber auch.
      (sorry falls das jetzt etwas OT war, musste das mal loswerden, das macht mich immer wieder stinksauer)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von The Goeppi Show ()

    • SpielSatzFail schrieb:

      Hallo :)

      Mal angenommen, es kommt mit dem leidigen Thema Artikel 13 hart auf hart. Schonmal dran gedacht, wie es euch dann seelisch so geht?
      Die Frage richtet sich NICHT an die, die finanziell drinhängen, sondern die Hobby - Let's Player.
      Was wird euch fehlen oder auch nicht?
      Ich geh mal mit meinen Punkten voran.

      Pro:
      - ich werde mehr Zeit (für mich) haben
      - ich kann wieder ohne den "Druck" spielen: beispielsweise wie ich eine Folge aufbaue, wo sie endet, kann komplett mein eigenes Timing gehen etc., ich kann Games durcheinander spielen, mal dies, mal das, wann, wieviel, alles egal
      - ich muss mir weniger Gedanken um den ganzen Technikkram machen! :P

      Kontra:
      - es wird mir tatsächlich fehlen, beim Spielen meine Gedanken laut zu formulieren und zu einer (imaginären) Community zu sprechen. Ich werde mich wieder allein fühlen.
      - das Let's Playen ist zu meinem "Tagebuch" geworden, ich könnte jederzeit drauf zurückblicken. Das fehlt ab dann wieder.
      (- ich werde nie mehr erleben, wie ich die 1Mio knacke ;) )
      Mir geht es vom Prinzip genauso.

      Aber wegen Erlaubnis der Publisher/Entwickler, da wäre die Frage wie man das dann z.b. Youtube beweisen will, das man diese besitzt? Muss man dann einen Link mit der Erlaubnis hochladen, das als gedruckten Text haben, diesen scannen und schicken?
      Alleine das wäre schon die Frage, wie man das denn beweisen will. Dabei gibt es ja schon Seiten, wo gesammelt wird, welcher Publisher/Entwickler eine Monetarisierung bzw das Zeigen als Lets Play zulässt. Sowas in der Art bräuchte dann Youtube vielleicht.
      Youtube ➤ youtube.com/channel/UC42zCMDXex2dJNd475Oad4A
      Discord ➤ discord.gg/wKtbyA3
      Facebook ➤ facebook.com/hoji.ohnehinternamen.7
      Twitter ➤ twitter.com/HojiTheDemon
      Twitch ➤ twitch.tv/hojithedemon

      Toleranz ist die Erkenntnis, dass es keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
    • HojiTheDemon schrieb:

      Aber wegen Erlaubnis der Publisher/Entwickler, da wäre die Frage wie man das dann z.b. Youtube beweisen will, das man diese besitzt? Muss man dann einen Link mit der Erlaubnis hochladen, das als gedruckten Text haben, diesen scannen und schicken?

      Alleine das wäre schon die Frage, wie man das denn beweisen will.

      Genau so! Und es gibt ja auch Gesetze, dass du Dokumente, Belege etc. nicht fälschen darfst.
      ~ Relaxing LPs (no asmr) ★ Youtube-Kanal ~

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hacuna im Lichterwald ()

    • Sollte der wirkliche Worst Case eintreten, und Uploads grundsätzlich, ohne extremen Aufwand, nicht mehr möglich sein, würde ich mehr Zeit abseits vom PC verbringen, was ich jetzt auch nicht als negativ empfinde.

      Ich hoffe in zwei Jahren, wenn das Gesetz in Kraft tritt, ist mein Wunsch in Erfüllung gegangen, dann habe ich eh kaum noch Zeit für den PC ;)
    • The Goeppi Show schrieb:

      DavidVanScouten schrieb:

      Uploadfilter gabs schon immer seitens Youtube, - selbst wenn urheberrechtlich geschützte Musik im Hintergrund läuft.
      Der Rest ist "Angstmache"!
      Youtube hat keine Upload-Filter. Du kannst erstmal alles hochladen.
      [...]
      Na, das lässt sich doch durch einen neuen Algorythmus leicht ändern! Oder wie erklärst Du Dir die Funktionsweise von Shazam, die während der Musikerkennung nach ein paar Sekunden den Künstler und Titel anzeigt?... ;)
    • Bei mir wird gar nichts passieren.

      Manche Entwickler finden generell LetsPlays nicht so toll – Marvelous (ist erst letzten wieder bei Fate: Extella Link passiert) und Atlus (bei Persona 5) haben haben Youtuber und Livestreamer verwarnt bzw. sogar sperren lassen. Also habe ich mir von Marvelous und Bamco die Erlaubnis geholt (hat ca. 5 Monate gedauert) – die haben mir eine PDF geschickt + haben meinen Kanal als Ausnahme in irgendein Youtube-Content-ID-System eingefügt.

      Ich habe natürlich gewisse Auflagen, aber was soll‘s.

      Ich muss aber an dieser Stelle Artikel 13 im Grundgedanken stark verteidigen:
      Youtube und andere Plattformen sind ein Morast für Raubkopierer geworden. Geschützte Musik wird gereuploaded und manchmal unhörbar gepitchet, damit der Content-Filter das nicht erkennt.

      Und bei Spielen sieht das nicht anders aus. Manche manchen Videos, in welchen sie einen Link aufnehmen, wo man sich das Spiel illegal laden kann……….

      Manche Spiele muss man nicht gespielt, sondern nur geschaut haben z. B. TellTale Games (die ja jetzt pleite sind), Adventures, Portal 2, Rätselspiele. Der Gag an solchen Spielen ist ja das Ergebnis der gestellten Herausforderung. Wenn ich ein komplettes Spiel hochladen mit allen Sequenzen und einen Großteil des Inhalts, ist das schon eine Raubkopie oder Raubkopien ähnlich?
      Bei Filmen ist es klar. Viele Spiele (nicht alle!) können aber „Filme“ (siehe Dramendreieck), die man beeinflussen kann, betrachtet werden.
      Man kann diese Raubkopienfrage also ruhige Gewissen bejahen (man kann‘s aber auch berechtigt anders sehen). Nur weil es dafür kein direktes Gesetz gibt, heißt es nicht, dass es richtig ist, sowas zutun.
      Viele zocken ja auch LetsPlays über Emulator z. B. Pokemon, Nintendo und Gamefreak sind schon so oft dagegen vorgegangen bzw. Roms sind allgemein nicht legal.

