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      "Schon als ich dich hinten herbeikommen sah war ich mir sicher, du bist es würdig genug, diese Tür durchschreiten zu können. Doch ist es seit je her Brauch, das Losungswort klar und deutlich vorgetragen zu bekommen. Daher sag, wie lautet das Losungswort, mein Junge?" spracht der Zauberer.


      scoreoff schrieb:

      Hätte ja Weihnachtsmann & Co. KG auf Klavier gespielt, aber wegen Umzug gerade zu wenig Zeit zum Üben ;P
      Ach, lass dich dafür doch um den 20. Dezember rum eintragen. ;D
    • Der tapfere Held war gerührt. Noch nie zuvor hatte ihm jemand solch einen Stolz fühlen lassen. Er blickte dem Zauberer in die Augen und sagte: "So sei es. Hier kommt das Lösungswort.. Achtung, Achtung. Das Lösungwort wird gleich aus meinem Mund herausposaunt werden! Hör gut zu!" Als er noch in seiner Ankündigung steckte, verschluckte er sich an seinem Speichel und bekam einen Hustenanfall, den so noch nie jemand gehört hatte. Es war wie ein Bär, der gerade von einem Pack Wölfen zerfleischt wurde. Seine tiefe, männliche Stimme erhallte in den umliegenden Bergen und verstärkte den anhaltenden Husten unseres Helden. Er hustete und hustete, doch es schien kein Ende zu nehmen.
    • "Ahh, da geht einem ja glatt das Herz auf! Darfst passieren, werter Held." gibt der Zauberer von Stolz erfüllt in einer Verneigung von sich. "Meine Sinne trügen mich nie, das ist gewiss. Ich wusste du würdest es gleich beim ersten Anlauf packen. Auch ich beherrsche sämtliche Sprachen, die sich über all die Jahre hinweg von hier bis hinter Pforzheim-Süd verbreiteten. Dass du auch der Sprache der Coughorigines mächtig bist, unterstreicht es für mich nur. Oh ja, wir haben es hier mit einem wahren Helden zu tun. Ich schreite beiseite, die verwunschende Pforte steht dir nun frei. Dir viel Glück auf deinen weiteren Weg" gelangt aus seinem Mund heraus noch in deinen Gehörgang hinein.
    • Unser tapferer Held war nun mehr als nur verwirrt. Er wollte doch das Wort rausposaunen und hatte sich verschluckt. Was war geschehen? Hatte er dern Zauberer mit seiner überzeugenden Art davon überzeugt überzeugt zu sein? Er wusste es nicht, doch wusste er eins, er würde nicht hinterfragen. Er atmete noch einmal tief ein und sein Husten war plötzlich von dannen, als hätte er sich nie verschluckt. Er trat also durch die Pforte und hoffte, dass die "verwunschene" Pforte nur verwunschen war, weil jemand aus Versehen diese Pforte herbei gewünscht hatte. Sein erster Schritt landete auf der anderen Seite des Türrahmens, der einfach so in der Gegend herum stand, als plötzlich...
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      ...die Einleitung beendet wurde und ein pompöses Intro mit stampfender heroischer Musik, mit voluminösen Vulkanausbrüchen, wo man kurz noch beobachten kann, dass deren Lava ganze umliegende Dörfer wegschwemmen, mit Blitzen und Donnern, mit einem herbeifliegenden Schriftzug, geschaffen mit einer Hollywood-reifen schnörkellosen Schriftart, in dunkelbunt und in 3D, mit plötzlich durch's Bild flatternden Friedenstauben und einem Klavier, welches aus dem 15. Stockwerk geflakkt wurde und unten auf die Betonfläche aufditscht und mit dem Hauptbösewicht, Sir Dr. med pädo. Scor Offski durchrauscht, welches dann durch eine Weißblende wieder abklingt und man dann noch immer den Helden bei der Tür stehen sieht.
    • Noch ganz verwirrt von dem imposanten, verwirrenden und zugleich angsteinflößenden Intro, landete der Fuß unseres Helden auf dem Boden und er stand plötzlich in einem Wald. Vor ihm eine kleine Eule auf einem frisch eingepflanzten Eichsetzling. Der Held war verblüfft, er hatte zwar erwartet, dass etwas geschieht, aber mit so etwas hatte er nicht gerechnet. Die Eule blickte ihn an, neigte den Kopf zur Seite und sagte "Du hast da was..." während es mit einem Flügel auf das Gesicht unseres tapferen Heldes zeigte.
    • Nur was war es? War es der sehr günstige Piercingring, welcher in Vergangenheit an der Unterlippe mehr und mehr oxidierte und schon zu Entzündungen führte? War es gar ein sehr seltenes Lächeln des sonst so bitterernsten Helden? Oder aber waren es doch nur Kotreste, die jüngst beim Schnuppern an des zuletzt verwendeten Toilettenpapierblatts an des Heldens Nasenspitze gelangten?

