Spielname: Virginia (2016)
Angefangen am: 22.10.16
Abgeschlossen am: 27.10.16
Genre: Crime, Indie, Point and Click
Plattform/System: PC
Entwickler: 505Games
Worum geht's:
Wir spielen Anne Tarver, eine frischgebackene FBI-Agentin. Eigentlich soll sie das Verschwinden von Lucas aufklären, einem Jungen aus Kingdom, Virginia. Doch ihr machthungriger Boss hat andere Pläne; schon bald müssen wir unserer Kollegin Maria hinterherspionieren. Doch nicht nur das - uns quälen seltsame Alpträume. Was hat es mit dem Büffel auf sich, den wir ständig sehen, und woher kommt der kleine rote Vogel, der uns zu verfolgen scheint? Realität und Einbildung verschwimmen zusehends. Kann ein Blick in unsere eigene Vergangenheit uns rette und den Fall lösen?
Audio-Kommentar: Ja
Mein Senf: Virginia ist eines der ungewöhnlichsten Spiele, die ich je gespielt habe. Der Point-and-Click-Krimi kommt völlig ohne Dialog aus, dafür helfen uns Musik und Mimik, die Geschehnisse zu verstehen. In dem Geflecht aus Intrigen, persönlichen Motiven und Vergangenheitsbewältigung bleiben große Interpretationsspielräume, sodass man laufend neue Theorien entwickelt - Langeweile kommt auf jeden Fall keine auf. Wer, wie sonst üblich bei Point and Click, ein Inventar und gemütliches Erkunden der Umgebung erwartet, sei gewarnt; die Interaktionsmöglichkeiten sind bewusst spärlich gehalten und Gegenstände sammeln wir selten auf. Erkenntnisse oder Vermutungen über die Figuren und das Voranschreiten der Geschichte stehen im Vordergrund - und die hat es in sich. Selten hat ein Spiel eine solche emotionale Wucht aufgebaut. Von mir gibt es dafür eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.
Playlist: hier entlang!