      Und jetzt komme ich zurück zum Thema:
      @SpielSatzFail
      Welche Postapokalypse? Die haben wir doch schon.
      Wie viele von euch haben schon kritische Kommentare gesperrt? Sorry, ich kann Leute nicht Ernst nehmen, die auf der Straße und im Netz mit Sekundärwissen für ein freies Internet protestieren, aber gleichzeitig jegliche Form der Kritik blockieren und verlogen als Menschenhass titulieren.
      Guck euch Maximnoise an; er hat doch tatsächlich wegen Kritik eines Younowers dessen Adresse ausfindig gemacht,2 Typen (Schläger?) losgeschickt und damit noch auf Twitter angeben und sich stark gefühlt. WTF?
      Katja Krasavice nimmt sich Canaks, zieht sich Tanzverbot auf den Kool Savas Konzert in den Backstage-Bereich und verlangt unter Drohung ein 2 Jahre altes Video zu löschen, wo er über Ereignisse mit ihr normal und sogar sachlich berichtet. WTF?²

      Axel Voss und seine Schergen sind sicherlich ziemlich unwissend und haben von der Thematik keine Ahnung. Aber ihn mit Bomben zu drohen und unter #Axelsurft permanent bösartig zu beleidigen, ist nicht sehr erwachsen.
      Witzigerweise gleicht sein Verhalten vielen Youtubern.
      >>>> Artikel 13 ist purer Zeitgeist, wir wollen doch alle Content blocken, doch wenn Meinungsblock okay ist, dann auch die andere Seite - Contentblock, das ist nur fair.

      Wie könnte nun die Post-Post-Apokalypse aussehen?
      Quelle: Gameverband über Artikel 13

      Ist egal. Schau dir Mal die Lizenzverträge bei Games an. Dort steht drinnen, ob man streamen und LetsPlayen darf oder nicht. Das heißt, es gibt schon lange die benötigten Pauschal-Lizenzen. LetsPlays kann Youtube also selbst bei einem wackeligen Uploadfilter easy als Ausnahmen hinzufügen.

      Wichtig: Wenn euch jemand sagt, man möchte nicht, dass Content gefilmt, aufgenommen, gestreamt oder geLetsPlayt werden, dann solltet (müsst?) Ihr das unabhängig der Gesetzeslage respektieren, ansonsten haben wir Artikel 13 mehr als verdient.
      Ihr braucht ein paar Anregungen, um gottähnliche Wesen in einer post-apokalyptischen Welt zu vernichten?
      Dann kommt zu mir: Youtube - Gleipnir Service Center
    • Da ich weniger Let's Plays mache, sondern eher Momentaufnahmen, finde ich es eher traurig.
      Ich habe meinen Youtube-Kanal nie als "Hobby" angesehen, sondern nur als "Erinnerung".
      Wie dumm ich an manchen Stellen reagiert habe, die Erlebnisse zusammen mit Kollegen, die geilen Szenen in League of Legends oder die Kill-Videos von Final Fantasy XIV.
      Ich mache das seit 9 Jahren fast und ich gucke mir nur zu gerne die alten Videos an... wie ich mit Freunden einfach mal Scrabble gespielt habe.

      Aber "Postapokalypse" trifft es ganz gut, ich glaube nämlich irgendwie auch an Anarchie.
      Ihr denkt jetzt vielleicht das ist etwas Übertrieben, aber fragt doch mal in eurem Bekanntenkreis rum, wer überhaupt von Artikel 13 gehört hat? Gerade die Leute die nicht so viel im Internet unterwegs sind, werden euch mit einem Fragezeichen angucken.
      Außerdem unterschätzten viele einfach die Auswirkungen davon. Ich glaube auch sehr stark daran, dass es für Youtube z.B. zu aufwändig wäre und das dementsprechend dann einfach gesperrt wird.

      Also wenn das durchkommt, die Nicht-Internet-Leute auch mal Wind davon bekommen habe, was eigentlich jetzt los ist, dann wird der Aufschrei noch größer.
      Die meisten die dafür sind, sind doch eh Politiker, oder geldgeile große Unternehmen. Dumme Musiker (wie letztens das Gema-Beispiel) wurden einfach ausgetrickst.

      @Gleipnir Service Center
      Der Grundgedanke ist ja auch ok. Dagegen sagt niemand etwas, aber die Ausführung ist kompletter Schwachsinn.
      Copyright muss geschützt werden, dessen Meinung bin ich auch, aber das ist definitiv der falsche Weg.

      Außerdem hast du nur "negative" Beispiele aufgezählt.
      Was ist denn z.B. mit Minecraft? Ich bezweifel stark, dass es so berühmt geworden wäre, hätte es die Let's Plays und "Guck mal was ich gebaut habe"-Videos nicht gegeben.
      Viele Spiele sind dadurch berühmt geworden und viele Unternehmen begrüßen Let's Plays auch.
      Abseits von Let's Plays haben wir Remixe, Entertainer, Alles wird davon betroffen sein!

      Und natürlich können es Unternehmen auch weiterhin erlauben, aber die Ausführung davon ist viel zu kompliziert und deswegen wäre der Aufwand zu groß für die Umsetzung.

      Gehen wir abseits von Youtube (was viele vergessen, es betrifft ja ALLE SEITEN)
      sehen wir doch z.B. LoadingArtist und ruthe.de wenn ihr die vom Namen nicht kennt, habt ihr mit Sicherheit schon Bilder von denen gesehen. Ohne die sozialen Netzwerke wären die beiden längst nicht so berühmt wie heute.

      Also ja, auch ich sage: Man muss etwas gegen Copyright tun.
      Aber nicht so... definitiv nicht so. Das ist aber VOLLKOMMEN der falsche Weg.


      Und wer jetzt mal ein Beispiel haben will.
      Nehmen wir doch mal an Youtube hätte den besten Upload-Filter überhaupt und könnte Alles und Jeden erkennen.
      Gucken wir uns Nintendo und Blizzard an, haben die bereits Zugestimmt, dass Videos von ihren Spielen erlaubt sind.

      Variation 1, die unwahrscheinliche:
      Der Filter hätte tatsächlich die Technik, die Sachen von Nintendo und Blizzard dann rauszunehmen. Wie auch immer er das dann anstellt, aber so könnte jeder seine Overwatch-Highlights und WoW-Kill Videos auf Youtube hochladen. Wunderbar.