      Wird der Held von selbst drauf kommen, wird die Geschichte nach den Zwischenpostings vielleicht gar ein frühes Ende finden? Fragen über Fragen, die es gilt zu beantworten.
    • Die Geschichte schritt voran, unbeeinträchtigt von den Zwischenposts. Der Held wusste es nicht, und was machen Helden, die die Frage auf eine Antwort nicht wissen? Genau, Nichts. Also drehte sich unser Held der Eule den Rücken zu und begann einen Ausweg aus dem Wald zu suchen. Er beschloss sein Pfadfinderwissen anzuwenden und in jene Richtung zu laufen, an welcher Moos wächst. Das war, zu mindest für unseren Helden, die Richtung Wosten.

      Es vergingen einige Stunden und der Wald schien kein Ende zu nehmen. Zwischendurch hörte man die Eule "Hey duuuuhuuhuuu, versteht ihr? weil's ne Eule ist und so ich kenn den weg hier rauuhuuuhuuus." Doch unser Held ignorierte die Eule weiterhin gekonnt, wie YouTuber, die Hater ignorieren, aber deren Kommentare nicht löschen, damit das Video höher geranked wird.
    • Er lief weiter und weiter und kam schlussendlich einer Lichtung näher. Zumindest deutet der Held es als eine Lichtung, da in der Ferne helle Lichtstrahlen in den finsteren Wald hineinscheinen. Zum Trotze der Eule, die dem Held nach wie vor folgt und ihm immer wieder empfiehlt, doch bitte nicht dorthin zu gehen, nahm der Held die Füße in die Hand und stolzierte tapfer wie er war drauf los. Wenig später dann stand er vor einem uralten Anwesen. Eigentlich war es top gepflegt, doch der reine Anblick der Fassade mit den hohen dunklen Fenstern, den pompösen verschnörkelten Erkern, den finsteren Golem-Statuen davor und dem riesigen Mammutbaum, der auf der rechten Seite scheinbar aus Altersschwäche gegen das Haus kippte und ein großes Loch ins Dach des Anwesens riss, ließ den Helden erschaudern.

      Vorn am großen Tor zum Vorhof hängt an der Seite ein Schild auf dem steht:

      Praxis Sir Dr. med. pädo. Scor Offski
      Arzt für Allgemeinmedizin

      Sprechzeiten:
      gerade jetzt

      Als der Held das Schild betrachtet, setzt sich plötzlich das riesige Tor neben ihm mit einem Ohrenbetäubenden Quietschen in Bewegung. Selbst der Boden drum herum scheint durch die Bewegung der zwei elefantösen Stahltüren zu beben. Als das grässliche Geräusch verstummte und das Tor geöffnet ward, vernahm der Held aus der Richtung des Eingangs zum Anwesen in der Ferne eine Stimme, die ihm mitteilte: "Tretet näher, verehrter Herr, mein Name ist Sir Scor Offski. Ihr seht ziemlich mitgenommen aus, erholt euch bei mir ein wenig."

      Der Held betrat tapfer wie er war das Gut des Doktors und die Eule, die bis eben noch bei ihm war und ihm noch immer davon abbringen wollte, weiter voranzuschreiten, suchte daraufhin das Weite. Je näher der Held dem Doktor kam, desto mehr wurde ihm bewusst, dass irgendwas nicht zu stimmen schien. Der Doktor sah arg mitgenommen aus, zerrissene Kleidung, Wunden am ganzen Körper und eine klassische Diskobrille (auf jedem Auge ein Veilchen) zeichneten ihm. Am Eingang des Anwesens angekommen, gab der Doktor noch wieder: "Bitte kümmern sie sich nicht sonderlich um mein äußeres Erscheinungsbild, werter Herr. Ich wurde vor kurzem erst zum Ritter geschlagen, das allerdings alles andere als nach traditioneller Art. Doch treten sie bitte ein, sie sehen erschöpft aus. Etwas zu essen und auch ein wenig zu trinken steht bereits im Esszimmer bereit."

      Was tut unser Held? Wird er das Anwesen betreten oder doch umkehren?
    • Unser allseits hungriger Held ließ sich nicht zwei Mal bitten und folgte dem Doktor, von dessen Aussehen er noch immer leicht verwirrt war. Der Doktor führte ihn durch einen großen Saal, welcher geschmückt war mit kurzen Shorts, die, wie es den Anschein machte, wohl Kindern zu gehören hatten. Unser Held dachte sich nichts dabei und bestaunte die großen Gemälde neben den Shorts, die fast so hoch waren wie der Raum selbst. Lediglich ein kleines goldenes Schildchen hatte Platz unter den Bildern, um welchen zu lesen, man sich auf den Boden legen musste. Die Bilder schienen schon fast so realitätsnah, dass unser Held das Gefühl bekam, dass man durch diese Bilder in andere Welten hineinspringen konnte, doch, anständlich wie unser Held war, tat er jenem Gelüste nicht nach und folgte dem Doktor weiter.

