Passendes Mikro für YouTube-Neuling

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Passendes Mikro für YouTube-Neuling

    Anzeige
    Moin,

    ich bin zurzeit auf der Suche nach einem neuen Mikro um mein Headset abzulösen.
    Ich habe Geld gespart und bin auch bereit mehr auszugeben.

    Ich besitze bereits ein Steinberg UR12 da ich damit immer eine E-Gitarre aufgenommen habe.

    Ich habe mich bei den Mikros mal umgeschaut und bin auf 4 Mics gestoßen die mir ganz gut gefallen.
    (Ich werde mal alles auflisten mit dem Zubehör das ich dazu nehmen würde)

    1.
    Rode Procaster
    Rode PSA1
    Rode PSM1
    K&M Popfilter
    Cordial XLR Kabel
    Kosten: 260€

    2.
    Audio Technica AT 2035
    Rode PSA1
    K&M Popfilter
    Cordial XLR Kabel
    Kosten: 250€

    3.
    Rode NT1-A
    Rode PSA1
    Kosten: 206€

    4.
    Blue Yeti Broadcasting Set (Das Mic, Spinne und Arm)
    K&M Popfilter
    Kosten: 240€

    Das sind die Mirkos die mir vom Sound her schonmal gut gefallen.
    Das Problem ist das ich am liebsten das Procaster nehmen würde aber ich glaube das mein Steinberg UR12 dafür zu schwach sein wird und ich den gain soweit aufdrehen muss das es zu stark rauscht.
    Bei den andern 3en könnte ich das Problem haben das sie zu viel Umgebung aufnehmen z.B. Tastatur.
    Das einfachste wäre das Yeti, aber von dem her das ich schon ein Interface habe wären die andern auch kein Problem.

    Was würdet ihr nehmen oder sogar was ganz anders?
    Sind meine bedenken mit dem Procaster berechtigt und nehmen die Großmembraner wirklich so stark Tastatur usw. auf?

    Vom Preis her sollte es so in der Region bis 270€ bleiben (weniger ist immer besser) und am liebsten habe ich diesen Nahbesprechungseffekt wie beim Procaster.

    LG Blayzer

    (Hoffentlich bin ich hier im Unterforum richtig :D )
  • Von deinen vier Favoriten würde ich persönlich am ehesten zum AT2035 oder zum NT1-A raten. Die klingen recht gut und lassen sich mit guter Positionierung auch von Tastaturgeräuschen nicht zu sehr stören (ich habe das NT2-A und man hört bei mir so gut wie niemals Tastenklackern).
    Das Procaster ist zwar sehr beliebt, gefällt mir aber vom Klang her nicht wirklich. Wenn du es doch nehmen solltest, könntest du mit einem Cloudlifter CL1 das Signal rauschfrei verstärken.
    Und vom Blue Yeti würde ich persönlich so viel Abstand nehmen wie möglich. :P
  • Das AT2035 ist vom Klang her eher flach und ausgewogen, das NT1-A ist stark gefärbt und hat schon von Haus aus diesen bassigen Ton, der an Nahbesprechungseffekt und Radiomoderator erinnert. Das neue NT1 hingegen ist wieder recht ausgewogen, ähnlich wie mein NT2-A, also für spätere Nachbearbeitung etwas geeigneter.
    Was davon jetzt für deine Ansprüche, deine Stimme und deine Aufnahmeumgebung passender ist, müsstest du halt leider selbst testen. ;) Pauschal gibt es da kein "besser" oder "schlechter".
  • Es sind alles normale Nieren, also verhalten sie sich relativ ähnlich mit Umgebungsgeräuschen, ja. Für Super- oder Hypernieren müsste man dann schon eher bei Kleinmembranern und Gesangsmikrofonen schauen.
    Was Netzbrummen angeht, sind die Mikrofone meistens ziemlich resistent, da spielt eher die Abschirmung des XLR-Kabels und des Interfaces eine Rolle. Da machst du aber mit Cordial und Steinberg nichts falsch.
  • Wegen den Mikrofonen musst du halt schauen welches dir klanglich am besten gefällt jeder hat da so seine eigenen Vorlieben. Von allen gefällt mir persönlich klanglich das Procaster am besten. Es blendet Nebengeräusche gut aus und setzt deine Stimme in den Vordergrund. Mit einem guten Mischpult kann man aus dem Procaster auch noch mehr herausholen. Dafür muss das Mikrofon jedoch nah an deinem Mund sein damit du einen guten Klang hast. Ich nutze keinen seperaten Popschutzfilter für mein Procaster, da es bereits einen eingebauten Popschutzfilter besitzt.

