Kostenlose Spiele = Produktplatzierung/Werbung?

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    Warst du nicht derjenige der immer rumtönt das es doch keine Rechtsberatung geben sollte hier und man zum Anwalt/Steuerberater gehen sollte? Dafür das du ja sonst immer alle gerne maßregelst bei dem Thema diskutierst du jetzt ja fröhlich mit :) Plötzlicher Sinneswandel? :rolleyes:

    Thema kann eigentlich zu, das meiste wurde geklärt, den Rest kläre ich dann direkt mit einem Bekannten. Die Aussagen von @Phoenyx haben auf jeden Fall schonmal etwas Licht ins Dunkel gebracht, danke nochmal dafür :)
  • Ich vermute mal, dass bei Keymailer keine feste Bedingung an den Key geknüpft ist. In vielen Fällen müsste ein LPer ja erstmal prüfen, ob das (in den meisten Spielen unbekannte) Spiel überhaupt was für den Kanal ist und würde dafür allein schon den Key nutzen müssen.

    Vor allem können die Publisher bei Keymailer so weit ich weiß lediglich mit dem Influencer Kontakt aufnehmen, indem sie ihn einen Key schicken. Damit entfällt schonmal das Stellen einer Bedingung, da man den Key quasi bekommt, noch bevor man irgendeine Form von Vertrag schließt. Aber das nur meine bescheidene Sichtweise.
    Aktuelle Spiele:
    RimWorld
    Shadowrun: Hong Kong - Mit deutscher Fan-Übersetzung!
  • DaddelZeit! schrieb:

    Ich vermute mal, dass bei Keymailer keine feste Bedingung an den Key geknüpft ist.
    Richtig. Entweder fragst du aktiv einen an und bekommst ihn, oder bekommst ihn einfach so angeboten - musst aber nicht annehmen. Dein Score steigt wenn du Videos machst und den vorgegebenen Hashtag dazu nutzt, mit einem höheren Score sind die Chancen besser auch mal Keys für "bessere" Spiele zu bekommen. Eine Verpflichtung geht man so direkt nirgendwo ein, zumindest finde ich dazu nichts und alles was nach Annahme des Keys kommt ist eine Mail mit ein paar Zeilen und eben genannten Hashtag den man bitte benutzen solle.
    Dennoch diente Keymailer jetzt nur als Beispiel, es ging mir generell um die Frage wie es bei Sachen ist die man so geschenkt bekommt.
  • Mich würde es ja interessieren @UndiscoveredLP, ob Du nun fragst, weil Du einen aktuellen persönlichen Fall hast, bei dem Du Dir unsicher
    bist, oder ob dies nur eine Frage der Kategorie "Was-wäre-wenn" ist. Bei Letzterem muss ich sagen, dass es so viele krude Rechtseinzelfälle
    gibt, dass die Diskussion darauf hinauslaufen würde, dass man sich Paragrafen und Gerichtsurteile bis zur Ohnmacht an den Kopf knallen
    könnte.

    Auf jeden Fall sollte Genaueres mit einem Anwalt geklärt werden. Ich für meinen Teil habe eine Abgrenzung zur klassischen Produktplatzierung vorgenommen und versucht ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

    Bei Verträgen generell gilt: Schau auch einem geschenkten Gaul misstrauisch ins Maul.
    Man sollte immer einen kritischen Blick drauf werfen, ob man in der Lage oder Willens ist, für die vereinbarte Vergütung auch die geforderte Leistung zu erbringen. Dies gilt generell aber für alle Verträge jeglicher Art.

    Anmerken möchte ich noch folgendes: Für einen Vertrag jeglicher Art bedarf es zwei übereinstimmender Willenserklärungen, also Antrag und Annahme durch zwei rechtsfähige Personen. Und die Vertragsmerkmale (Vertragspartner, Leistung und Preis) müssen klar definiert sein.

    Im Falle von Keymailer hieße das also Folgendes:
    Publisher A geht gezielt auf Let's Player B zu und sagt: "Ich schicke Dir den Key zu meinem neuen Spiel. Ich biete dir (beliebigen Betrag einfüllen) Euro Vergütung, wenn Du von unserem Spiel 10 Let's Play Folgen auf Deinen Kanal hochlädst."
    Hier sind die Vertragspartner definiert (Publisher A und Let's Player B), der Preis (die x Euro) und die geforderte Leistung (10 Folgen Let's Play).

    Dies ist hier in diesem Sachverhalt scheinbar aber nicht der Fall. Hier wurden die Keys einfach nur verteilt.

    Alles andere a la: "Hey, mach bitte ein Video von dem Spiel", "Würdest Du das Spiel bitte vorstellen" oder "Hey, mach ein Let's Play von dem Spiel" sind doch nur formlose Bitten.

    Wenn mir ein Werbeheini auf der Straße vorm Supermarkt eine neue Schokolade in die Hand drückt und sagt: "Teile sie mit Deinen Freunden und Bekannten" hab ich ja nicht sofort einen Vertrag geschlossen, mich zu nichts verpflichtet, die blöde Schokolade aber trotzdem geschenkt bekommen, die, weil ich vielleicht Diabetes hab oder weil ich keine Zartbitter mag ein paar Schritte weiter direkt in den Müll werfe. :D

    Ich erwähne es sicherheitshalber nochmal: Diese (für mich sehr interessante Diskussion) um vertragsrechtliche Belange ersetzt keine fachmännische Rechtsberatung durch einen Anwalt. :D