      Einige Momente später, kehrten der Doktor und unser Held um eine Ecke und waren in einem pompösen Festsaal der geschmückt war mit goldenen Säulen aus dem alten Griechenland und decken Malereien, die Michelangelo gemalt haben könnte.Der Festsaal war zwar geschmückt, doch war er leer bis auf einen alten, klapprigen Stuhl. Das Holz, aus welchem der Stuhl hergestellt wurde, war bemodert, als ob er Jahrelang in einer humiden Umgebung gestanden hatte.

      Der Doktor stellte sich vor den Stuhl, schaute unseren Helden an und sagte "Nehmen Sie Platz, mein Herr. Ich werde Ihnen etwas zu Essen besorgen." Unser Held traute dem Stuhl nicht, doch setzte er sich auf diesen, um nicht unhöflich zu wirken. In dem Moment, in welchem sein glorreiches Gesäß den Stuhl berührte, wusste unser Held nicht wie ihm geschah. Der Stuhl war, mit Abstand, der gemütlichste Stuhl, auf welchem er je gesessen hatte. Jener war sogar gemütlicher als der Stuhl, auf dem der bei dem Besuch seines Onkels mütterlicherseits Brot von Her gesessen hatte. Und jener Stuhl, so Onkel Brot, war gemacht aus einem Stoff, der ihm das Gefühl gab, als ob man sich auf gezeichnete, große Brüste setzen würde.
    • Drei zwei-dimensionale Punkte, jeder einzelne so groß wie ein ausgewachsener Dalmatiner, fanden ihren Weg in den Raum und rollten vor unseren Helden. Der mittlere der drei Punkte schien etwas größer zu sein. "Vielleicht ist das eine andere Schriftgröße" dachte sich unser Held und beobachtete die Punkte, die auf etwas zu warten schienen.
      In seinem gemütlichen Stuhl sitzend, dachte sich unser Held nichts dabei und blickte wieder umher im Raum und fing an zu träumen.

      Plötzlich fielen aus der Decke ein Fragezeichen und ein Ausrufezeichen mitten in den Raum. Diese waren auch zwei-dimensional, jedoch viel größer als die Punkte. Unser Held ließ sich nicht beirren und träumte weiter.

      Die Satzzeichen unterhielten sich leise untereinander, doch zu hören war nur ein Genuschel. Dann bewegten sie sich vor um knappe 2 Meter vor unserem Helden stehen zu bleiben.

      "Hallo!", sagte das Ausrufezeichen. Unser Held blickte in die Richtung der Satzzeichen und erwiderte mit einem "Hallo."
      "Was machen Sie hier?" fragte das Fragezeichen, woraufhin die drei Punkte synchron "Der hat doch bestimmt etwas vor..." von sich gaben.

      "Ich bin des Doktors Gast. Er bereitet mir etwas zu Essen vor. Ich nehme an, dass es ein Festmahl werden wird. Würdig eines Helden wie mir." gab der hungrige Held von sich und neigte seinen Kopf zur Seite, um wieder in seine Traumwelt zu gleiten. "Welcher Doktor?" hörte man das Fragezeichen fragen. "Ich weiß es nicht!" erwiderte das Ausrufezeichen. Die drei punkte hielten still und überlegten laut "Hm..."
      Der Held merkte, dass aus dem Träumen nichts mehr werden würde, also widmete er sich den Satzzeichen um diese so schnell wie möglich wieder loszuwerden und wieder an Onkel Brot und Tante Keks zu denken. "Na der Doktor, der hier lebt. Was ist das denn für eine Frage?"

      Das Ausrufezeichen schaute den Helden an und ging aus dem Raum. Das Fragezeichen war verwirrt, doch bevor es eine Frage stellen konnte, kam das Ausrufezeichen wieder rein und verkündete lautstark "Ich hab's! Er redet von der Gestaltenwandlerkatze Toboy! Die hat sich in einen Doktor verwandelt und möchte sich mit dem Helden paaren!".
      Die drei Punkte schienen dieser Theorie folgen zu können und stimmten mit einem "Ja..." halbherzig zu.

      "Gut, dass das Rätsel jetzt gelöst ist. Ihr seid doch bestimmt ganz beschäftigte Satzzeichen, oder? Müsst ihr nicht irgendwo sein? Vielleicht in einem Diktat von 5. Klässlern?"
      Die Satzzeichen schauten unseren Helden an, doch ignorierten seine Aussage und beobachteten ihn einfach weiter.

      Im Hintergrund hörte man ein leises Geräusch, welches immer lauter wurde. Je näher es kam, desto mehr konnte unser Held das Geräusch zuordnen. Es waren Stöckelschuhe. Er freute sich wie ein kleiner Junge. "Eine holde Maid! Endlich ist meine Zeit gekommen zu heiraten, kleine Heldenbabys zu erzeugen und dann urplötzlich zu verschwinden!" sagte er vor sich hin.

      Die Geräusche wurden immer lauter, bis aus der Dunkelheit des Flurs...