Spezialisieren oder ausprobieren?

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    • Spezialisieren oder ausprobieren?

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      Heute möchte ich euch die Frage stellen, wie ihr zu einem ganz bestimmten Thema steht. Denkt ihr es macht mehr Sinn seinen Kanal auf ein bestimmtes Feld zu spezialisieren? Sei es, das man sich dazu entscheidet einen reinen Let's Play Kanal zu machen, oder sich nur um bestimmte Genres kümmert - oder - ist wildes rumprobieren "erlaubt"? Das heißt, haltet ihr es für bedenklich, eure Abonnenten die für Let's Plays gekommen sind, durch, z.B. Online Sessions in reinen Multiplayer-Spielen zu verschrecken, oder ist ein buntes durcheinander vielleicht sogar förderlich?

      Ich kann das ganz präzise an einem Beispiel von meinem alten Kanal aufzeigen, ich möchte das aber nur als Beispiel anbringen, es soll jetzt nicht Kernstück der Diskussion werden...

      Jedenfalls hab mal die Erfahrung mit einem Kanal gemacht den es von 2010 bis 2016 gab, wo ich nach etwa der Hälfte der Lebenszeit angefangen habe auch andere Formate zu machen, wie z.B. Podcasts, Reviews, Ersteindrücke, Online Games, Retro Games, etc. Letzendlich gab es dadurch für einzelne Videos mehr Aufmerksamkeit, aber die kleine Community die ich mir bis dahin aufgebaut hatte, hat Stück für Stück das sinkende Schiff verlassen und Aufrufe stimmten zwar aber plötzlich wollte sich niemand mehr beteiligen. Denkt ihr das könnte an meinem Format Umschwung gelegen haben oder sind da evtl. auch einfach andere Sachen in Betracht zu ziehen - z.B. das man nach 6 Jahren einfach "ausgespielt" hat und Menschen generell gerne auf der Suche nach neuem sind und von meiner Seite aus nichts mehr geboten werden konnte?

      Wie steht ihr grundsätzlich dazu? Spezialisieren und nur auf einer Art von Party tanzen wollen, oder seinen Strohhalm neugierig überall reinstecken?
    • Erlaubt ist bekanntlich alles was Spaß macht.
      Ob auch alles was Spaß macht "effektiv" ist? Weniger

      Jetzt mag man meinen, dass ein breites Spektrum mehr Zuschauer anziehen sollte, weil sie so unterschiedliche Geschmäcker haben. Stimmt an sich auch. Der Teufel liegt in der ZuschauerBINDUNG und die wird intensiver, wenn die Zuschauer auch mehr Videos deines Inhalts mögen. Auf Dauer sollte das auch die Zahl toter Abonnenten etwas senken, weil fast immer ein Spiel dabei ist, was die Zuschauer mögen, da man sich in der ähnlichen Nische bewegt.

      Genau so kommt es aber auch ein Stück weit auf die Nische an und wie weit womöglich die eigene Persönlichkeit das Spiel überlagert und Zuschauer sich auch Videos von Spielen ansehen, die sie normalerweise eher meiden würden.
      Auch wird man es mit AAA-Titeln Genreunabhängig schwerer haben überhaupt gefunden zu werden als mit Indietiteln, die an sich auch fast wieder ein Genre an sich sind.

      Gerade bei Online- oder Sandbox-Spielen gibt es sogar etliche Kanäle, deren Erfolg mehr oder weniger auf einem einzigen Spiel aufbaut.
      Und vor allem als kleinerer Kanal nützt es viel, wenn man etwas entdeckt was gut funktioniert und dann darauf aufbaut. Je größer die Zuschauerschaft, desto schneller wird man auch in Bereichen gefunden wo man sonst weniger fischt.

      Da Youtube aber nicht nur Statistik ist, sondern in erster Linie ein Hobby, muss jeder seinen eigenen Sweetspot zwischen Clickoptimierung und eigenem Spaß finden. Das gilt sowohl für die Auswahl der Spiele, als auch für den Kommentarstil, Clickbait, etc.
      Jeder hat einen gewissen Spielraum in dem er sich ein Stück weit fürs Kanalwachstum anpassen kann. Bei manchen ist der sehr klein, andere sind da flexibler, weil der Kanalerfolg großer Teil der Youtube-Motivation ist.
      RimWorld täglich 16 Uhr
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    • Ich persönlich tobe mich auf meinem Kanal so aus, wie mir die Nase steht. Ob das gut ist, kann ich nicht beurteilen, aber es fühlt sich toll an der eigene Herr zu sein und das zu bringen, was gerade Spaß macht ^^

