"sory fur die rectschhreibfeler ich habe lrs"

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    Also etwa 2 meiner Freunde haben LRS. Aber mit 15 Jahren haben sie oft schon einige Kurse und Intensiv Therapien hinter sich und schreiben genauso gut wie jeder andere auch. Das wird von jeder Schule gefördert und ja auch berücksichtigt. Ich selbst muss von mir sagen das ich manchmal zu schnell schreibe und ein und zu udn mache oder viele Zeichensetzungsfehler habe, oder auch Grammatikfehler, aber ich bemühe mich das keiner Augenkrebs von meiner Rechtschreibung bekommt.
    Durch das Internet ist aber meine Rechtschreibung um einiges besser geworden, ebenso wie mein Englisch. (Abschlussjahr beides ne 1 *-*Keheheeh)
    Zudem lese ich sehr viele Romane und Mangas, das hilft auch irgendwie.
    Aber ich hatte in Anime-Foren schon oft das Vergnügen mit Leuten 20+ Jahren zu tun zu haben die eine Rechtsschreibung haben, dass mir fast die Augen raus gefallen sind.
    Sätze ohne Komma, keine richtige Formatierung D: Das war mehr Sätze raten wie lesen.
    Und das habe ich einige Male gesehen.
    Und dann gibt es natürlich wie Kittizack sagte jene die ihr angebliches LRS vorschieben.
    Es gibt hier doch keinen User unter 11Jahren , oder ?
    Weil normalerweise (In meinem Bundesland Hessen ist das zumindest so ) wird, falls LRS im Kindesalter festgestellt wurde, ab einer bestimmten Klasse ein Förderunterricht eingeführt. Die Noten werden berücksichtigt und ab der 7 Klasse gibt es zwar keiner Förderunterricht mehr aber die Rechtschreibung vieler ist dann schon um einiges besser als von den Leuten die einfach zu faul sind zum lernen.
  • StrohiZock schrieb:


    Vielleicht würde es ja ein bisschen helfen, öfter mal ein Buch zu lesen, aber warum? Es gibt doch Internet und Fernsehen, Bücher sucken doch eh..


    Das hier ist eine unglaublich unqualifizierte Aussage. Wisst ihr, mich ärgert momentan mehr, dass einige hier der Meinung sind, sie wüssten, wie man am ehesten LRS bekämpfen kann, obwohl sie schlicht und ergreifend keine Ahnung haben.

    Ich habe gerne Bücher gelesen und lese auch heutzutage noch gerne, allerdings hat es mir mit meiner Rechtschreibung absolut rein gar nicht geholfen. Ich hätte auch hunderte Bücher lesen können, es hätte nichts daran geändert. Was du hier machst, ist nichts anderes, als die allgemeine Verdummung mit einer ernsthaften Krankheit gleichzusetzen und das ist alles andere als akzeptabel.

    In der Grundschule hatte ich sogar das Problem, dass ich nicht einmal Satzanfänge groß geschrieben habe, weil ich es einfach nicht geschafft habe. Das war ein Problem von vielen. Ich hatte in fast jedem Diktat eine glatte 6. Heute habe ich noch immer das Problem, dass ich absolut keine Ahnung habe, welche Wörter zusammengeschrieben werden und welche getrennt. Zusammengeschrieben wollte ich zum Beispiel eigentlich zusammen geschrieben schreiben, allerdings habe ich nach meinem Gefühl dann doch das richtige gewählt. Meine Rechtschreibung ist durch eine einzige Sache besser geworden. Ich habe gelernt, wie man jedes einzelne verfickte Wort schreibt. Ich habe es schlicht und ergreifend auswendig gelernt. Wenn dann allerdings irgendwelche Dinge auftreten, wie zum Beispiel "aufzugeben" dann bin ich mir nicht sicher, ob es zusammengeschrieben wird, getrennt und wenn ja, wie ich es zu trennen habe, obwohl ich weiß, wie man jedes einzelne der drei Worte schreibt.

    Diskutiert gerne weiter, aber gebt keine Lösungsvorschläge, wenn ihr keine Ahnung habt und lasst vor allem kein Werturteil über diese Dinge hier. Das stört mich und ich bekomme dadurch das Bedürfnis euch fertig zu machen.