      Variation 2, meine Vermutung.
      Du lädst etwas hoch, es wird natürlich gesperrt. Also fragst du an. Es war bereits von 5 Monaten die Rede und ich wage mal zu behaupten, dass dies auch noch eine Glückssache ist. Viele werden darauf gar nicht erst reagieren.
      Außerdem glaube ich, dass die von Anfragen dann nur zu bombardiert werden.
      Und warum sollte ein kleiner Youtuber mit 500 ABonnenten die Erlaubnis dafür kriegen? Und ein neuer Youtuber könnte gar nicht erst anfangen.
      Qindoras - überall im Internet. Nach 5 Jahren zurück im LPF.
      Alles was übrig ist, oder gab es je mehr?
    • interessante Ausgangssituation... hm okay mal überlegen

      ich würde mir umfangreiches wissen im Bereich "programmieren" und "Grafik" aneignen mich zum Urheber machen (logischer weise) und damit versuchen geld zu verdienen :evil: :evil: :evil:

      oder auf Grund meiner rechte als Urheber alles und jeden anzeigen, weil das darf ich ja dann ohne zu befürchten das der Prozess nach hinten los geht :evil: :evil:

      warum liest sich das jetzt so negativ? :sleeping:
    • Gleipnir Service Center schrieb:

      Ich muss aber an dieser Stelle Artikel 13 im Grundgedanken stark verteidigen
      Ich denke die wenigsten sind gegen den Grundgedanken, das Problem ist halt die Umsetzung und nicht die grundsätzliche Idee dahinter - die völlig legitim ist.


      Gleipnir Service Center schrieb:

      Manche manchen Videos, in welchen sie einen Link aufnehmen, wo man sich das Spiel illegal laden kann……….
      Was per se nicht direkt illegal ist, ich weiß gerade nicht mal ob es gegen die TOMs verstößt. Du darfst die Seiten auch besuchen und dich dort aufhalten, nur ein Link macht dich nicht zum Raubkopierer.


      Gleipnir Service Center schrieb:

      Wenn ich ein komplettes Spiel hochladen mit allen Sequenzen und einen Großteil des Inhalts, ist das schon eine Raubkopie oder Raubkopien ähnlich?
      Ich denke nicht, da eine Raubkopie ganz anders definiert wird. Die meisten Publisher erlauben es ja, es ist ja im Regelfall auch ganz gute Werbung. Wenn man wirklich für ein Spiel brennt wird man es auch selber spielen wollen, da reicht nicht nur ein anschauen bei anderen finde ich. Aber dadurch das Streamer/LPler viel Spielen wird man vielleicht auf Spiele und Genres aufmerksam die man nie in Betracht gezogen hätte. Das Schwert ist sicherlich etwas zweischneidig aber ich denke, im Endeffekt überwiegt der Effekt der Werbung und gesteigerten Reichweite.


      Gleipnir Service Center schrieb:

      Wie viele von euch haben schon kritische Kommentare gesperrt? Sorry, ich kann Leute nicht Ernst nehmen, die auf der Straße und im Netz mit Sekundärwissen für ein freies Internet protestieren, aber gleichzeitig jegliche Form der Kritik blockieren und verlogen als Menschenhass titulieren.
      Du kannst aber auch nicht pauschalisieren und sagen alle sind schuld weil sie irgendwo vielleicht mal was geblockt haben und haben deshalb nur irgendwelches "Sekundärwissen" haben und damit auf die Straße gehen. Das ist in etwa so als wenn ich dir sage du darfst kein Auto fahren weil du früher als Kind auf dem Fahrrad mal rechts vor links missachtet hast. Das ist Bullshit so zu argumentieren. Ich denke die wenigsten löschen Kritik, aber fast alle löschen puren Hate und alles was dazu gezählt wird, und das ist völlig legitim. Viele fragen ja sogar hier in Feedback Threads explizit nach Kritik.
      Will meinen: Ich kann Leute nicht ernst nehmen die so abwiegen wie du. Damit begibst du dich auf in einer DIskussion direkt mit beiden Füßen auf eine Ebene wie ein Axel Voss, der rennt sogar schon mit Scheuklappen durch die Welt.

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Guck euch Maximnoise an; er hat doch tatsächlich wegen Kritik eines Younowers dessen Adresse ausfindig gemacht,2 Typen (Schläger?) losgeschickt und damit noch auf Twitter angeben und sich stark gefühlt. WTF?
      Das hat allerdings nichts damit zu tun was du im ersten Absatz angesprochen hast. Wer auch immer dieser Typ ist und wenn er das gemacht hat gehört er dafür entsprechend verurteilt. Wieso du das jetzt als Argument vorbringen möchtest das man Hate oder persönliche Dinge die im Internet nichts zu suchen haben nicht löschen darf weiß ich nicht. Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun, davon ab wette ich, dass die Leute die protestieren nicht einfach nur blind folgen (zumindest nicht die große Masse), sondern sehr wohl wissen und verstehen worum es geht und wozu sie unterwegs sind. Denen allen nur irgendein Sekundärwissen zuzupreschen halte ich für arg provokant und kurzsichtig.


      Gleipnir Service Center schrieb:

      Katja Krasavice nimmt sich Canaks, zieht sich Tanzverbot auf den Kool Savas Konzert in den Backstage-Bereich und verlangt unter Drohung ein 2 Jahre altes Video zu löschen, wo er über Ereignisse mit ihr normal und sogar sachlich berichtet. WTF?²
      Naja und? Verlangen kann man viel, ich kann auch sagen lösch deinen Kanal weil ich finde der hat nichts auf YouTube verloren. Zwischen verlangen und bekommen liegen aber Welten, von dem Fall habe ich keine Ahnung, aber wenn Tanzverbot das daraufhin gelöscht haben sollte wars ihm entweder kack egal oder er hat halt einfach nachgegeben weil er keinen Bock auf eine juristische Auseinandersetzung hatte. Was das jetzt alles mit Artikel 13 zu tun hat weiß ich aber nicht.


      Gleipnir Service Center schrieb:

      Aber ihn mit Bomben zu drohen und unter #Axelsurft permanent bösartig zu beleidigen, ist nicht sehr erwachsen.
      Drohungen gehen gar nicht, darüber müssen wir sicherlich nicht diskutieren. Allerdings sind Dinge wie Hashtags nichts was in dem Fall böse beleidigt, sondern eher Zeitgeist und eigentlich eine sehr schöne Form der Antwort auf seine teils großen Lügen die er verbreitet. Wer sowas unbedachtes in die Welt setzt der muss damit rechnen, dass er entsprechendes Echo zurückbekommt, und da finde ich die vielen Memes (die hat er sich selber eingebrockt) und Hashtags eigentlich ganz unterhaltsam und würde sie selbst als betroffener in der Regel nicht als beleidigend oder angreifend wahrnehmen. Das wird bei 90% auch nicht die Intention sein, man will Voss ja nur zeigen "Schau mal, wie wenig du davon verstehst und was du anrichtest mit deinen Aussagen und Plänen". Ein Politiker muss meiner Meinung nach mit sowas zurechtkommen wenn er selber aktiv online ist und trotzdem solche Lobbyideen durchsetzen will. Da finde ich es weitaus bedenklicher das viele Firmen bei Kritik über "soziale" Medien sofort einknicken und wir langsam zu einer Gesellschaft werden wo man sich als Besitzer eines Ladens, einer Firma, etc. immer für alles entschuldigen muss, obwohl sehr oft der Kunde einfach nur zu blöde ist.