      Was besser ist, ist schwierig zu sagen. Letztendlich kommt es drauf an, wie du es rüberbringst. Du kannst gut ankommen, in dem du dich auf eine Sache, beispielsweise ein Genre konzentrierst, weil die Zuschauer wissen warum sie bei dir sind, aber dafür bist du dann auch von diesem Genre abhängig. Machst du mal was anderes, könnten die Leute das Interesse verlieren oder du gewinnst in der Breite mehr Zuschauer, weil du mehr Vielfalt anbietest. Es kommt einfach drauf an, was du draus machst.

      Mir persönlich sind die Gedanken darum zu anstregend, weswegen ich einfach meinen Weg nach Nase gehe. Wem es gefällt, der geht mit und wer nicht, der geht halt woanders hin. Hauptsache ich bin damit zufrieden ^^
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      In einem meiner beliebteren Videos wasche und streiche ich über Microfaser-Bettwäsche. :whistling: Oder ich fahre einen Golf R. Oder ich reise nach Georgien. Oder ich spiele Hello Kitty Online. Ich wage zu behaupten, dass Ausprobieren, Abwechslung und "Ich mache worauf ich gerade Lust habe" bei mir vorherrschen. :D
    • Ich denke man sollte sich nicht zu sehr auf ein thema/genre versteifen und lieber etwas herumexperimentieren. Besonders wenn man noch klein ist, hat man ein wenig narren freiheit und kann experimentieren.
      Natürlich kann ein fixieren auch ein relativ schnellen wachstum einbringen, aber auch das hat schnell seine grenzen erreicht. Ich kenn einige Strategie Kanäle und andere, die sich auf 1 Maingame fixiert haben. Die konnten gut Wachsen, aber haben das selbe problem: machen Sie etwas anderes, werden es einige nicht anschauen (oder schlimmer dich shitstormen, dass du damit aufhören sollst).

      Ich bleibe lieber etwas flexibel und experimentiere noch ein wenig rum. =)
      Early Access Lets Player des Vertrauens.

      Du willst einen Eindruck von mir haben? Dann ist diese Playlist genau das Richtige für dich =)
    • Ich wollte mich ursprünglich nur auf Rollenspiele spezialisieren. Aber im Laufe der Zeit wirst du alles ausprobieren wollen, dafür aber nicht immer n neuen Kanal eröffnen.

      Spezialisierungen haben halt den Nachteil, wenn dir das Genre irgendwann zum Hals raushängt oder aber es keine Spiele mehr dafür gibt, haste n Problem, weil deine Zielgruppe halt nur das Genre sehen möchte
    • Ich halte ausprobieren für unproblematisch, man selbst und auch die Zuschauer braucht/ brauchen zwischendurch einfach mal "frischen Wind".

      Wir haben auch sehr viel ausprobiert - von Let's Plays über Longplays, hin zu 1 Life (wie weit komme ich mit einem Leben) bis wir schließlich zu den Lore- und Geschichtenvideos fanden. Aber auch da haben wir eine lange Zeit noch alles Mögliche ausprobiert, irgendwann entdeckt man dann das Richtige für sich und seinen Kanal.
      Was nicht heißt, dass wir heute nicht wieder neue Sachen ausprobieren würden. Die Zuschauer die es nicht sehen wollen, klicken halt nicht drauf und der Rest erfreut sich des Extracontents. Man sieht ja dann auch recht schnell, ob das neue Format gut ankommt oder nicht und kann entsprechend verfahren.
    • Ich habe mich auf Horror spezialisiert, mit der Zeit aber auch andere Sachen probiert die aber zumindest ähnlich sind.
      zB Story, Atmosphäre oder Puzzlegames

      Bin grad an meinem ersten RPG (Kingdom Come) und das guckt sich kaum einer an.