    Mit rechtschreibschwachen Grüßen
    Shandal27
  • Das ist wohl wahr. Klar, es gibt immer welche, die LRS haben, ich kenne auch 2-3 Leute, die LRS haben, aber selbt die können besser schreiben, als so manch anderer. Ich habe schon viele Leute gesehen, die einfach zu faul sind einfach deutsch zu lernen, obwohl es nicht schwer ist, sowas bekommt man recht schnell auf die Reihe. Und bei Wörtern, die man nicht weiß, gibt es ja immernoch den Duden.. sogar im Internet, also frage ich mich, wo das Problem liegt :I

    PS: Übrigens stimmte ich Shandal zu, was die Lösungsvorschläge angeht. Wenn man null Ahnung hat, sollte man keine Tipps geben.. das gilt bei jeder Krankheit

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TheLegendKevinLP ()

  • @Meduselchen:
    Gut, das LPF war nur ein Beispiel für die Menge. Es kommt sicher auch noch mehr darauf an, was man liest.
    Schön im Internet ist ja, dass es derart viel kostenlosen Content gibt und ab und zu findet man schon mal etwas lyrische Brillanz über Google - je nachdem, nach was man sucht. (von "free pet pr0n" erwarte ich mir noch großes. :D)
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    Ich möchte hier nur nochmal eben einwerfen, dass ihr euch bitte alle an einen ordentlichen Umgangston haltet, auch wenn so ein Thema schnell hitzig werden kann, wenn man sich angegriffen fühlt, sonst muss ich verwarnen. (Geriet langsam etwas außer Kontrolle...)
    - Danke


    Edit: Rechtschreibung. Well played, leCroatHD. ._.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Yumi ()

  • Also ich mache da klare Unterscheidungen, je nachdem wo ich schreibe.

    - Schreibe ich in ICQ oder in Messengern mit einer Person die ich gut kenne, dann achte ich nicht im geringsten auf Groß- und Kleinschreibung... Wenn ich mal Schreibfehler mache, dann bin ich oft auch zu faul sie zu korrigieren aber hey, es sind meine Freunde. Seid ihr bei euren Freunden auch so pingelig? "Mimimi. Ich schreibe keine SMS mehr mit dir wenn du nicht lernst, die korrekte Rechtschreibung zu verwenden"...

    - Poste ich in Facebook etwas, was für eine große Masse an Menschen gedacht ist, dann halte ich mich aber gefälligst an die Rechtschreibung und die deutsche Grammatik.

    - Schreibe ich aber im Internet in Foren etwas, dort, wo es für die Allgemeinheit zugänglich ist und als Information für "Unwissende" dienen soll, so verwende ich auch dort, aber erstrecht dort, die korrekte Rechtschreibung. Irgendwie sollte man das auch.

    Man will immer als Klugscheißer rüberkommen, der erfahrenste und gebildetste Mensch sein, immer alles besser wissen als andere User hier im Forum und dann vergewaltigt man die deutsche Sprache sowas von in Wort und Schrift, dass man sich fragt, was man jahrelang im Deutschuntericht nur gemacht hat... :D

    Also wie gesagt, so privat mit Kumpels ist das in Ordnung aber in diesem "Internet" sollte man schon auf seine Rechtschreibung achten... Ist für mich irgendwie so ein Anstandsding und hat sich halt im Internet so als "Knigge" etabliert...
  • Chu schrieb:

    (Gerät langsam etwas außer Kontrolle...)
    Welches Gerät? :huh:

    @Topic:
    Also ich bin a) ultra faul und b) Ausländer und c) beherrsche ich ca. 5 Sprachen "gebrochen".
    Ich kann keine einzige Sprache richtig flüssig, vor allem nicht schriftlich, da überschlägt sich mein Hirn einfach und am Ende kommt Suppe dabei raus.

    Aber für den Firefox habe ich eine lange Zeit den "Rechtschreibprüfer" benutzt um einigermaßen meine Rechtschreibung zu verbessern, damit es für den "gegenüber" leichter ist.

    Ach so: Ich habe kein LRS oder so - sondern war einfach immer ein durchschnittlicher Schüler. 8o
    Was ich aber lustig finde ist, dass sehr viele immer Aufsätze schreiben und lesen wollen... und dann auch noch die Nadel im Heuhaufen suchen. :rolleyes:

    Zugegeben, viele geben sich absolut keine Mühe beim schreiben und am "Ändä komt hald so wass dabai rauß" - aber dann überlese ich i.d.R. die Beiträge. Ganz einfach.
    Jeder kann sich etwas verbessern und steigern - man muss halt nur etwas üben.
    Ist doch alles Wayne.