      Gleipnir Service Center schrieb:

      Wichtig: Wenn euch jemand sagt, man möchte nicht, dass Content gefilmt, aufgenommen, gestreamt oder geLetsPlayt werden, dann solltet (müsst?) Ihr das unabhängig der Gesetzeslage respektieren, ansonsten haben wir Artikel 13 mehr als verdient.
      Ich denke das wird jeder verstanden haben. Und die meisten halten sich daran, alleine schon aus Angst vor weiteren Konsequenzen. Deppen und Ignoranten hat es immer und wird es immer geben. Du kannst keine Raubkopien oder illegalen Content verhindern mit Artikel 13 oder mit anderen Gesetzen. Was ist passiert als massenweise illegale Plattformen hochgenommen wurden? Es gab ein paar Bauernopfer und pro verschwudnene Plattform haben sich drei neue gebildet. Während sich die Plattenlabels gefeiert haben weil sie die Schlacht vermeintlich gewonnen haben, hat sich die andere Seite kaputt gelacht und einfach weiter gemacht. Es ist online wie auch im echten Leben: Du kannst niemals alles kontrollieren oder verhindern. Du kannst alles nur in einem gewissen Rahmen halten. Würde Artikel 13 mit den anderen zugehörigen genau das versuchen und nicht einfach nur darauf abzielen das Lobbyvertreter wie Springer und Co. massiv davon profitieren wäre der Aufschrei nie so groß geworden. Dafür hätte sich ein Axel Voss aber mal mit allen Seiten an einen Tisch setzen müssen und sein Ego zurückstellen müssen. Immerhin soll er für die Völker entscheiden, was er offensichtlich gar nicht vor hat. Ihm wird da eher die tolle Presse der involvierten Verlage gefallen die seine Chancen erhöhen, dass die Leute ihn wieder wählen. Anders ist seine Haltung, sein handeln und sein Umgang mit größtenteils berechtigter Kritik nicht zu erklären. Die Parteien blamieren sich doch ein ums andere mal selber, erst sind wir Bots, jetzt werden wir schon von großen US Firmen dafür bezahlt das wir auf die Straße gehen. Die wollen (!) sich gar nicht objektiv damit auseinandersetzen. Die haben für die kommende Wahl die Jugend als Wählerstimme längst abgeschrieben weshalb sie mit solchen Dingen kommen die sie denjenigen verkaufen können, die vom Internet noch weniger oder ähnlich viel Ahnung haben aber den größten Anteil der Wählerstimmen ausmachen: 45+
      Ich wette mit dir die wissen ganz genau das der Karren längst viel zu tief im Dreck steckt, jetzt wird mit aller Macht versucht sich nochmal wählen zu lassen damit man nochmal überdurchschnittlich gut bezahlt nach Hause gehen kann.

      Zusammengefasst: Wäre vor allem Artikel 13 halbwegs überlegt und nicht von Lobbyisten ausarbeitet worden wäre dieser mit Sicherheit nicht dieses ganze Theater wert gewesen. Der Großteil der Leute wird ganz sicher dafür sein, dass Kreative und Schaffende entsprechend vergütet werden und man somit weiterhin tolle Inhalte, in welcher Form auch immer, bekommen kann. Leider zeigt Artikel 13 einmal mehr, wie kurzfristig viele Politiker denken und wie viel Papiere auf denen etwas steht wert sind (siehe Koalitionsvertrag). Das du den Leuten die das bemerkt haben und es zurecht unverschämt finden jetzt eine Art Doppelmoral vorwirfst finde ich nicht in Ordnung.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Foxhunter ()

    • Hi und danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Meine Positionen zu beleuchten.


      Game8 schrieb:

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Wenn ich ein komplettes Spiel hochladen mit allen Sequenzen und einen Großteil des Inhalts, ist das schon eine Raubkopie oder Raubkopien ähnlich?
      Ich denke nicht, da eine Raubkopie ganz anders definiert wird. Die meisten Publisher erlauben es ja, es ist ja im Regelfall auch ganz gute Werbung. Wenn man wirklich für ein Spiel brennt wird man es auch selber spielen wollen, da reicht nicht nur ein anschauen bei anderen finde ich. Aber dadurch das Streamer/LPler viel Spielen wird man vielleicht auf Spiele und Genres aufmerksam die man nie in Betracht gezogen hätte. Das Schwert ist sicherlich etwas zweischneidig aber ich denke, im Endeffekt überwiegt der Effekt der Werbung und gesteigerten Reichweite.
      Sind von dir wie auch von mir erstmal nur Behauptungen. Wenn das einer nicht will wie im Fall von Persona 5 (Atlus) und Fate Extella Link (Marvelous) muss man das akzeptieren. Wer von den Artikel 13 Gegner und gleichzeitig LetsPlayern würde das respektieren? Was ich gesehene habe sind, Leute, die Videos einfach etwas schneiden, sodass der Filter nicht greift.
      Mir ist schon klar, dass der Ruf nach völliger Kontrolle und Gesetzeskonformität Utopie ist, aber wie gesagt, nur dass etwas nicht strafbar ist, heißt nicht, dass es richtig ist das zu tun...

      Game8 schrieb:

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Manche manchen Videos, in welchen sie einen Link aufnehmen, wo man sich das Spiel illegal laden kann……….
      Was per se nicht direkt illegal ist, ich weiß gerade nicht mal ob es gegen die TOMs verstößt. Du darfst die Seiten auch besuchen und dich dort aufhalten, nur ein Link macht dich nicht zum Raubkopierer.
      Das meine ich doch mit der Art Doppelmoral (wie oben). Natürlich, nicht jeder der solche Seiten besucht, ist sofort ein Verbrecher. Darüber, dass dann aber Verwertungsgesellschafter und Rechteinhaber sich auf den Schlipps getreten fühlen und Konsequenzen fordern, muss man sich dann nicht wundern.
      Die Politiker wissen wahrscheinlich nicht, das sowas existiert und haben deshalb kein direktes Gesetz. Heißt aber nicht, das sowas cool ist und dass man es deswegen machen sollte.

      Ich mache mal eine extreme Analogie, um den Punkt etwas zu verdeutlichen:
      Wenn ich nachts rumlaufe, mich niemand gesehen hat von Haustür bis zu irgendeinen gewissen Ort und dort einen Typen sehe, der gerade viel Geld abgehoben hat, dann überfalle ich den doch auch nicht, nur weil ich evtl. ungestraft davonkomme.


