Freiberufler oder Gewerbetreibender?

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      Lila Jewel schrieb:

      Ist das so? Okay, das hätte ich wirklich nicht gedacht. Bei Anwälten z.B. braucht man ja einen Beratungsschein vom Gericht. :S
      Hehe, "relativ" ist dann aber auch wieder relativ. ;)
      Das ist teilweise korrekt. So einen Schein gibt es nur für Leute die Geringverdiener sind (Am Existenzminimum leben) oder Arbeitslos sind.
      Für Leute die Genug verdienen gibt es diesen Schein nicht. Man muss immer bei Gericht dann nachweisen das man kaum Geld hat und sich keinen Anwalt leisten kann.
      Diesen Beratungsschein gibt es auch für Steuerberater bzw Finanzberater. Immer vorher bei denen anrufen und nachfragen ob die es auch annehmen. Nicht jeder nimmt diesen Schein an. Solltest du zu einen Termin gehen und er nimmt diesen Schein nicht an gibts eine Rechnung. Frei nach dem Motto "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht".

      Obli schrieb:

      Das ist aber auch schon schwierig... wenn du explizit anbietest, dass man dir Geld gibt oder du Affiliategedöns integrierst, liegt eine GewinnerzielungsABSICHT vor und dann muss es immer angemeldet werden.
      Das stimmt. Deswegen habe ich seit ich mit YT Geld verdiene einen Gewerbeschein. Bin da auf Nummer sich gegangen.
    • Rayxin schrieb:

      Das ist teilweise korrekt. So einen Schein gibt es nur für Leute die Geringverdiener sind (Am Existenzminimum leben) oder Arbeitslos sind.
      Für Leute die Genug verdienen gibt es diesen Schein nicht. Man muss immer bei Gericht dann nachweisen das man kaum Geld hat und sich keinen Anwalt leisten kann.
      Diesen Beratungsschein gibt es auch für Steuerberater bzw Finanzberater. Immer vorher bei denen anrufen und nachfragen ob die es auch annehmen. Nicht jeder nimmt diesen Schein an. Solltest du zu einen Termin gehen und er nimmt diesen Schein nicht an gibts eine Rechnung. Frei nach dem Motto "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht".
      Ja, ganz genau! So kenne ich das auch. Dass das auch bei Steuerberatern möglich ist wusste ich allerdings auch noch nicht. Interessant und gut zu wissen! Man lernt nie aus! ^^ :thumbup:
      :thumbsup: Guild-Girl <3 :love:
    • Ohne jetzt hier alles gelesen zu haben: Ich war ca. ein 3/4 Jahr mit YouTube Nebenberuflich selbstständig und bin nun ein weiteres 3/4 hauptberuflich selbstständig.
      Schon als Nebenberuf wurde mir vom Finanzamt Mitarbeiter (nach meiner relativ ausführlichen Schilderung) gesagt, dass dies als Gewerbebetrieb gelten sollte. Gegen Ende des Jahres werde ich mir für die Steuererklärung für 2018 einen Steuerberater suchen, auch um mal professionell etwas Ordnung in die Sache reinzubringen, die ich bis jetzt halbwegs selbst gemanaged bekommen habe - schon allein aufgrund der Tatsache dass ich dieses Jahr einige Umsatzgrenzen sprengen werde unter dessen Radar ich mich bis jetzt diesbezüglich unkomplizierter bewegen konnte.

      Ich trau mir hier einfach selber nicht ganz zu, da durchzusteigen und habe auch ehrlichgesagt null Elan dafür. Und deswegen werd ich etwas Geld in die Hand nehmen, um jemanden zu bezahlen, der das für managed.
      Ich bekomme durch mein Management Kontakt zu einem Steuerberater, der auch seit Jahren für einige sehr große YouTuber die Steuererklärung usw macht. Dem vertraue ich dann einfach mal guten Gewissens.
      jebaited
    • Ein Steuerberater aufzusuchen macht auch meist nur Sinn wenn man "Steuern" zahlen würde, für was anderes braucht man in der Theorie kein Steuerberater. Sicher kennt der sich auch mit den anderen dazugehörigen Sachen aus, aber viele lehnen ab, denn wozu sollte er dich Beraten wenn dort sowieso kein Geld zuholen ist. Die Fragen kann dir auch das Finanzamt beantworten oder die IHK usw. und du sparst sogar Geld.
      Also für alle die, die keine 9000 Euro im Jahr mit YouTube verdienen würde ich da eher die IHK (oder was im eurem Bundesland dafür zuständig ist) oder das Finanzamt als Anlaufstelle geben.
    • Streng genommen ja
      Die wenigsten werden aber tatsächlich eine haben. Niemand gibt dadrüber eine Auskunft bzw hat es mal gesagt. Deswegen ist es schwer zu sagen wer und wieviele tatsächlich eine hat.
      DIe Lizenz kostet ja auch Geld und nicht grade wenig.