  • Hmmm, ich kenne jemanden mit Legasthenie. Allerdings ist er schon über dreißig und zu seiner Schulzeit wurde "Legasthenie" nicht diagnostiziert und somit wurde er einfach als "dumm" bezeichnet und hat sich in der Schule immer mit dem Versagen konfrontiert gesehen, was sich natürlich negativ auf die Persönlichkeit auswirkt. Heute macht er noch einmal eine Ausbildung zum Heilpraktiker, weil ihn das richtig interessiert und er ist gut darin, allerdings ist es für ihn unheimlich anstrengend, die Fachliteratur und andere Bücher zu lesen, da, so seine Beschreibung, die Buchstaben immer anfangen "zu tanzen" und "durch die Zeilen zu springen".
    Er hat beispielsweise keinen Computer zu Hause, weil ihn das Internet unheimlich anstrengt, eben wegen dieser Textlastigkeit und der Forderung von schneller Reaktion, was bei ihm regelmäßig zu Kopfschmerzen führt, daher greift er lieber zum Buch, da ist er für sich und hat seine Ruhe. Ich denke schon, dass auch Scham eine Rolle spielt, denn er ist mit Sicherheit kein dummer Mensch, aber ein geschriebener Satz mit 10 Worten und 15 Fehlern kann durchaus den Eindruck dessen vermitteln.

    Wenn ich von ihm ausgehe, bin ich mir relativ sicher, dass viele Menschen im Internet nicht an Legasthenie leiden, sondern an Faulheit oder dem Desinteresse an einer ordentlichen Formulierung und Orthografie. ...Man wird schließlich irgendwie verstanden. Und ich bekomme da, als Wortliebhaberin, ehrlich gesagt, einen richtig fetten Hals. Bis zu einem gewissen Grad kann ich darüber hinwegsehen, aber manches ist wirklich 'Vergewaltigung' der deutschen Sprache.

    Der Duden ist im Übrigen hervorragende Literatur und man kann, neben anständiger Orthografie, sogar neue Worte lernen.
    Give me freedom to destroy.
    Give me radioactive toy.
  • Shandal27 schrieb:

    In der Grundschule hatte ich sogar das Problem, dass ich nicht einmal Satzanfänge groß geschrieben habe, weil ich es einfach nicht geschafft habe.

    Weil ich es nicht nachvollziehen kann, wie es mit Legasthenie ist, frage ich einfach mal direkt nach.
    Warum genau konntest du das nicht? Was meinst du mit "Nicht schaffen"? Ich kann mich leider überhaupt nicht in sowas hineinversetzen und würde mich freuen, wenn du es mir erklärst.

    leCroatHD schrieb:

    Welches Gerät?

    Der Gerät.
  • Ich kenne tatsächlich jemand, der unter Legasthenie leidet.
    Er geht ziemlich humorvoll mit der Sache um und ärgert sich auch kein Bisschen, wenn wir ihn mal wieder
    verbessern. Ist, in meinen Augen, die einzig richtige Reaktion auf die eigene Krankheit.

    Bei den meisten "Kindern", die meinen sie hätten LRS, bin ich ebenfalls der Meinung, dass es Faulheit ist.
    Jedoch erinnere ich mich auch ab und zu an meine alte Zeit zurück und damals war es nun mal ein Highlight, wenn man
    in einem Diktat das Wort "Wohnung" richtig geschrieben hat. Heute schmunzel ich über sowas nur noch.
    Die Rechtschreibung ist Gewöhnungssache. Nach einer Weile sieht man schon, was richtig und was falsch aussieht.
    In der Zeit der Handys und der Autokorrektur, finde ich es jedoch schon fast dreist, wenn man die einfachsten Wörter immer und
    immer wieder falsch schreibt.

    Grüße Tam
  • SinanGaming schrieb:

    In meinen Augen in 90% der Fälle pure Suche nach einer Ausrede.


    So ist es.
    Tatsächlich nutzen viele Eltern die Diagnose LRS oder gar Legasthenie dazu, dass Kinder bessere Noten bekommen. Oder mehr Bearbeitungszeit bei Prüfungen (auch z.B. in Mathematik). In den letzten zwei Jahrgängen verschwinden die Diagnosen dann ganz plötzlich wieder vom Zeugnis, weil man sich damit ja in Betrieben bewerben will und es schlecht aussieht.