    Das NT1A ist empfindlicher als das Procaster ist klanglich aber auch nicht schlecht. Jedoch nimmt das NT1A Umgebungsgeräusche lauter auf als beispielsweise das Procaster. Ich las von manchen Nutzern des NT1A´s das Umgebungsgeräusche aus dem Nebenraum teilweise sogar mit aufgenommen wurden, welche das genau sind und wie laut die in der eigentlichen Aufnahme waren weiß ich nicht, da ich das lediglich gelesen habe.
  • Naja, das mit den Umgebungsgeräuschen ist meistens (!) nur eine falsche Positionierung und Einstellung. ;) Mein NT2-A nimmt meine Mausklicks nicht wahrnehmbar auf, und das sind keine 30 cm Abstand. Auf der anderen Seite kenne ich Aufnahmen vom Procaster, in denen man buchstäblich Flöhe im Nachbarort husten hört... Wie gesagt, alles eine Frage der Positionierung und Einstellung (und eventuell Nachbearbeitung).
  • Naja das Procaster ist halt ein Dynamisches Mikrofon, d.h. es ist weniger empfindlich für Nebengeräusche während das NT1-A sehr viele Geräusche mit aufnimmt.
    Klar kann man viel mit den Einstellungen des Mischpultes rausholen, allerdings empfinde ich das Procaster als das überlegene Mikrofon mit weniger Sorgen. Hatte sowohl das NT1-Kit als auch das Procaster (welches ich aktuell noch verwende)
  • Julien ich weiß auf was du hinaus willst aber es besteht ja trotzdem ein klarer Unterschied zwischen den beiden Bauarten und dessen sollte man sich vor dem Kauf schon bewusst sein.
    Die dynamischen Mikrofone sind schon alleine aufgrund der Funktionsweise weniger empfindlich, das heißt bei einem Kodensator und einem Dynamischen Mikro wirst du immer beim Kondens. mehr Störgeräusche haben als beim Dynamischen.
    Das heißt nicht, dass es nicht ausgleichbar (siehe Juliens Punkt) wäre, allerdings wirst du garantiert mit einem dynamischen Mikrofon weniger Probleme haben als mit einem Kondensator, besonders wenn du kein besonders qualitativ hochwertiges Mischpult hast.
    Dafür hast du halt bei einem Kondensator in der Preisklasse oft eine bessere Range bei der Aufnahme, wobei beim Let's Play und Podcasten das sowieso nebensächlich ist, das betrifft dann eher Gesang etc.

    Ich sollte es wissen, musste das dieses Semester im Studium mehr als ausführlich durchkauen D=
  • Julien schrieb:

    Und noch mal: In den allermeisten Fällen ist es eine Frage der Positionierung und Einstellung.
    Das stimmt aber nicht immer kann das Mikro perfekt ausgerichtet werden und muss immer und immer wieder neu positioniert werden mit einem Schwenkarm.
    Dynamisch ist da die einfachere Methode. Vorallem das Procaster und das NT1A nehmen sich vom Klang nicht viel. Deswegen ist das Procaster klar die bessere Wahl.
  • Ich würde Dir auch vom Procaster abraten. Allein schon,weil dein PreAmp zu schwach ist.
    @Julien kann Dir sicher ein paar Tipps geben, wie man sein Mikro optimal positioniert bzw.einspricht. Oder Du greifst zu einem Kleinkondensatormikro. Ich nutze ein Kleinkondensator-Gesangsmikro.
    Ich habe mir auch schon überlegt ein dynamisches Mikrofon zu kaufen. Dann würde ich aber in etwas hochwertigeres investieren wie zB. Shure SM7B, Electrovoice ER 20 oder Neumann BCM 705. Die klingen noch etwas besser als das Procaster.
    Du kannst dir ja Mal Klangbeispiele anhören. Max von DiePrototypen nutzt ein Procaster, ich nutze ein Kleinkondensatormikro mit Superniere, Julien ein Großkondensator NT2-A. Max und meins sind unbearbeitet, da es Livestreams waren.
  • Soweit ich weiß nutzt Gronkh auch noch ein Procaster. Bei meinem Mischpult ist die Mikrofonverstärkung voll und der Gain auf den letzten Punkt vor Anschlag eingestellt dann ist das Signal zumindest in Kombination mit AG03 und Procaster bei mir laut genug.

    @Julien hat auch eine rauschfreie Verstärkung für das Procaster empfohlen. Bei meinem Pult ist das zwar nicht umbedingt nötig aber bei manch anderen Pulten könnte das Signal wirklich teilweise zu leise sein. Da hilft nur probieren und wenn man es wirklich braucht es bestellen weil billig ist das Teil wirklich nicht.

    @Blayzer sollte das Mikrofon nehmen was ihm persönlich am besten überzeugt denn jedes hat seine eignen Vor und Nachteile und darüber zu diskutieren welches besser ist kann ewig so weiter gehen da jeder andere Kriterien als Nachteile oder gar Vorteile empfindet.
  • Das AT2035 hat meinem Eindruck nach eine etwas ausgeprägtere Nierencharakteristik und ist damit gegenüber dem NT1a etwas unempfindlicher gegenüber Umgebungsgeräuschen. Außerdem klingt es IMO einfach besser. Das NT1a finde ich in den Höhen unangenehm spitz. Vorteil beim NT1a sind der in die Spinne integrierte Popschutz und das etwas geringere Eigenrauschen, wobei der Unterschied in der Praxis keine Rolle spielen sollte, da das AT2035 auch in dieser Beziehung durchaus respektabel ist.

    Als Popschutz für das AT2035 macht sich optisch sowas ganz gut:
    ebay.de/itm/Mikrofon-Popschutz…Mikrofon-Mic/202271826995

    Ist zwar nicht der effektivste Popschutz der Welt, aber wenn man nicht gerade auf 5cm ran geht und direkt frontal auf die Membran hustet, dann ist es ausreichend und das Ding ist halt deutlich kompakter als irgend so eine riesige Stoffscheibe.

    Blayzer schrieb:

    Das Problem ist das ich am liebsten das Procaster nehmen würde aber ich glaube das mein Steinberg UR12 dafür zu schwach sein wird und ich den gain soweit aufdrehen muss das es zu stark rauscht.
    Das Interface sollte für das Procaster OK sein. Ich hatte mit dem AG03 beim Procaster zumindest keine Probleme mit Rauschen und das AG03 hat den gleichen Preamp wie das Steinberg-Interface.

    Blayzer schrieb:

    Sind meine bedenken mit dem Procaster berechtigt und nehmen die Großmembraner wirklich so stark Tastatur usw. auf?
    Das Procaster ist auch ein Großmembraner, nur halt ein dynamischer. Ich persönlich bin ja immer noch der Meinung, dass dynamische Mikros bauartbedingt etwas unempfindlicher sind bzgl. Umgebungsgeräuschen, aber andere sind der Meinung, dass bei äquivalenten Gain-Einstellungen kein Unterschied existiert. Zumindest mit dem AT2035 sollten sich aber bei vernünftiger Positionierung störende Umgebungsgeräusche in den meisten fällen auch minimieren lassen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von Die Kiste ()