      Game8 schrieb:

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Wie viele von euch haben schon kritische Kommentare gesperrt? Sorry, ich kann Leute nicht Ernst nehmen, die auf der Straße und im Netz mit Sekundärwissen für ein freies Internet protestieren, aber gleichzeitig jegliche Form der Kritik blockieren und verlogen als Menschenhass titulieren.
      Du kannst aber auch nicht pauschalisieren und sagen alle sind schuld weil sie irgendwo vielleicht mal was geblockt haben und haben deshalb nur irgendwelches "Sekundärwissen" haben und damit auf die Straße gehen. Das ist in etwa so als wenn ich dir sage du darfst kein Auto fahren weil du früher als Kind auf dem Fahrrad mal rechts vor links missachtet hast. Das ist Bullshit so zu argumentieren. Ich denke die wenigsten löschen Kritik, aber fast alle löschen puren Hate und alles was dazu gezählt wird, und das ist völlig legitim. Viele fragen ja sogar hier in Feedback Threads explizit nach Kritik.Will meinen: Ich kann Leute nicht ernst nehmen die so abwiegen wie du. Damit begibst du dich auf in einer DIskussion direkt mit beiden Füßen auf eine Ebene wie ein Axel Voss, der rennt sogar schon mit Scheuklappen durch die Welt.
      Sorry, das hätte ich näher erklären müssen, das kann man wirklich schnell falsch verstehen.
      Sekundärwissen:
      Wer von den Kritikern weiß, welche Algorithmen und Progammiertechniken zum Einsatz kommen und, ob die wirklich nicht umsetzbar wären? Selbst Solmecke ist kein Informatiker, sondern Anwalt. Und wer hat den Gesetzestext im Original gelesen und verstanden? Ob die nur protestieren, weil die wirklich gegen Artikel 13 sind, der Masse folgen oder nur Gronkh und Co. sehen wollen, können wir nicht beweisen.
      Meine Frage bzgl. des Sekundärwissens, kann hingegen jeder für sich selbst ehrlich beantworten. Ich hab zum Thema auch nur 95% Sekundärwissen, aber das zuzugeben ist nicht schlimm. Man sollte aber dann auch wahrnehmen, das dass eigene Wissen einfach falsch sein kann.

      Purer Hate (lolz):
      Muss zuerst sagen, sieht man auf Youtube eher selten, auch bei denen, die nicht löschen.
      Was für eine Paralleljustiz wird denn da angewandt für die Bestimmung? Safespace oder Mimimimi? Da ist wieder diese Doppelmoral. Du willst keinen Filter, filterst aber nach eigenem System. Userkommentare sind auch Content.
      Und diese Filterung soll jetzt halt im großen Stil kommen. Ein paar prominente, unberechtigte Beispiele habe ich genannt (Katja und Maxim). Ich bin sicher, du hast Recht, vielen gelöschte Beiträge sind legitim, bei einigen wird aber übertrieben - wir machen das fast alle als Hobby und sind nicht unfehlbar.
      Artikel 13 ist doch im weiteren Sinne schon da.
      Artikel 13 wird wie deine Beitragslöschung viel richtig machen und auch Bauernopfer fordern.
      (Das sollten wir aber privat oder in einem anderen Thread weiterdiskutieren, das geht jetzt zu weit weg, wenn wir jetzt diskutieren wollen, wo Hate anfängt und Kritik aufhört)

      Game8 schrieb:

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Guck euch Maximnoise an; er hat doch tatsächlich wegen Kritik eines Younowers dessen Adresse ausfindig gemacht,2 Typen (Schläger?) losgeschickt und damit noch auf Twitter angeben und sich stark gefühlt. WTF?
      Das hat allerdings nichts damit zu tun was du im ersten Absatz angesprochen hast. Wer auch immer dieser Typ ist und wenn er das gemacht hat gehört er dafür entsprechend verurteilt. Wieso du das jetzt als Argument vorbringen möchtest das man Hate oder persönliche Dinge die im Internet nichts zu suchen haben nicht löschen darf weiß ich nicht. Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun, davon ab wette ich, dass die Leute die protestieren nicht einfach nur blind folgen (zumindest nicht die große Masse), sondern sehr wohl wissen und verstehen worum es geht und wozu sie unterwegs sind. Denen allen nur irgendein Sekundärwissen zuzupreschen halte ich für arg provokant und kurzsichtig.
      .
      .
      .

      Game8 schrieb:

      Naja und? Verlangen kann man viel, ich kann auch sagen lösch deinen Kanal weil ich finde der hat nichts auf YouTube verloren. Zwischen verlangen und bekommen liegen aber Welten, von dem Fall habe ich keine Ahnung, aber wenn Tanzverbot das daraufhin gelöscht haben sollte wars ihm entweder kack egal oder er hat halt einfach nachgegeben weil er keinen Bock auf eine juristische Auseinandersetzung hatte. Was das jetzt alles mit Artikel 13 zu tun hat weiß ich aber nicht.
      Das waren 2 weitere Negativbeispiele, wie verantwortungslos mit den Content und Meinungsfreiheit umgegangen wurde. Im weiteren Sinne geht es in der Artikel 13 um die Diskussion eines freien Internets (in einem vernünftigen Rahmen hoffe ich doch). Um das kurz zu konkretisieren. Er wurde mit Gewalt bedroht. Der Rapper Seyed war dort noch als Streitschlichter und hat das bestätigt.
      Mein Punkt war/ist daher, dass Schlägertrupps und Araber-Clans in diesen Beispielen wie ein physischer Uploadfilter gewirkt haben, die Initiatoren aber auf Artikel 13 Demos sich für ein freies Internet einsetzen (MaximNoise ist auch immer dabei lolz) - da ist schon eine gewisse Doppelmoral erkennbar.

      Game8 schrieb:

      Zusammengefasst: Wäre vor allem Artikel 13 halbwegs überlegt und nicht von Lobbyisten ausarbeitet worden wäre dieser mit Sicherheit nicht dieses ganze Theater wert gewesen. Der Großteil der Leute wird ganz sicher dafür sein, dass Kreative und Schaffende entsprechend vergütet werden und man somit weiterhin tolle Inhalte, in welcher Form auch immer, bekommen kann. Leider zeigt Artikel 13 einmal mehr, wie kurzfristig viele Politiker denken und wie viel Papiere auf denen etwas steht wert sind (siehe Koalitionsvertrag). Das du den Leuten die das bemerkt haben und es zurecht unverschämt finden jetzt eine Art Doppelmoral vorwirfst finde ich nicht in Ordnung.
      Da muss ich mich entschuldigen, ich wollte niemanden über einen Haufen werfen - wirklich nicht, ich finde die Artikel 13 Diskussionen sind nur immer sehr einseitig. Ganz klar: Spam und häufige Beleidigungen und Volksverhetzung, sollte man am besten schon aus Jugendschutzgründen löschen.