    Daher: Die Eltern sind schuld. Nur und einzig alleine die Eltern. Denn sie sind es, die den Kindern diese Krankheit aufbürden und ihnen das auch noch Glaubhaft vermitteln. Lehrer und Schule stehen diesen mehr oder weniger genötigten ärztlichen Bescheinigungen machtlos entgegen und sie müssen damit nach offiziellen Schemata arbeiten. In Bayern wurde LRS übrigens erst 1995 anerkannt. Eine Hilfe für echte Legastheniker, hat es aber auch Tür und Tor für falsche Diagnosen geöffnet.
    Und wir haben jetzt Schüler und später Erwachsene an der Backe die sich mit so einer dummen Ausrede durchs Leben mogeln. Wo sind die Zeiten geblieben, in denen Leute mit Behinderungen noch etwas geleistet haben und dafür anerkannt wurden? Heute wird jeder mit Samthandschuhen angefasst und betüdelt. Dankeschön, Emanzipation.

    Das soll jetzt nicht gegen Behinderte irgendeiner Form gerichtet sein, sondern gegen Leute - gerade Eltern - die solche Diagnosen gnadenlos und wider besseren Wissens zum eigenen Vorteil ausnutzen.


    @ Kiz: Legastheniker wissen genau wie das Wort geschrieben wird. Wie alles funktioniert. Sie sehen es vor ihren Augen korrekt. Und beim Schreiben schaffen sie das auf einmal nicht mehr. Genauer kann es sicher ein Psychologiestudent wie Maerlyns erklären. Wenn es eine nachweisbare Krankheit ist, muss es neurologische Gründe haben (ADS ist z.B. einwandfrei nachweisbar). Wenn nicht, dann ist wie oben geschrieben Missbrauch sehr leicht. Man muss ja nur so tun als ob.


    Edit: Nach dieser Grafik liegt die Wahrscheinlichkeit, an LRS zu erkranken bzw. LRS zu haben bei 0.005. Also weniger als 1%. bei etwa 5 %.upload.wikimedia.org/wikipedia…lungsverzoegerung.svg.png
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  • Wenn man vorgibt krank zu sein um damit die Schwäche der eigenen Rechtschreibung zu kaschieren, finde ich dies recht armselig. Es gibt Leute die grammatikalisch halt nicht so auf der Höhe sind, das mag zwar nerven, aber ist an und für sich ja nichts verheerendes, solange man aus den Sätzen noch den eigentlichen Sinn herauslesen kann.

    Ich bin der Meinung das man sich beim schreiben soweit Mühe geben sollte, das jene die es lesen nicht Wort für Wort jeden Satz einzeln durchgehen müssen, um zu verstehen was da eigentlich steht. Allerdings muss man auch vorsichtig sein mit solcherlei Anschuldigungen (einen Satz den ich in gefühlten 70% meiner Posts im Diskussionsforum verwende). Es gibt nach wie vor Leute die tatsächlich an dieser Krankheit leiden und wenn man jene dann beschuldigt nur vorzugeben Legasthenie zu haben, stelle ich mir das recht verletzend vor. Obwohl der Anteil an "richtigen" Legasthenikern hier im Forum wohl verschwindend gering sein dürfte.

    Auch ich habe gewisse Probleme mit der deutschen Rechtschreibung. Allen voran, mein dass/das Problem^^
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von PenumbraLP ()

  • In meinem Jahrgang war auch jemand mit LRS, der jetzt sein Abitur hat. Er hat insgesamt mehr Zeit für alles bekommen, weil er langsamer war beim Durchlesen. Er hatte Legasthenie auch bescheinigt, sonst wäre die Verlängerung für ihn im Abitur nicht durchgekommen. Er hat es aber nie raushängen lassen. Wir haben es eher durch Zufall bei Klausuren mitbekommen, dass er halt länger schreiben durfte als andere. Geschmückt hat er sich damit nicht. Im Gegenteil. Bei einer Gruppenarbeit mit mir haben wir ausgemacht, dass er den Entwurf für eine Einladung macht und bat mich, dass ich dann nochmals Korrektur lese und ihm die korrekte Version schicke. So konnte er dann auch üben. Er hat sich auch echt Mühe gegeben, der Satz war fast fehlerfrei. Er hat halt einfach länger gebraucht und musste öfters überlegen oder Hilfsmittel wie Duden nutzen.