      Zuschauer sind sehr festgefahren, wenn sie einmal da sind.
      In der Creator Academy von YouTube heißt es am Anfang soll man experimentieren bis man etwas gefunden hat was gut ankommt und von da an nur noch vorsichtig Ändeurngen oder neues machen (also am besten immer den gleichen Scheiß bringen)

      Spezialisierungen bringen erfolgstechnisch natürlich mehr.
      Wenn man sich heute entscheidet ein reiner Fortnite Kanal zu sein wird man sicher schnell wachsen, aber sobald das Game tot ist, ist auch der Kanal tot.
    • Schauerland schrieb:


      Bin grad an meinem ersten RPG (Kingdom Come) und das guckt sich kaum einer an.
      Liegt aber auch bestimmt daran das momentan jeder Kanal, ob groß ob klein, dieses Spiel zu spielen scheint. Manchmal ist der Markt auch voll und wenn die ersten 35 Seiten mit namenhaften Leuten bestückt sind, hat man kaum ne Schnitte.
    • thiz schrieb:

      Liegt aber auch bestimmt daran das momentan jeder Kanal, ob groß ob klein, dieses Spiel zu spielen scheint. Manchmal ist der Markt auch voll und wenn die ersten 35 Seiten mit namenhaften Leuten bestückt sind, hat man kaum ne Schnitte.
      Ist bei jedem Spiel das nicht Horror ist.

      Zuschauer abonnieren bei spiel oder genre xy und wenn man das nicht mehr bringt werden sie zum toten Abonnenten
    • Ich kann nur aus Sicht eines Konsumenten sprechen, aber: Geh mit deinem Strohhalm neugierig hausieren. Let's Plays haben mich über die Jahre immer wieder begleitet, sind aber sehr, sehr wenig geworden, weil ich die Ausdauer gar nicht mehr habe, da konsequent dran zu bleiben. Dafür wollen zu viele andere Dinge meine Aufmerksamkeit, was oft darin resultiert, dass ich mir ein LP Video zwar ansehe, im Kopf aber schon wieder ganz woanders bin. Stolpere ich aber über ein Format, das es so auf dem Kanal noch nicht gab, bin ich grundsätzlich neugierig.

      Was mich an der Thematik immer wieder fasziniert, sind die "großen" YouTuber. Jemand wie HandOfBlood zum Beispiel, der sich dann dafür rechtfertigen muss, dass er PUBG nicht mehr auf seinem Kanal möchte, weil buggy ohne Ende - krieg ich nicht in den Kopf. Klar ist er groß. Natürlich lieben ihn viele gerade wegen bestimmter Formate. Aber ... echt jetzt? Jeder sollte das tun dürfen, worauf er Lust hat, und gleichzeitig auch das lassen dürfen, was ihm keinen Spaß mehr macht. Es wird ja trotzdem Content kommen, nur eben was anderes. Und auch da besteht immer die Chance, dass das dem eingefleischten PUBG-Format-Fan doch gefällt.

      ... was ich damit sagen will: Mir persönlich ist ausprobieren immer wichtiger als Erfolg. Natürlich muss das am Ende jeder für sich selbst abwägen.
      Ich tanze wie ein Kind im Nebel,
      zufrieden, weil ohne Ziel.
      Callejon - Kind im Nebel
    • Phuindrad schrieb:

      Wie schaut es aus wenn man dann irgendwann die Spiele auf die man sich spezialisiert hat nicht mehr spielen will oder sie aus dem Hype sind?
      Wie @Corrupted schon sagt hilft es da, sich allgemein aufs Genre festzulegen. Gibt aber auch Spieler die ihren Fokus auf ein Spiel legen. Je nach Spiel kann man auch wirklich jahrelang Content dazu bringen. Wenn man dann was anderes macht, ist man aber schon etwas gearscht. Wenn es kein ganz genrefremdes Spiel ist, sollte dann aber noch immer ein gewisser Teil bei einem bleiben. Wer einen reinen Fifa-Kanal hat und dann plötzlich auf ein Hardcore-Rollenspiel umsteigt, wird eher wenig vorherige Zuschauer mitnehmen können weil gänzlich andere Baustelle.

      Wenn man sich auf ein Spiel fokusiert, sollte man sobald ein Ende abzusehen ist schauen, dass man langsam schonmal das nächste ausprobiert, allein schon um zu schauen wie es aufgenommen wird. Mit einer gewissen Kanalerfahrung kann man aber einiges (bei weitem aber nicht alles) schon halbwegs abschätzen.

      Wenn ein Hype vorüber ist, muss es übrigens nicht zwingend heißen, dass man untergeht. Viele Kanäle geben das Spiel vielleicht auf. Wenn trotzdem noch weiterhin frischer Content / Mods für das Spiel erscheinen und es eine treue Spielerbasis gibt, kann man womöglich den Sprung von "einer von vielen" zu "der Kanal für xy" schaffen.
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