      Ich habe halt den Verdacht, dass die Artikel 13 Gegner die Leute genauso instrumentalisieren wie Springer & Co. das mit Axel Voss gemacht haben. Bsp.: Solmecke würde auf mittelfristige Sicht eine Teil seines Klientel verlieren (Jetzt sind wir wieder direkt beim Thema Postapokalypse), die Youtuber, die nur auf andere Videos reacten und das heruntermachen etc., könnten durch eine Filter gelöscht werden oder diese Youtube News-Leute, die leben nur von fremden Content.
      Wie komme ich auf den Verdacht?
      Das, was du hier einräumst, dass Contentcreator ihren Berechtigten Beitag erhalten sollen, das hört man viel zu wenig in den Artikel 13 Diskussionen.

      Ich arbeite selbst als Spielentwickler bei einer großen, europäischen MMO-Schmiede, bei uns wurden 70 Leute aus der Mobile-Abteilung entlassen. Auf myg...y und b..se habe ich unser Game gecracked gefunden mit mittlerweile über 70 000 Downloads (auf beiden Seiten zusammen) - hahahah kann man sich nicht mehr ausdenken. Aber gut, ob Artikel 13 sowas verhindert hätte, wahrscheinlich nicht.

      Der Umgang mit den Thema ist schrecklich, das wurde schon in eine anderen Thread diskutiert und auf anderen Plattformen - ich denke darüber müssen wir nix mehr sagen. Der Schaden ist durch beide Seiten zudem schon gemacht, kann man nicht mehr ändern; die einen sind Bots, die anderen werden bombardiert.

      In den anderen Punkten, die ich jetzt nicht zitiert habe, da muss ich dir schon Recht geben. Das war ich teilweise extrem, teilweise oberflächlich und teilweise stimmst du mir auch zu. Auf jeden Fall etwas zum Nachdenken.
      Wir sollten aber trotzdem keine Angst haben, für Privat-Gamer und Hobby-LetsPlayer wird die Apocalypse recht klein ausfallen.
      Ihr braucht ein paar Anregungen, um gottähnliche Wesen in einer post-apokalyptischen Welt zu vernichten?
      Dann kommt zu mir: Youtube - Gleipnir Service Center
    • Gleipnir Service Center schrieb:

      Sind von dir wie auch von mir erstmal nur Behauptungen. Wenn das einer nicht will wie im Fall von Persona 5 (Atlus) und Fate Extella Link (Marvelous) muss man das akzeptieren. Wer von den Artikel 13 Gegner und gleichzeitig LetsPlayern würde das respektieren? [...] Mir ist schon klar, dass der Ruf nach völliger Kontrolle und Gesetzeskonformität Utopie ist, aber wie gesagt, nur dass etwas nicht strafbar ist, heißt nicht, dass es richtig ist das zu tun...
      Es ist bereits strafbar, der Uploader haftet dafür und hätte sich vorher um die Rechte kümmern müssen. Die liegen bei Altus und als Inhaber steht es ihnen frei, diese Rechte auch umzusetzen. Sie könnten es auch soweit eskalieren lassen, dass es die Uploader wesentlich empfindlicher trifft als mit einem Claim oder Strike. Das wäre auch jetzt bereits möglich. Die Frage, ob es richtig oder falsch ist, stellt sich demnach nicht.

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Natürlich, nicht jeder der solche Seiten besucht, ist sofort ein Verbrecher. Darüber, dass dann aber Verwertungsgesellschafter und Rechteinhaber sich auf den Schlipps getreten fühlen und Konsequenzen fordern, muss man sich dann nicht wundern.
      Natürlich nicht, allerdings zielt diese Urheberrechtsreform nicht darauf ab. Den Seiten ist die Reform scheißegal.

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Die Politiker wissen wahrscheinlich nicht, das sowas existiert und haben deshalb kein direktes Gesetz. Heißt aber nicht, das sowas cool ist und dass man es deswegen machen sollte.
      Die Gesetze sind, wenn es jetzt nicht gerade der Überfall-Paragraph ist, in der Regel relativ abstrakt gehalten. Heißt, der Umstand muss nicht direkt exakt so drinstehen. Und in dem Fall könnte es durchaus sein, dass aus einem bereits existierenden Paragraphen eine Haftung entsteht. Das Verlinken könnte bereits kritisch sein, hängt aber vom Einzelfall ab.

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Wer von den Kritikern weiß, welche Algorithmen und Progammiertechniken zum Einsatz kommen und, ob die wirklich nicht umsetzbar wären?
      Von den YouTubern gibt es einige mit tiefgehendem Wissen in der Informatik und deren Ansichten werden auch von anderen Seiten gestützt. Und die Kritiker, die davon keinen Plan haben, beziehen sich auf diese Aussagen, oder zumindest auf ihre Erfahrungen mit Content-ID. Ich werde das nicht im Detail ausführen, allerdings sind die Ansichten von Leuten mit diesen Kenntnissen relativ klar.

      Es ist mit sehr hohem Aufwand möglich, eine Software zu bauen, die relativ zuverlässig erkennt, ob ein Werk ein anderes enthält. Es ist aber derzeit und auf absehbarer Zeit nicht möglich, den Kontext entsprechend zu analysieren und zu erkennen, ob das noch in eine Schrankenregelung fällt.

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Bsp.: Solmecke würde auf mittelfristige Sicht eine Teil seines Klientel verlieren (Jetzt sind wir wieder direkt beim Thema Postapokalypse), die Youtuber, die nur auf andere Videos reacten und das heruntermachen etc., könnten durch eine Filter gelöscht werden oder diese Youtube News-Leute, die leben nur von fremden Content.
      Die Urheberrechtsfälle werden durch die Richtlinie auf kurz- und mittelfristige Sicht eher zu- als abnehmen, weil die Richtlinie noch so unklar ist und im Detail mehr Probleme verursacht als löst. Ich glaube wirklich nicht, dass wir uns um Solmecke Sorgen machen müssen, er würde von der Sache wahrscheinlich sogar eher profitieren.

      Dass die YouTuber eine große Reichweite mitbrachten und manche von den Artikel 13 - Gegnern eher auf dem Trip "Idol befiehlt, wir folgen" drauf sind. Okay, mag sein, kann ich nicht abstreiten. Allerdings habe ich von den Argumenten, die ich gehört habe, auch schon den Eindruck, dass da bei vielen ein solides Grundwissen da ist.