    Auch so kenne ich noch ein paar Leute, die LRS haben. Diese Leute geben sich aber echt Mühe, dagegen anzukämpfen. Es gehört echt einiges an Disziplin dazu, das hab ich schon beobachtet. Und wenn ich den Menschen helfen kann, dann tu ich das. ich verbessere sie aber nicht einfach, sondern erkläre es auch noch. ich weiß selbst nicht, ob es ihnen was bringt, aber ich versuche es einfach.
    Meiner Erfahrung nach können die Leute aber wirklich nur selbst dran arbeiten. Wie Shandal gesagt hat: Durch auswendig lernen.

    Die Leute, die aber immer wieder ankommen mit: "Ich hab Legasthenie", die nutzen das meistens als Ausrede. Mag sein, dass ein Bruchteil von denen wirklich Legasthenie hat, aber ich denke, viele sind einfach faul und schämen sich dann noch dafür. Wissen können wir es aber auch nicht zu 100 %.
  • Ich hab mir die 3 Seitchen dieses Threads mal durchgelesen und als jemand der eine Zeit lang in einer Betreungs- und Beratungsstätte gearbeitet hat, möchte ich auch mal meinen Senf dazu hierlassen. (Es handelt sich hierbei um Erfahrungen und nicht um echte Expertise)

    Zunächst mal "hat" man nicht einfach LRS/Legasthenie, sondern man entwickelt sie. Sicher es gibt genetische Dispositionen, aber zu jedem Zeitpunkt kann man in die Entwicklung der Krankheit eingreifen und ihr entgegenwirken. Je früher, desto besser. Da aber die Diagnose nicht immer exakt sein kann, werden viele Kinder auf Wunsch der Eltern und auch Betreuer in die sogenannten LRS-Kurse gesteckt. Das entlastet die Eltern, die vielleicht ob der schlechten Leistungen ihrer Sprösslinge besorgt sind und dient auch der Förderung. Diese Kurse sind zu teilen Prävention, Beobachtung und Behandlung. Die meisten Kinder, die solche Kurse besuchen, werden kein LRS entwickeln oder nur schwach, aber die Eltern glauben oft bereits, dass der Besuch von so einem Kurs der Diagnose "Legasthenie" gleich kommt.

    Bei Elternstammtischen, Lehrergesprächen etc. kommt der Begriff dann immer wieder auf den Tisch und das Kind glaubt es dann auch selber...
    Der Begriff Lese-Rechtschreib-Schwäche (auf Englisch zum Beispiel besser verständlich: Developmental reading disorder (DRD)) tut dann sein übriges.

    "Ach dein Kind hat eine 6 im Diktat, nein dann hat es bestimmt *auch* LRS"

    Wenn Legasthenie jedoch erst sehr spät erkannt wird, kann das wirklich zu einem andauernden Problem werden und mit so jemandem möchte ich nicht den Platz tauschen... Vor allem weil diese Person nicht wirklich selbst Schuld ist und der Vorwurf dann auch noch im Raum steht...

    Das war's von mir, mehr fällt mir gerade auch nicht ein.
    Vorsicht! Dies ist eine nichtssagende Signatur in der nur meine aktuellen Projekte angezeigt werden. Wie langweilig.

    Ich bringe auf meinem Kanal, alles was andere auch bringen und noch etwas mehr. Schaut doch mal vorbei! :)
    ...wenn ihr euch traut ;..;

    Schaut doch auch mal bei AltNeu - Let's Plays und GOTHIC | #1 | Die Welt der Verurteilten vorbei!
    (Dies ist Teil des Projektes "Komm in meine Signatur")

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Retrophrenologe ()

  • Retrophrenologe schrieb:

    Ich hab mir die 3 Seitchen dieses Threads mal durchgelesen und als jemand der eine Zeit lang in einer Betreungs- und Beratungsstätte gearbeitet hat, möchte ich auch mal meinen Senf dazu hierlassen. (Es handelt sich hierbei um Erfahrungen und nicht um echte Expertise)