      Die Regelung sieht eh so aus
      Sobald man regelmäßig streamt braucht man laut des deutschen Rundfunks eine Lizenz. Das heißt 70% der deutschen Streamer (grob geschätzt) bräuchten tatsächlich eine.
    • So wie ich die Lage verstanden habe, brauchen nur Streamer eine Lizenz, die mit einem festen Sendeplan streamen.
      Ich zB. plane keine Streams im voraus. Poste den kommenden Stream nur im Livechat und schalte den nächsten Stream erst 1 Tag im Voraus frei. Ich fange auch nie pünktlich mit streamen an. Entweder starte ich früher oder später. Damit das nicht mit einem TV-Sender gleich kommt. Ganz wichtig auch, die Rückspielfunktion zu aktivieren.
      Klar ist man damit nicht auf der sicheren Seite. Ich denke eh, dass sie die größeren Kanäle "abzocken" wollen.
    • Lila Jewel schrieb:

      Wenn man sich mit dem Streamen selbstständig macht, wie sieht das eigentlich aus? Braucht man da jetzt tatsächlich eine Rundfunklizenz, so wie Gronkh sie jetzt hat?
      Kommt darauf an. Wenn du gem. §2 RStV darunter fällst, dann brauchst du eine Lizenz. Eine Live-Übertragung fällt darunter, wenn es einen Sendeplan gibt, der Inhalt journalistisch-redaktionell gestaltet ist und man 500 Leute damit erreichen kann. Aus meiner Sicht sind einzelne Punkte davon auch bei Gronkh und anderen Leuten, die dazu aufgefordert wurden, nicht gänzlich unstrittig, allerdings wäre es ein relativ hohes Risiko, wenn man sich auf eine juristische Konfrontation einlässt und das Angebot am Laufen hält.

      Jedenfalls würde ich eine Lizenz nicht selbst direkt erwerben, sondern erst darüber nachdenken, wenn ein Brieflein oder eine E-Mail von den Anstalten kommt. Neben der Kosten der Lizenz gibt's da noch ein paar weitere Pflichten, die sich daraus ergeben und die man nicht unbedingt an der Backe haben will.

      Lila Jewel schrieb:

      Das ist so unglaublich dämlich. Wollte das nicht irgendeine Partei abschaffen? Ich entsinne mich, da mal was gelesen zu haben, dass das sogar geklappt hätte.
      Es steht in irgendeinem Koalitionsvertrag einer Landesregierung, ja. Aber Politiker sind halt träger als das Forum am Wochenende.

      Katastrophenmann schrieb:

      Ich bekomme nur durch Spenden YT-Money. Ist nicht viel. Ca.100-150€ im Jahr. Ich würde sie ja gerne absetzen, aber ich finde in meinem WISO Steuer-Sparbuch keinen Punkt. Man kann da nur Spenden absetzen, die man selbst gespendet hat. Vielleicht kann mir hier ja einer weiter helfen.
      Das sind keine Spenden. Ich würde dir sehr raten, zumindest einmalig zum Steuerberater zu gehen und da Fragen zu klären.
      Java is to JavaScript what Fun is to Funeral

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von RealLiVe ()

    • Katastrophenmann schrieb:

      ch bekomme nur durch Spenden YT-Money. Ist nicht viel. Ca.100-150€ im Jahr. Ich würde sie ja gerne absetzen, aber ich finde in meinem WISO Steuer-Sparbuch keinen Punkt. Man kann da nur Spenden absetzen, die man selbst gespendet hat. Vielleicht kann mir hier ja einer weiter helfen.
      Es wird als Spende betitelt weil jemand dir aus freiwilliger Basis Geld gibt. Du bietest deinen Service kostenlos an und verlangst auch nix. Darum Spende.
      Für dich ist es aber so gesehen Gehalt. Du opferst deine Zeit um was zu produzieren. Was Arbeit ist. Da dies dann Gehalt ist muss es auch bei einer Steuererklärung angegeben werden. Sonst kannst du dich wegen Steuerhinterziehung strafbar machen um es mal ganz krass auszudrücken.
    • Das musst du als weitere Einkünfte versteuern. Da liegt die Grenze bei rund 410 Euro. Aber selbst da gilt wie schon erwähnt der Grundsatz: Du bietest an, dir Geld zu geben, also wäre ein Gewerbe nötig.


      Karmaalp schrieb:



      Also für alle die, die keine 9000 Euro im Jahr mit YouTube verdienen würde ich da eher die IHK (oder was im eurem Bundesland dafür zuständig ist) oder das Finanzamt als Anlaufstelle geben.
      Man muss allerdings in jedem Fall Lohnsteuern bezahlen, sofern man mit einem normalen Job über der steuerfreien Grenze liegt.