      Ich glaube nebenbei, dass die wenigsten großen YouTuber wirklich darunter zu leiden hätten, wahrscheinlich auch YouTube selbst nicht. Mich selber stören drei Dinge am Meisten:
      1. Der Weg ohne die Lizenzierung sollte machbar sein. Ist er nicht.
      2. Die Ausnahmen vom Artikel 13, dessen Umsetzung nicht ganz unproblematisch bis unmöglich ist, sind sehr eng gestrickt. Quasi jede Plattform fällt darunter. Das war in einem früheren Entwurf nicht so.
      3. Filterpflicht halte ich für riskant.

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Das, was du hier einräumst, dass Contentcreator ihren Berechtigten Beitag erhalten sollen, das hört man viel zu wenig in den Artikel 13 Diskussionen.
      In jeder einzelnen, mir bekannten Diskussion, die diesen Namen verdient. Und auch abseits der Diskussionen wurde sich klar so positioniert. Es ist kein Auswuchs einer "Kostenloskultur", wie es gerne betitelt wird.

      Gleipnir Service Center schrieb:

      hahahah kann man sich nicht mehr ausdenken. Aber gut, ob Artikel 13 sowas verhindert hätte, wahrscheinlich nicht.
      Diesen Seiten könnte Artikel 13 nicht egaler sein und keine einzige wird dadurch verschwinden.

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Der Umgang mit den Thema ist schrecklich, das wurde schon in eine anderen Thread diskutiert und auf anderen Plattformen - ich denke darüber müssen wir nix mehr sagen. Der Schaden ist durch beide Seiten zudem schon gemacht, kann man nicht mehr ändern; die einen sind Bots, die anderen werden bombardiert.
      Die Diskussion hat den Boden der Sachlichkeit bereits lange verlassen, was sich teils durch die beschissene Argumentation der CDU/CSU (EP), die bereits ihrer eigenen Partei peinlich ist, hochschaukelt, teils aber auch darin begründet ist, dass die Zeit mittlerweile knapp wird. Es geht darum, Leute entsprechend zu ziehen und zu zeigen, dass die Thematik bedeutender ist als viele annehmen. Mir gefällt das auch nicht unbedingt, allerdings finden noch gute Auseinandersetzungen mit dem Thema statt, die auch recht gut zu erreichen ist. Deshalb kann ich - noch - damit leben.


      Gleipnir Service Center schrieb:

      Purer Hate (lolz):
      Muss zuerst sagen, sieht man auf Youtube eher selten, auch bei denen, die nicht löschen.
      Was für eine Paralleljustiz wird denn da angewandt für die Bestimmung? Safespace oder Mimimimi? Da ist wieder diese Doppelmoral. Du willst keinen Filter, filterst aber nach eigenem System. Userkommentare sind auch Content.
      Und diese Filterung soll jetzt halt im großen Stil kommen. Ein paar prominente, unberechtigte Beispiele habe ich genannt (Katja und Maxim). Ich bin sicher, du hast Recht, vielen gelöschte Beiträge sind legitim, bei einigen wird aber übertrieben - wir machen das fast alle als Hobby und sind nicht unfehlbar.
      Artikel 13 ist doch im weiteren Sinne schon da.
      Artikel 13 wird wie deine Beitragslöschung viel richtig machen und auch Bauernopfer fordern.
      (Das sollten wir aber privat oder in einem anderen Thread weiterdiskutieren, das geht jetzt zu weit weg, wenn wir jetzt diskutieren wollen, wo Hate anfängt und Kritik aufhört)
      Den Einwurf verstehe ich nur bedingt - wahrscheinlich, weil ich die beiden Fälle nicht kenne. Unter deinen Videos kannst du löschen wie du lustig bist, die Plattform hat das Hausrecht und gibt dies an den Kanalbetreiber weiter. Und deine Urheberrechte kannst du auch wahren wie du lustig bist. Wenn dich ein Video stört und deinen Content benutzt, dann setze sie durch.

      Ich bin gegen eine Filterpflicht, weil die Schranken vom Urheberrecht nicht gerade selten angewandt werden müssen und die Anzahl der Bauernopfer zu hoch sein wird.
      Java is to JavaScript what Fun is to Funeral

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von RealLiVe ()

    • Gleipnir Service Center schrieb:

      Wichtig: Wenn euch jemand sagt, man möchte nicht, dass Content gefilmt, aufgenommen, gestreamt oder geLetsPlayt werden, dann solltet (müsst?) Ihr das unabhängig der Gesetzeslage respektieren, ansonsten haben wir Artikel 13 mehr als verdient.
      dafür brauchen wir aber kein Artikel 13, das kann man jetzt alles schon wunderbar mit den bestehenden Urheberrechts-Gesetzen abdecken. Das ist aber auch gar nicht der Punkt an der Geschichte. Es geht nicht um die Urheber oder deren Rechte (dafür gibt es genug Werkzeuge und die funktionieren auch); es geht um die Verwerter, die gerne jeden letzten Cent aus der ganzen Chose herauspressen möchten.
      Wieso wird immer so getan, als könne man aktuell nichts gegen Urheberrechtverletzungen tun?

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Bsp.: Solmecke würde auf mittelfristige Sicht eine Teil seines Klientel verlieren (Jetzt sind wir wieder direkt beim Thema Postapokalypse)
      genau für solche Aussagen hat der Herr übrigens die FAZ mehrfach strafbewehrt abgemahnt, daher glaube ich nicht, dass das einer seiner Beweggründe ist.
      Finde solchen Argumentationen auch ehrlich gesagt mehr als schäbig. Bin ich gegen Artikel 13 weil ich ein nototischer Urheberrechtverletzer bin? Eher nicht, sondern weil ich ein Fan von Freiheit von Informationen bin. Und bei Zensurmöglichkeiten sehe ich rot.