    Zunächst mal "hat" man nicht einfach LRS/Legasthenie, sondern man entwickelt sie. Sicher es gibt genetische Dispositionen, aber zu jedem Zeitpunkt kann man in die Entwicklung der Krankheit eingreifen und ihr entgegenwirken. Je früher, desto besser. Da aber die Diagnose nicht immer exakt sein kann, werden viele Kinder auf Wunsch der Eltern und auch Betreuer in die sogenannten LRS-Kurse gesteckt. Das entlastet die Eltern, die vielleicht ob der schlechten Leistungen ihrer Sprösslinge besorgt sind und dient auch der Förderung. Diese Kurse sind zu teilen Prävention, Beobachtung und Behandlung. Die meisten Kinder, die solche Kurse besuchen, werden kein LRS entwickeln oder nur schwach, aber die Eltern glauben oft bereits, dass der Besuch von so einem Kurs der Diagnose "Legasthenie" gleich kommt.

    Bei Elternstammtischen, Lehrergesprächen etc. kommt der Begriff dann immer wieder auf den Tisch und das Kind glaubt es dann auch selber...
    Der Begriff Lese-Rechtschreib-Schwäche (auf Englisch zum Beispiel besser verständlich: Developmental reading disorder (DRD)) tut dann sein übriges.

    "Ach dein Kind hat eine 6 im Diktat, nein dann hat es bestimmt *auch* LRS"

    Wenn Legasthenie jedoch erst sehr spät erkannt wird, kann das wirklich zu einem andauernden Problem werden und mit so jemandem möchte ich nicht den Platz tauschen... Vor allem weil diese Person nicht wirklich selbst Schuld ist und der Vorwurf dann auch noch im Raum steht...

    Das war's von mir, mehr fällt mir gerade auch nicht ein.

    Das hab ich auch schon beobachtet. Ich hab zwischendurch auf Kinder aufgepasst. Und ich hab in den Schulen immer wieder mitbekommen, wie die Eltern den Kindern quasi einreden, dass sie eine LRS haben. Das ging wirklich so:
    Lehrerin spricht mit Mutter: "Ihr Sohn/ihre Tochter hatte eine 6 im Diktat." Mutter: "Ja, mein Kind hat LRS."
    Blabla, Kind hört zu und kriegt das eingeredet. placebo-Effekt und so. Man bildet sich etwas ein, also ist es dann auch so.
  • Shandal27 schrieb:

    StrohiZock schrieb:


    Vielleicht würde es ja ein bisschen helfen, öfter mal ein Buch zu lesen, aber warum? Es gibt doch Internet und Fernsehen, Bücher sucken doch eh..


    Das hier ist eine unglaublich unqualifizierte Aussage. Wisst ihr, mich ärgert momentan mehr, dass einige hier der Meinung sind, sie wüssten, wie man am ehesten LRS bekämpfen kann, obwohl sie schlicht und ergreifend keine Ahnung haben.

    'Tschuldigung, ich habe das etwas schlecht formuliert.
    Das war nicht gegen Leute mit LRS gerichtet, sondern gegen diejenigen, die nur angeblich LRS haben, und das als Vorwand für falsche Rechtschreibung nutzen.

    Habe es nacheditiert und hoffe, das ist so besser verständlich. War ein Formulierungsfehler meinerseits, sorry.
    You like music? I like pissing.
    ~Corey Taylor
  • Retrophrenologe schrieb:

    "Ach dein Kind hat eine 6 im Diktat, nein dann hat es bestimmt *auch* LRS"

    True...

    Unsere Nachbarn sind nette Leute, keine Frage. Aber die Mutter ist ein dermaßen faules Stück. Das ganze Jahr über hängen Weihnachts- und Osterdekos im Garten rum, niemand packt das weg. Am Wochenende gehen sie immer zur Oma zum essen, damit die Mutter net kochen muss, das Kind kommt natürlich auch mit.

    Jetzt hat neulich die Nachbarsmutter mit meiner Mum geredet und sich beklagt, wie schwer sie es doch hat. Ihr Sohn hat sich beklagt er kommt im Unterricht nicht mit und schwupps hat ihn die Nachbarin in die Sonderschule gepackt. Jetzt wird der kleine Junge jeden Tag vom Sonderschul-Bus abgeholt und in die Sonderschule gefahren, nur weil die Mutter zu faul ist, sich mal 5 Minuten hinzusetzen und mit dem Sohn für eine Nachschrift zu üben. Eine Schande.

    Klar gibt es sicher leute mit LRS die es echt haben, aber es gibt leider auch zu Genüge verantwortungslose Eltern, die aus Faulheit oder "Überforderung" sich keine 2 Sekunden mit dem Kind hinsetzen und lernen.

    Ich war in Deutsch auch immer ein Depp, aber meine Mum hat mit mir stundenlang!!! Nachschriften geübt, bis am Ende doch ne 1 rauskam. Sie hätte auch einfach sagen können "naja, der Junge ist halt so blöd, stecken wir ihn in die Sonderschule schon hab ich meine Ruhe"... Aber hat sie nicht.

    Und bei meinen Nachbarn bin ich sicher, das ginge auch, wenn die Mutter nicht so ein faules Stück Scheiße wär. Klingt hart, ist aber so.

    Ich seh's schon kommen, bald steht der RTL-Bus bei uns in der Straße...
  • Jeeky_U schrieb:

    jetzt mal eine gegenfrage und ja ich schreibe alles klein!: achtet ihr selbst bei sms oder whatsappnachrichten oder facebook nachrichten auf genaue Rechtschreibung oder den perfekten satzbau?

    Ja. Bei Whatsapp oder SMS nur dann nicht, wenn es grad wirklich sehr schnell gehen muss, oder ich aus irgend einem Grund richtig entnervt bin. Ansonsten -vor allem mit einer richtigen Tastatur vor den Fingern- sehe ich keinen Grund, die Finger nicht alle paar Zeichen mal auf Shift und die Kommataste zu bewegen. Es lässt sich nachher wesentlich leichter lesen, wenn Ortographie und Interpunktion vernünftig sind. Ich mach auch Fehler, klar, und bei der Zeichensetzung und dem Zusammenschreiben (sowie der Groß- und Kleinschreibung) mancher Worte bin ich mir auch nicht immer sicher. Das, was ich weiß, kann ich doch aber auch konsequent anwenden.
    Vor allem den Satzbau halte ich übrigens für sehr wichtig, um etwas Geschriebenes überhaupt zu verstehen. Korrekte Grammatik steht eigentlich an oberster Stelle.

    Jeeky_U schrieb:

    viele die ich gesehen habe hier im forum wo die rechtschreibung mal nicht so gepasst hatte wollten eine schnelle hilfe. z.b. schnell mal ne antwort auf die frage wer einem ein thumbnail erstellen könnte oder irgendwelche anderen sachen. da kommen denn die 4-5 "deutschlehrer" hier im forum und weisen denjenigen erst mal draufhin wie scheiße doch die rechtschreibung ist was einem 0% auf die frage die er hatte weiterbringt.

    Ich stimme dir darin zu, dass wer draufhauen möchte, wenigstens auch Hilfe anbieten sollte. Sonst kann man auch gepflegt die Schnute halten. Ich finde aber, dass man vor allem, wenn man etwas von jemandem möchte (eine Auskunft, oder gar so etwas wie ein Banner oder ein Intro), doch bitte auf seine verdammte Rechtschreibung achten sollte. Hätte ich die Fähigkeiten, Leuten hier derartigen Content zu produzieren, wäre die Rechtschreibung mein erster Filter für die zahlreichen Gesuche. Bei Fragen bin ich gleichzeitig wesentlich gewillter, zu antworten, wenn der Mensch am anderen Ende sein Möglichstes getan hat, um mir einen vernünftigen Text vorzusetzen.

    @Topic: Hier haben sich ja schon genügend Menschen zum eigentlichen Thema gemeldet, und ich werde lieber mal nicht zu viel von meinem Senf zu diesem Thema dazuschmieren. Wie schon geschrieben wurde: Man kann es über das Internet niemals widerlegen, und das macht es natürlich zu einer populären Ausrede. Da es (wie ich nach 2 Minuten erschöpfender Wikipedia-Recherche zu wissen meine) wohl auch kein wirklich festes Fehlermuster gibt, das sich einstellt, kann man da wohl auch in der echten Welt ganz gut mit argumentieren, obwohl man eigentlich nur faul ist.
    Dass es für tatsächlich Betroffene sehr mühsam sein kann, mit Legasthenie zu leben, haben wir ja auch schon erfahren. Wer das also tatsächlich einfach nur vorschiebt, um sich nicht anstrengen zu müssen, sollte sich schämen.