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Das, was du hier einräumst, dass Contentcreator ihren Berechtigten Beitag erhalten sollen, das hört man viel zu wenig in den Artikel 13 Diskussionen.
      du wirst mit Artikel 13 auch als Content-Creator nicht mehr bekommen. Eher weniger. Warum? Damit du als Urheber deine Rechte unter Artikel 13 vertreten lassen kannst (also deinen Content listen lassen kannst, dass er nicht hochgeladen wird); MUSST du mehr oder weniger zwingend bei einem Verwerter unterschreiben, denn nur diese Leute sind in der Lage, mit Youtube & Co über die Modalitäten einer Listung zu verhandeln. Youtube wird nicht jeden Creator kontaktieren, das ist nicht möglich. Also hält man sich an Verwerter und verhandelt mit denen-
      Das Beste an der Sache ist jedoch, dass Artikel 12 den Verwertern wieder mehr Tantiemen einräumt als zuvor. 40% von dem was du persönlich erschaffen hast und vergütet wirst, landet beim Verwerter, weil er durch Artikel 12 wieder zum "Mit-Urheber" wird. Das wurde bei uns durch den EuGH und den BGH gekippt. Das wird dann einfach wieder eingeführt.
      https://www.freischreiber.de/aktuelle/gegen-artikel-12-der-eu-urheberrechtsreform

      Gleipnir Service Center schrieb:

      Ich arbeite selbst als Spielentwickler bei einer großen, europäischen MMO-Schmiede, bei uns wurden 70 Leute aus der Mobile-Abteilung entlassen. Auf myg...y und b..se habe ich unser Game gecracked gefunden mit mittlerweile über 70 000 Downloads (auf beiden Seiten zusammen) - hahahah kann man sich nicht mehr ausdenken. Aber gut, ob Artikel 13 sowas verhindert hätte, wahrscheinlich nicht.
      100% nicht. Denn Warez-Seiten werden auch nach Artikel 13 weiter existieren. Oder glaubst du, die werden auf einmal Filter einführen? Wohl eher nicht. Illegale Seiten interessiert kein Gesetz und deren Nutzer auch nicht.
      Dieser ganze Entwurf wurde von Verlagen und Verwertern angestoßen, weil man mit dem aktuellen Geschäftsmodell kaum noch Geld verdienen kann. Man generiert zwar gerne Reichweite über Google und Co ist aber auf der anderen Seite auch geldgeil und hätte gerne die Reichweite UND würde dafür noch bezahlt werden.
      Zudem ist die Rechnung von 70.000 Downloads als entgangene Verkäufe eine Milchmädchenrechnung, aber das ist nicht das Thema hier.

      Dass die Marktdominanz großer amerikanischer Konzerne ein Problem ist, sollte jedem klar sein, aber man kann NICHTS dagegen machen, wenn man das Internet zu Tode reglementiert und jeglichen Start-Ups aus unserem Dunstkreis es so schwer wie möglich macht. Warum kommt keine Top-App aus Europa? Warum gibts kein europäisches Google oder Amazon? Weil man bei uns für solche Projekte durch den Gesetzgeber "bestraft" und massiv gebremst wird. 70er Jahre Gesetze und neue Regeln, die alles noch schlimmer machen, sind auf jeden Fall nicht der Weg, um konkurrenzfähig zu werden. Ganz abgesehen von der Müll-Infrastruktur bei uns.
      Man hat gepennt und jetzt hat man den Salat. Und anstatt kreativ zu werden und die eigene Industrie zu fördern, drischt man wie wahnsinnig auf GAFA ein und erwischt halt (sowas Blödes aber auch) eben auch die eigene Industrie und schädigt sie nachhaltig.
    • Gleipnir Service Center schrieb:



      Sorry, das hätte ich näher erklären müssen, das kann man wirklich schnell falsch verstehen.Sekundärwissen:
      Wer von den Kritikern weiß, welche Algorithmen und Progammiertechniken zum Einsatz kommen und, ob die wirklich nicht umsetzbar wären? Selbst Solmecke ist kein Informatiker, sondern Anwalt. Und wer hat den Gesetzestext im Original gelesen und verstanden? Ob die nur protestieren, weil die wirklich gegen Artikel 13 sind, der Masse folgen oder nur Gronkh und Co. sehen wollen, können wir nicht beweisen.
      Meine Frage bzgl. des Sekundärwissens, kann hingegen jeder für sich selbst ehrlich beantworten. Ich hab zum Thema auch nur 95% Sekundärwissen, aber das zuzugeben ist nicht schlimm. Man sollte aber dann auch wahrnehmen, das dass eigene Wissen einfach falsch sein kann.

      Ich habe halt den Verdacht, dass die Artikel 13 Gegner die Leute genauso instrumentalisieren wie Springer & Co. das mit Axel Voss gemacht haben. Bsp.: Solmecke würde auf mittelfristige Sicht eine Teil seines Klientel verlieren (Jetzt sind wir wieder direkt beim Thema Postapokalypse), die Youtuber, die nur auf andere Videos reacten und das heruntermachen etc., könnten durch eine Filter gelöscht werden oder diese Youtube News-Leute, die leben nur von fremden Content.
      Wie komme ich auf den Verdacht?
      Das, was du hier einräumst, dass Contentcreator ihren Berechtigten Beitag erhalten sollen, das hört man viel zu wenig in den Artikel 13 Diskussionen.
      Hallo, sorry, dass ich mich hier einmische, aber habt ihr die Videos von Christian Solmecke alle gesehen?

      Er beschäftigt sich schon seit mindestens 1 Jahr mit dem Thema Uploadfilter, siehe sein Video
      Tod des Memes? - Zerstören bald Upload-Filter das Internet? | RA Christian Solmecke Am 24.02.2018 veröffentlicht


      In einem seiner Videos geht er darauf ein, dass ihm vorgeworfen wurde, dass ihm eine Menge an Aufträgen verloren ginge, aber er hatte viele Fälle von Peer to Peer, also Torrent- und andere Filesharingabgemahnte als Klienten, das würde also gar nicht durch Artikel 11 bis 13 oder wie sie neu heissen, 14-17 erfasst, es hat also gar keine Auswirkung um ihn als Person
      Auch sagt er, dass er seit seiner Studiumszeit eine Bilderuploadseite programmiert hat und noch heute betreibt, soviel zu "er ist nur Anwalt und hat keine Ahnung von Informatik" und dass er damit als Betreiber im Falle von Upload von urheberrechtlich geschützten Materials haftbar wäre. Aber, in den Ca 10 Jahren, die er die Seite betreibt, gabs anscheinend 3 Fälle, die gemeldet wurden, wo er Name, Mailadresse, IP des Uploaders preisgeben sollte, damit sich der Urheber an diesen wenden konnte.

      Weil er die Bilderseite durch Werbung finanziert und damit 100 Euro umgesetzt hat, ist er gewinnorientiert und würde ebenso unter Richtlinie fallen wie weil er die Plattform länger als 3 Jahre betreibt. Das Gesetz ist einfach zu schwammig formuliert und daher kann jeder drunter allen, obwohl immer gerne was anderes gesagt wird.

      Es lohnt sich also tatsächlich, seine Videos anzusehen und sich sein Halbwissen aufbessern zu lassen.


      Er hat hier ne Playlist der Artikel 13 und Urheberrechtsvideos