    CobraVerde schrieb:

    Daher: Die Eltern sind schuld. Nur und einzig alleine die Eltern.

    Finde ich einen sehr guten Gedanken. Man kann seinen Kindern tatsächlich vieles einreden, und wer von der Grundschule an glaubt, LRS zu haben (und zu dem Zeitpunkt haben Mama und Papa ja immer Recht), wird sich von diesem Glauben irgendwann auch nicht mehr abbringen lassen.

    CobraVerde schrieb:

    Das soll jetzt nicht gegen Behinderte irgendeiner Form gerichtet sein, sondern gegen Leute - gerade Eltern - die solche Diagnosen gnadenlos und wider besseren Wissens zum eigenen Vorteil ausnutzen.

    Passiert bei Behinderten tatsächlich sehr häufig mal. Man kann es schon irgendwo nachvollziehen, aber grad bei begehrten Zuschüssen wie dem Blindengeld setzen manche Eltern echt alle Hebel in Bewegung, um ihr Kind sehgeschädigt genug erscheinen zu lassen, auch, wenn besagtes Kind sich primär mit den Augen orientiert (und das problemlos).
    It doesn't really matter if there is no hope
    As the madness of the system grows
  • JustPlayThemAll schrieb:

    Jetzt hat neulich die Nachbarsmutter mit meiner Mum geredet und sich beklagt, wie schwer sie es doch hat. Ihr Sohn hat sich beklagt er kommt im Unterricht nicht mit und schwupps hat ihn die Nachbarin in die Sonderschule gepackt. Jetzt wird der kleine Junge jeden Tag vom Sonderschul-Bus abgeholt und in die Sonderschule gefahren, nur weil die Mutter zu faul ist, sich mal 5 Minuten hinzusetzen und mit dem Sohn für eine Nachschrift zu üben. Eine Schande.


    Ja, solche Fälle kenne ich auch. Kinder, die wirklich einen normalen Abschluss haben könnten werden abgeschoben weil "kein Bock". Ganz krass ist der Fall eines schwerbehinderten Kindes, dessen Mutter wider aller Informationen darauf bestand, dass es normal sei. Selbst als es mit drei Jahren noch nicht Sprechen und Laufen konnte. Hätte man früher eingegriffen und wäre die Mutter konsequenter, bräuchte es sicherlich jetzt im volljährigen Alter keine Windeln mehr und betreutes Wohnen wäre viel einfacher möglich. Es sind alles Einzelfälle und niemand weiß, ob die Eltern nicht einen Grund für ihr Verhalten haben. Überforderung, eigene psychische Probleme, Druck von den eigenen Eltern. Solche Dinge eben. Aber die Anzahl an vollkommen indifferenten Eltern steigt wirklich immer mehr an. Der Elternführerschein wird kommen. Spätestens wenn die EU wirklich zur Diktatur wird :P

    Jaffar Anjuhal schrieb:

    Passiert bei Behinderten tatsächlich sehr häufig mal. Man kann es schon irgendwo nachvollziehen, aber grad bei begehrten Zuschüssen wie dem Blindengeld setzen manche Eltern echt alle Hebel in Bewegung, um ihr Kind sehgeschädigt genug erscheinen zu lassen, auch, wenn besagtes Kind sich primär mit den Augen orientiert (und das problemlos).


    Pfiefkaas. Hier in der Stadt hat ein Fall von Kindesmissbrauch Schlagzeilen gemacht: Familie mit 7 oder 8 Kindern, lebt von Hartz IV. Ein Kind in einer Sonderschule, man hat offensichtlich (!) erkannt dass es misshandelt wurde. Aber keiner hat es an der Schule getan. Die Eltern wollten noch mehr Kinder denn ab einer gewissen Anzahl muss der Staat ein Haus bewilligen und keine Wohnung mehr. Später flog dann noch selbst erstellte Kinderpornographie des Vaters auf und so weiter. Immerhin sind die Kinder jetzt beim Jugendamt. Was ich sagen will: Die Kinder sind den Eltern egal. Wie JPTA schrob: Alles faule Säcke, die das Vieh um sich herum nur wieder loshaben wollen.
    CobraVerde. Spieleklassiker und untergegangene Juwelen schamlos beworben.
    Der beste Post des Forums!
    Empfehlungen: Outcast
    Thief Gold